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trift gehod habtin, also lange als yn menschen gedenckin gesein mochte,
vnde als denne den von marnßdorff an sallichin gezeeugin broch wart vnd
nicht volfarin kunden vff den tag als sie sich vormessen hatten, Als habin sie
vff beydin teylen mit willin wissin und rathe des obgnantin Bertoldis grunyngisires
scheydisrichters und Houptmans die sache vff vns obgnanten funff teidingisleute
gentzlich gesatzt vnd vorwillit daruber zeuirkennen vnd sie daruß sunelichin
zu scheidin. Als habin wir obgenantin teidingisleute zewusschin en irkand
vnd ußgesprochin, das Sifrid gruneberg vnd sinenachkomelinge mit irem vyhe,
das von dem Hofe gehit zen der kommenicz, freye trifft in die follunge
habin sollin also vor, wo der von marnßdorff gemeyne fyhe trifft gehit,
vmb der fyhe Wege willin die obir grunenbergs gud gehen, So das
vormals ouch zewusschin den gnantin von Marnsdorff vnd zewusschin
Sigminde Rechinberge etwan besitzer des gutis vnd hofes zcur kommenicz
durch hern Bussen vitzthum lantfoit vnd Heinrich kintsche die
zeyt vndervoit zeu Dresden irkand und ußgesprochin ist wurdin, nach
laute eyns bekentenisbrieffs den der gnante Heinrich kintsch darober
versigilt vnd gegebin had. Doch also das Siffrid gruneberg keyn fremde
vyhe zen ym nemen salle, ouch den von marnsdorff an irem getreide
ond Wesen, wenn sie die heigen wurdin, keinen schadin thun sol. Ouch
ist beteidingit vmb das orteilgeld ond botelon, das der Scheidisrichter
noch yune hette ond nicht weg gesand were, das iglich teil das die
helffte widder nemen solle an der gerunge schribegelt vnd koste, die sie
uff beidin teilin yn der sachin getan habin, sollin keginenander gleich
uffgehabin werdin. Ouch ist furder beteidingit vnd außgesprochin, das
der Richter zen Marnßdorff mit zewen odir dreyen uß der gemeyne zcu
Marußdorff komen sollin vor das Ritterding zen Dreßdin vnd sollin
da von der ganczin gemeyne wegin vor deme gerichte bekennen ond
sagin, das solliche sune vnd ußspruch mit der gemeyne von marnßdorff
willin vnd wissin vnd folbort geteidingit vnd geschen ist, vnde das sie
also das haldin wollin ongeuerlich. vnd ich Bertold grunyng harptman
zu Dreßdin, vorgnanter Richter, Ditherichk undige, Bogk wurgewicz
ond Curd buckewicz, Scheppin des Ritterdingis zen Dresdin Bekennen
das das darnach In dem zewey ond sechczigisten Jare am Dornstage
nach der heiligin drier konige tage hanns schulteze Richter, michil Bergmann
ond Donat Frederich besessene menner zen Marnßdorff onde habin
gesprochin das sie das also haldin wollin, als is beteidinget ist. Zen
bekentenis aller dieser obingeschrebin stucke vnd artickil habe ich obingnanter
Bertold grunyng houptman vnd Richter des Ritterdingis zen
Dresdin meyn Ingesigel vnd wir obgnantin Scheppin ond teidingisleute
habin vnser iczlicher sein Ingesigel zen bekentenisse an disin uffin briff
gehangin. Gegebin ond geschen In dem Jaren ond tagin, also hirobin
geschrebin steht.)
Da nun sonach drei Belege vorhanden sind, welche gewisser-2)
Original mit den anhangenden Siegeln, von denen nur noch 5 vor-,
handen sind. Haupt-Staatsarchivs-Urkunde Nr. 7741. Mitgetheilt vom
Herrn Kammerherrn von Carlowitz-Maxen.