1280 Fünftes Buch. Erbrecht.
Nachlasse hinzugerechnet, soweit dieser den Miterben zukommt,
unter denen die Ausgleichung stattfindet.
Der Werth bestimmt sich nach der Zeit, zu der die Zuwendung
erfolgt ist.374
1 2163, II a 1928, IIb 2032, 111 2080. M. V, 708. Prot. V, xs3 5
D. 280, 281. — Vgl. 8 1501 A. 2, 8 2815 f.
1. Spätere Geltendmachung der Ausgleichung s. 8 2050 A. 1.
2. Der (von der RTh. eingeschaltete) Schlußsatz stellt klar, daß die
Abkömmlinge nur untereinander zur Ausgleichung verpflichtet sind und
daß daher der Wert der Zuwendungen, die sie einzuwerfen haben, nur
demjenigen Teil des Nachlasses hinzugerechnet wird, der auf sie entfällt.
Beispiel: A stirbt mit Hinterlassung seiner Frau B, eines Sohnes (C.
einer Enkelin D von seinem vorverstorbenen Sohne E und einer Enkelin F
von seiner verstorbenen Tochter G; reiner Nachlaß 16000. C hat vor
seiner Verheiratung eine Ausstattung von 2000, C bei ihrer Verheiratung
von 1000 erhalten. B erhält ¼4 = 4000; C vom Reste, wozu die Zuwendungen
kommen (also von 12000—2000—+ 1000= 15000 , 1 8. alfo
5000 abzüglich des Vorempfangs von 2000, mithin noch 3000, D erbält
5000, Ferhält 5000 abzüglich des Vorempfangs von 1000, sonach 40%
(s. auch das Beispiel zu § 2051 A. 2).
3. Spätere Wertsveränderungen sowie die Erträgnisse seit der
Zuwendung bleiben unberücksichtigt. Die Gefahr der Wertsverminderung
oder des Unterganges trägt anderseits der Empfänger.
4. Der Wert einer Forderung bestimmt sich im allgemeinen nach
ihrem Verkaufswert im Zeitpunkte der Zuweisung (E. Rspr. 11 1.
8. 2056.
Hat ein Miterbe durch die Zuwendung mehr erhalten, als
ihm bei der Auseinandersetzung zukommen würde, so ist er zur
Herauszahlung des Mehrbetrags nicht verpflichtet. Der Nachlaß
wird in einem solchen Falle unter die übrigen Erben in
der Weise getheilt, daß der Werth der Zuwendung und der
Erbtheil des Miterben außer Ansatz bleiben.
19164 u, 1Ia 1989, IID 2038, II1 2081. M. v. 7vo9, 710. Vrot. v#
8993 f. D. 281.
1. Keine Herauszahlung seitens des Erben, auch nicht soweit dae
Pflichtteilsrecht in Frage kommt (§ 232051 4:. R. v „ JW. 12 6. Z. B.
Nachlaß: 28000; Erben sind A (Sohn des Erblassers) und B, ( Söhne
eines verstorbenen Sohnes). B hat 12000 Vorempfang. A #hat Anspruch
auf ½ (¾4), B, C auf je ¼ des Nachlasses (8 1924.. Nach
§* 2055 würde von dem Betrage von 40 000 (der sich nach Hinzurechnung
der 12000 Vorempfang zum Nachlaßwert ergibt: dem B ¼ mit 10½
zufallen; da aber die zur Ausgleichung zu bringende Zuwendung um
20000 mehr beträgt, so bleibt sein Erbteil und der Wert der Zuwendung
außer Betracht; der Nachlaß wird im Verhältnisse von 2:1 zwicchen
A und C geteilt: A erhält 18110|0½, B 933-3 14.