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neuen Sonderlinge, und wie die Neigung für das Christenthum
allzu allgemein wurde, so fieng man auch im Ernst an,
dasselbe zu widerlegen.
Das Christenthum triumphitte über alle Hindernisse:
Gottes Hand war sichtbar in der Geschichte seiner allerersten
Ausbreitüng, aber leider haben die Menschen Gottes Hand
fruͤhe nachgemacht. Bei aller Freiwilligkeit für die größten
Verläugnungen scheinen die moralischen Begriffe dieses Zeitalters
noch nicht so aufgeklärt gewesen zu seyn, daß nicht man,
ches von der Art, wie sie oft Christliche Religion auszubreiten
suchten, anstößig scheinen sollte. Vieles wird sich genauer
zeigen, wenn wir nun die innere Verfassung und Umstände
dieser neuen Partie sehen.
S. 7.
Innere Verfassung der Christlichen Kirche der drei ersten Jahrhunderte
nur als Gesellschaft betrachtet. Entstehung des Klerus.
Es war große Mühe, so viele verschieden gesinnte Köpfe,
die seit den ersten Jahren ihrer Erziehung durch National-
und Religionshaß getrennt waren, in einer Gesellschaft
zu bereinigen, und so viel auch der uninteressirte, nachgiebige
Charakter der Apostel dazu beitrug, so konnt' es doch
nicht ohne manchen wechselsweisen Stoß geschehen, da die
Apostel selbst von sehr verschiedenem Temperament und Denkungsart,
auch an Seelenkräften einander sehr ungleich waren.
Die Scheidung zwischen Proselyten aus dem Judenund
Heidenthum verlor sich wohl erst zu Anfang des zwei,
ten Jahrhunderts, unterdeß waren die ersteren immer die angesehenere
Partie, bei welcher sich auch die meisien Kenntnisse
fanden.
Man vermuthet nicht ganz richtig, daß es in allen solchen
neu entstandenen Gesellschaften eben so wie zu Jerusa-