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nicht mehr ganz lauter; ein dritter, dem es sein Lehrer nicht
gesagt hat, raͤth aus der Etymologie, und man kann immer
eins gegen hundert wetten, daß von nun an diese Kunstwoͤrter
unter der Bedeutung gebraucht werden, welche ihnen
der letztere angedichtet hat. Dieses ist der natürlichste Weg,
zum Kezer bei allen nachfolgenden Jahrhunderten gemacht
zu werden. Kein Kenner der Kirchengeschichte wird Beispiele
zum Beweise verlangen. Und wenn sich auch Herr U.
nicht fürchten wollte, bei einer neuen Ausgabe des Schlüsselburgs
in dem letzten Theil sich verewiget zu sehen; so
sollte er sich doch nicht die Freiheit genommen haben, in einer
Lehre, die ohnedies durch aufgehäufte Kunsiwörter das
Gespdtte der Feinde und die Kreuzschule der denkenden Köpfe
geworden ist, noch neue zu ersinnen, und das sogar ohne
alle Nothwendigkeit. Mit wie viel traurigen Schicksalen
wäre nicht die christliche Kirche verschont geblieben, wenn
jede Parthei ihre Meinung immerhin ohne alle Kunstwörter
in der populäresten Sprache gesagt, oder nur da ganz sparsam
einige erwählt hätte, wo man ohne dieselben einem gefährlichen
Gegner die letzte Ausflucht unmoͤglich hätte abschneiden
können. Aber daß alles dem Athanasius auf der
breiten Strasse nachlaufen mußte, und daß sein Beispiel auf
unser Zeitalter noch nicht genug praktische Wirkungen zu
haben scheint!
Spittler's semmtl. Werke. VIII. Bd. 5