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das Wort nehmen will, und was man sich unter rinem gewöhnlich
so schwankend gebrauchten Ausdruck zu denken beliebt.
Ich heiße jede Synode dkumenisch, die durch das
ganze rdmische Reich ausgeschrieben wurde, oder nach der
Hierarchie späterer Zeiten, die an au alle vier Patriarchen
ausgeschrieben wurde: denn diese hielten nach empfangnem
Ausschreiben des Kaisers ihre Patriarchalsynoden. Es ist
wunderlich, bei dieser ganzen Sache an den Papst zu deuken,
man mußte, um dieser Hypothese einigen Schein zu
geben, vorher alle ODokumente und historische Nachrichten der
sieben ersten Jahrhunderte verbrennen. Auf diesen Patriarchalsynoden
wurden alsdann Deputirte gewählr, welche im
Namen dieses ganzen Patriarchats der Synode beiwohnten.
Hatte der Kaiser einmal eine Synode ins ganze Reich ausgeschrieben,
so war selten die Frage, ob wohl auch genug
Bischöfe kommen mdchten, um die ganze Kirche zu repraͤ-sentiren.
Dem Kaiser mußte man gehorchen, und es kam
auch nicht so gerade auf eine gewisse Zahl an, wenn nur
ein numerus da war. Im fünften und folgenden Jahrhunderten
läßt sich auch mit mehrerer Gewißheit von der
Sache urtheilen; denn, wenn die Deputirte von den vier
großen Patriarchaten und also auch von den vier großen
Patriarchal-Versammlungen da waren, so hatte man
die Repräsentanten der Kirche des rômischen Reichs. Werden
die Begriffe einer dkumenischen Synode so entwickelr
und denkt man sich unter dkumenisch durchaus nichts anders,
als die christliche Kirche des rômischen Reichs: so ist es
nicht zu läugnen, die sardicensische Synode war ökumenische
Spnode. Sie war von denjenigen, zwischen welchen sich
das roͤmische Reich theilte, in alle Provinzen ausgeschrieben,
aus den meisten Provinzen erschien eine ziemliche Anzahl;