47
und dabei im Falle des Ankaufs zugleich der Herkunftsort des angekauften Stückes
anzugeben.
Jeder Erkrankungs= und jeder Todesfall eines Stückes Rindvieh, eines Schafes
oder einer Ziege muß unverzüglich der Ortspolizeibehörde angezeigt werden.
Alles gefallene Rindvieh ist da, wo es gefallen ist, bis auf weitere ortspolizeiliche
Weisung zu belassen und jede Berührung desselben auszuschließen.
Behufs der Constatirung der Krankheit kann von der Bezirkspolizeibehörde die
Zerlegung jedes gefallenen Thieres angeordnet werden.
Der Handel mit Rindvieh, insbesondere das Abhalten von Viehmärkten ist verboten.
Nur ausnahmsweise darf der Handel mit Schlachtvieh oder zu dem als nothwendig
nachgewiesenen Besatz der Höfe mit Erlaubniß und unter Controle der
Ortspolizeibehörde stattfinden.
Ebenso darf der Handel mit Rauhfutter, Streumaterialien und Dünger nur
im Falle dringenden Bedürfnisses mit Erlaubniß und unter Controle der OrtspPolizeihörde
stattfinden.
6) Für Gemarkungen, welche an die verseuchten Orte anstoßen, ist der Weidetrieb
bei zu besorgender (zefahr von der Bezirkspolizeibehörde zu untersagen.
Alle Hunde, mit Ausnahme der Hirtenhunde während des Gebrauches, sind anzulegen,
sowie alle Katzen einzusperren.
Die frei herumlaufenden Hunde und Katzen sind zu tödten.
Im Ulmkreise von einer Stunde vom Seuchenorte ist auch das Federvieh eingesperrt
zu halten, widrigenfalls es zu tödten ist.
Erforderlichen Falls wird ein besonderes Zeichnen des im Senchengrenzbezirke
befindlichen Viehs von dem Ministerium des Innern angeordnet werden.
S. 21.
Wenn mehrere nahe gelegene Orte verseucht sind, so ist die Ausdehnung des als
verseucht zu erklärenden Bezirks und des Seuchengrenzbezirks mit Rücksicht auf die Nothwendigkeit
einer wirksamen Durchführung der Sperrmaßregeln von dem Ministerium
des Innern festzusetzen und öffentlich bekannt zu machen.
3
4
2
5
—
7