um 700 nachmittage hatten sie Rosslgnol, St. Vincent und Belle-Fontaine in
Besitz, nachdem gegen letzteren Ort auch die meinem Jerzen besonders
nahestehenden Oelser Jäger der 3. R. D. von Ste. Marie her aus eigenem
Antrleb treue Waffenhilfe geleistet hatten. Das VI. A. R. hatte den Feind
überall geschlagen. Abgesprengte Teile von ihm machten sich übrigene
abends im Rücken dee V. A. R. unliebsam bemerkbar. Sie überfielen
nach 6% abende in Etalle das Generalkommando des V. A. K., dessen
erster Generalstabesoffizier eine Meldung an das Armee-Oberkommando
mit den Worten abbrach: „Winen Augenblick, wir werden hier gerade von
Franzosen angegriffen!"“ Die Jeinde wurden gefangengenommen, und
die verwunderlich blingende Meldung des Majors Dove erfuhr damit sehr
bald eine erfreuliche Aufklärung.
Im übrigen hatte der rege Vachrichtenaustausch mit dem V. A. SZ.
des Generale der Infanterie v. Strantz den gleichen Lindruck wie überall
ergeben, daß unsere Truppen durch den Nebel stark behindert waren. Die
9. J. D. des Generals v. Below auf dem rechten Flügel stieß unter Ein—
raffung ihrer zuvor als Stütze für die 3. R. D. bei Ste. Marie dienenden
Teile auf eine starke feindliche Front an den Zöhen zwischen Robelmont
und Dirton. Dae Armee-Oberkommando lenkte wiederholt die Aufmerksamkeit
dee Generalkommandos auf die angesichts des ausgedehnten Waldgeländes
von der 3. K. D. alleln schwer zu schützende rechte Armeeflanke,
aus der die Straße von Meir devant Virton gefahrdrohend heranführte.
Nach Entsendung dee Infanterie-Regiments 58 mit einer Batterie in Richtung
auf den Vordrand von Robelmont griff die Dioksion mit dem Rönigs-Grenadier-Regiment
als Dorhut unter Führung meines Bruders Oekar,
der bel dieser Feuertaufe seiner schlesischen Grenadiere Umsicht und Raltblütigkeit
bewies, aus dem Bois de Dirton heraus beiderseits der großen
Thaussee an. Auch hier entbehrte die stürmisch zufassende Infanterie
lange Zeit ihrer wertvollsten Silfe. Der Artillerte fehlte im dichten Nebel
jegliche Beobachtung. Dennoch sprangen die Schützen überall, wo sie oft
erst aus nächster Entfernung des Feindes ansichtig wurden oder in seine
überraschenden Feuersalven gerteten, diesem todesmutig an die Gurgel.
Mit dem Gesang: „Deutschland, Deutschland über allee !“ entfaltete sich
das Gros und stand bald nach 105 vormittags, als der Nebel hellem
Sonnenschein gewlchen war, in schwerstem Rampfe schon westlich der
Straße zwischen Bellevue und Virton. Mühsam und unter dem Toben
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