Full text : Das Civil-Medizinal-Wesen im Königreiche Bayern. 2. Band. Die Medizinalpolizei. (2)

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c.  Abends  eine  Suppe,  und  8  Loth  beinloses  Fleisch.
d.  täglich  ein  Pfund  vom  gewöhnlichen  Kommisbrod,
e.  zum  Trunke  Wasser  oder  Tisane.

§.  35.

Da  die  individuelle  Beschaffenheit  des  Mannes  sowohl,
als  jene  der  Krankheit  so  mannigfaltig  verändert  erscheint,  so
kann  obige  Bestimmung  nur  im  Allgemeinen,  keineswegs  für
jeden  speciellen  Fall,  als  Norm  dienen.  Diese  letztere  wird
daher  dem  wissenschaftlichen  Ermessen  und  der  Pflicht  der
ordinirenden  Aerzte  überlassen.

§.  36.

Sollte  in  einer  oder  der  andern  Garnison  der  Fall  eintreten,
  daß  im  ersten  Augenblicke  der  Raum  zur  Aufnahme  der
einfach  Krätzigen  und  Venerischen  nicht  hinreichte,  so  sind
gleichwohl  einige  Zimmer  in  einer  dem  Garnisonshospitale  zunächst
  gelegenen  Caserne,  oder  einem  andern  herrschaftlichen
Gebäude  zur  Aufnahme  dieser  Kranken  auszuwählen,  jedoch  ist
dieses  Lokal  lediglich  als  ein  Filiale  des  Garnisonshospitales,
keineswegs  aber  als  ein  für  sich  bestehendes  Regimentshospital
zu  betrachten,  und  müssen  die  Kranken  hierin  ebenso,  wie  in
dem  Garnisonshospitale  behandelt,  und  es  muß  getrachtet  werden,
  daß  so  schleunig  wie  möglich  in  den  Garnisonshospitälern
auf  irgend  eine  Art  der  erforderliche  Raum  zur  Aufnahme
aller  Krätzigen  und  Venerischen  erhalten  werde.

§.  37.

Zur  Aufrechthaltung  der  innern  Polizei  und  Ordnung  in
den  Garnisonshospitälern  ist  in  jedes  ein  Sergeant,  welcher
alle  10  Tage  abgelöst  wird,  zu  commandiren,  und  diese  Ablösung
  ist  um  so  strenger  einzuhalten,  damit  nicht  ein  und  dasselbe
  Inrividuum  zu  lange  dem  übrigen  Dienste  entzogen,  und
nicht  im  Lazarethe  zu  einheimisch  werde.

8.  38.

Die  sämmtlichen  Platz-,  Regiments-,  Bataillons=  und
Compagnie-,  oder  Escadrons-Commandanten,  so  wie  die  sämmtlichen
  Administrativ=  und  Sanitätsbeamten  werden  hiermit  für
den  pünktlichsten  Vollzug  der  gegenwärtigen  Instruktion,  in  so
weit  solche  jeden  angeht,  verantwortlich  gemacht.

§.  39.

Die  General-Lazarethinspektion  wird  aus  den  nach  §.  28.

erhaltenen  Rapporten  in  ihren  vierteljährigen  Rapporten,  welche