Full text: Die geheime Vorgeschichte des Weltkrieges.

88 Der Entscheidung entgegen. 
nicht erhalten. Aber der Prinz ist nicht nach St. 
Petersburg gefahren; der von Rußland uns auf- 
gezwungene Krieg machte es unmöglich.“ 
Daß daran nicht bloß etwas, sondern recht viel 
Wahres gewesen ist, lehrt ein Blick in die folgenden 
diplomatischen Akten, deren Geheimnisse unser Aus- 
wärtiges Amt in richtiger Erkenntnis einer solchen 
Veröffentlichung Mitte Oktober 1914 preisgegeben hat. 
ODas erste Stück (I.) davon lautet so: 
. . . Miai 1914. 
Über die politischen Ergebnisse des Besuchs des 
Königs von England in Paris erfahre ich, daß zwischen 
Sir Edward Grey und Herrn Doumergue eine 
Reihe politischer Fragen erörtert worden ist. Außer-- 
dem ist französischerseits die Anregung erfolgt, die be- 
stehenden besonderen militärpolitischen Ab- 
machungen zwischen Frankreich und England 
durch analoge Abmachungen zwischen England 
und Rußland zu ergänzen. Sir Edward Greyn 
hat den Gedanken sompathisch ausgenommen, sich aber 
außerstande erklärt, ohne Befragen des englischen Kabi- 
netts irgendeine Bindung zu übernehmen. Her 
Empfang der englischen Gäste durch die französische 
Regierung sowie die Pariser Bevölkerung soll den 
Minister in hohem Grade beeindruckt (sol) haben. Es 
ist zu befürchten, daß der englische Staatsmann, der 
zum erstenmal in amtlicher Eigenschaft im 
Ausland geweilt und, wie behauptet wird, überhaupt 
zum ersten Male den englischen Boden verlassen hat, 
französischen Einflüssen in Zukunft noch in 
höherem Grade unterliegen wird, als das bisber 
schon der Fall war. 
Die zweite Urkunde (II.) geht schon etwas weiter: 
 
	        
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