Full text : Das Civil-Medizinal-Wesen im Königreiche Bayern. 2. Band. Die Medizinalpolizei. (2)

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eigends  dazu  bestimmte  Zimmer  gelegt,  jedoch  im  Allgemeinen
gleich  den  übrigen  Kranken  behandelt;  sie  beziehen  demnach  vom
Regimente  weder  Löhnung  noch  Brod  oder  Montur  2c.

8.  30.

Ihre  sämmtlichen  in  das  Lazareth  mitgebrachten  Montur—
stücke  werden  ihnen  abgenommen,  die  beschmutzten  gewaschen,
alle  aber  mit  Schwefeldämpfen  durchräuchert  und  in  lüftigen
Behältern  bis  zu  des  Mannes  Austritt  aufbewahrt.

§.  31.
Dagegen  erhält  der  Krätzige  und  Venerische  folgende
Hospitalkleidung:
1  leinene  Weste  mit  Aermel,
1  leinene  lange  Hose,
1  paar  leinene  Socken,
1  leinene  Kappe,
1  Hemd,
1  paar  Pantoffel,
1  Handtuch.
§.  32.

Sämmtlich  vorbemerkte  Stücke,  so  wie  die  Bettfornituren
und  Badwannen  sollen  unauslöschlich  mit  dem  Buchstaben  K
bezeichnet  sein.

8.  33.

Die  im  Gebrauche  schmutzig  gewordene  Hospitalkleidung,
Fornituren  rc.  der  Krätzigen  müssen  oft,  und  die  Hemden
wenigstens  zweimal  in  der  Woche  gewechselt,  separirt  gewaschen,
und  gut  ausgelaugt  werden.

§.  34.

Die  in  das  Garnisonslazareth  aufgenommenen  leicht
Krätzigen,  deren  Uebel  mit  keiner  andern  Krankheit  complicirt
ist,  und  die  sich  außer  dem  Jucken  der  Haut,  ganz  wohl  befinden,
  von  guter  Constitution  sind,  und  daher  eine  der  Heilung
zuträgliche  Nahrung  bedürfen,  dann  jene  syphilitisch  Angesteckten,
bei  welchen  die  Ansteckung  für  primitiv  und  noch  rein  örtlich
zu  halten,  auch  von  einer,  der  Heilung  ganz  günstigen  Beschaffenheit
  und  ohne  Complication  einer  andern  Krankheit  ist,
erhalten  folgende  Verpflegung:

a.  Morgens  eine  Suppe,
b.  Mittags  eine  Suppe,  Gemüs  in  der  Quantität,  wie  bei  der
ganzen  Kost  vorgeschrieben  ist,  und  8  Loth  beinloses  Fleisch,