Full text : Leitfaden für das Preußische Jäger- und Förster-Examen.

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Waldbäume,  er  wird  am  besten  gewonnen  und  erhalten  durch  richtigen

Schluß  derselben.
8  98.
4.  Nodenneigung.

Bodenneigung  ist  die  Neigung  des  Bodens  gegen  die  Wagerechte,

welche  man  auch  Böschung  nennt.  Das  Profil  der  Böschung  A  #
(Fig.  81)  wird  erhalten,
wenn  man  durch  C  eine
Horizontalebene  legt  und
von  A  aus  auf  dieselbe
das  Loth  AB  fällt;  das
entstandene  rechtwinklige
Dreieck  ABe,  nach  welchem
man  die  Böschung  bestimmt,  Figur  31.
heißt  das  Böschungsdreieck.
Die  Hypotenuse  AC  ist  die  Böschungslinie,  die  horizontale  Kathete
B  C  heißt  Ausladung,  die  senkrechte  Kathete  Al  die  Höhe  der  Böschung,
  während  der  die  Neigung  angebende  Winkel  a  der  Böschungswinkel
  heißt.  Die  Bezeichnung  der  Böschungen  kann  nun  auf  zweierlei
Weise  geschehen:

1.  Durch  einfache  Angabe  des  Neigungs=  (Böschungs)-winkels  in
Graden,  Minuten  2c.  Man  spricht  z.  B.  von  einer  Böschung  von
230  12“  3.

2.  Durch  Angabe  des  Verhältnisses  der  Ausladung  zur
Höhe,  und  zwar  in  Form  eines  Bruches,  bei  welchem  die  Maaßzahl
für  die  Ausladung  den  Zähler,  jene  für  die  Höhe  den  Nenner

.  BC
bildet  —  31
AB  —  BC,  von  einer  doppelten  oder  zweifachen  Böschung,  wenn
BO2AB  ist,  umgekehrt  wird  die  Böschung  ##  metrig;  à  metrig,

wenn  BC:  AB  —  5:4  sich  verhält  u.  s.  w.

Je  größer  der  Böschungswinkel  wird,  desto  kleiner  wird
der  Bruch  und  die  Böschung,  und  umgekehrt.

Die  Bodenneigung  kann  man  schon  mit  einer  gewöhnlichen  Latte
messen.  Man  wähle  einen  beliebigen  Punkt  der  Neigung  M  N,  z.  B.  A

(Figur  82),  lege  die  Latte  a  b  horizontal  an  die  Bergwand  und  messe
Westermeier,  Leitfaden.  7.  Aufl.  10

 

 

Man  spricht  z.  B.  von  einer  einfachen  Böschung,  wenn