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1 ccm einer 10 prozentigen Lösung von schwefligsaurem Natrium und 1 com konzentrierter
Salpetersäure versetzt und hierauf bis zum Kochen erhitzt. Ein hierbei entstehender Niederschlag,
der sich auf erneuten Zusatz von kochendem Wasser nicht löst und aus Chlorsilber
besteht, zeigt die Gegenwart chlorsaurer Salze an.
Fleisch, in welchem nach vorstehender Vorschrift chlorsaure Salze nachgewiesen
sind, ist im Sinne der Ausführungsbestimmungen D § 5 Jr. 3 als mit
chlorsauren Salzen behandelt zu betrachten.
7. Nachweis von Farbstoffen oder Farbstoffzubereitungen.
50 g der zerkleinerten Fleischmasse werden in einem Becherglase mit einer
Lösung von 5 g Natriumsalizylat in 100 cem eines Gemisches aus gleichen Teilen
Wasser und Glyzerin gut durchmischt und ½ Stunde lang unter 2zeitweiligem
[imrühren im Wasserbad erhitzt. Nach dem Erkalten wird die Flüssigkeit abgepresst
und filtriert, bis sie klar abläuft. Ist das Filtrat nur gelblich und nicht
rötlich gefärbt, so bedarf es einer weiteren Prüfung nicht. Im anderen Falle
bringt man den dritten Teil der Flüssigkeit in einen (lasaylinder, setzt einige
Tropfen Alaunlösung und Ammoniakflüssigkeit in geringem Uberschusse hinzu und
lässt einige Stunden stehen. Karmin wird durch einen rot gefärbten Bodensatz
erkannt. zJum Nachweise von Teerfarbstoffen wird der Rest des Filtrats mit
einem Faden ungebeizter entfetteter Wolle unter Zusatz von 10 cem einer 10 proentigen
Kaliumbisulfatlösung und cinigen Tropfen Essigsäure längere Zeit im
kochenden Wasserbad erhitzt. Bei Gegenwart von Teerfarbstoffen wird der Faden rot
gefärbt und behält die Färbung auch nach dem Auswaschen mit Wasser.
Fleisch, in welchem nach vorstehender Vorschrift fremde Farbstoffte nachgewiesen
sind, ist im Sinne der Ausführungsbestimmungen I) S 5 Fr. 3 als mit
fremden Farbstoffen oder Farbstoffzubereitungen behandelt zu betrachten.
III.
Die Untersuchung von H’ökcltfleisch auf Kochsalz (vgl. auch Anlage a s 13
bs. 2) hat nach folgender Anweisung zu ertolgen:
2g EFleisch werden mit 2 2 ehlorfreiem Scesand und 2 bis 3 cem Wasser in
ciner DPorzellanschale zu einem gleichmässigen Brei zerriehen. Dieser wird mit
geringen Mengen Wasser in einen Alasskolben von 110 cem Inhalt gespült, der
über der 100 cem-Marke noch einen Steigraum von mindestens 10 cem hat.
Inrauf wird zu der MAischung Wuasser hinzugefügt. bis die 100 cem- Marke
crreicht ist. Hierauf stellt man den Kolben. nachdem sein Inhalt tüchtig durch-