Full text: Königlich-Baierisches Regierungsblatt. 1809. (4)

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25. August l. J. baben Seine königliche 
Masestät die Post-Entfernung zwischen Mem- 
mingen und Illerdiessen von 11 Post auf 
1 Post; und 
vom 30. August die Post-Entfernung 
zwischen Krailsheim und Dinkelsbühl von 
1 — auf 14 Post zu bestimmen geruht. 
München den 1. September 1309. 
Königliche General! Post-Direk, 
tion. 
Karl Freiherr von Drechsel. 
Deisenrieder. 
  
(Die Erledigung der Pfarrei Oberampfen= 
bach, im Landgerichte Abensberg, betreffend.) 
Im Namen Seilter Majestät des Königs. 
Sämtliche Pfarr= und Oekonomie-Gebäu= 
de zu Oberamofenbach, im tandgerichte 
Abensberg, wurden den s. September 1805 
durch einen Bliz eingedschere, und den §. 
Npril 1gob von den Baukösten 3158 fl. 58 kr 
ad onus successorum mit dem Beisaze rati- 
fizirt, daß der Pfarrer nach den ihm bewil- 
ligten 3 Freijahren jährlich so fl., dessen 
Nachfelger aber 75 fl. absizen solle. Kaum 
waren die Gebäude bergestellt, so brannten 
im Mai verflossenen Jahres der Stadl, das 
Waschbaus, und der Kühestall, wahrschein- 
lich durch gelegtes Feuer, ab; diese Gebäude 
erfodern nach den Ueberschlägen elnen Auf- 
wand von 7492 fl. 14 kr.: weil aber die 
Brand-Versscherungs-Kasse goo fl. vergütet, 
4o bleiben noch 692 fl. 14 kr., und wenm 
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auch diese ad onus successorum ratifizirt wer- 
den, eine Summe zu 3851 fl. 12 kr. übrig, 
welche dem Pfart-Nachfolger, jedoch in der 
Voraussezung, daß sämtliche Gebäude voll- 
ständig und dauerhaft bergestellet sind, zur 
Last faͤllt. 
Das DPfarrbaus und der Pferdestall steben 
unter einem Dache; dazu gehört ein Wurz- 
garten zu 1 Dagwerk, die übrigen Oekonomie- 
Gebäude bestehen in einem Kuh= und Schwein- 
stalle, in einem Stadl und Wagenbehälenisse. 
Die Widdumgründe beschränken sich auf 61 
Einsäz-Aeker, welche bis auf zwei zebendfrei 
sind, 3 3. Tagwerk Wiesen, und 25 1 Tag= 
werk Holz. Der Pfarrsprengel umfaßt 
die Dörfer Oberampfenbach, Brunn und 
Möhlhausen, nebst den Einödhöfen, Gözen= 
berg und Wolfertshausen, alle liegen vom 
Pfarrsize 7 bis 2 Stunde entfernt, und ent- 
halten 302 Seelen. Eine jährliche Einnab“ 
me zu 3562 fl. 31 kr. gewährt dle kandwirib= 
schaft, 3 Zehenden im ganzen Pfarrbezirke, 
die Jahrtäge, und Stollgebühren. Die Ubs 
gaben an Steuer und Jägergeld belaufen 
sich auf 39 fl. 42 kr. 2 dl. 
Weil diese Pfarrei durch die Versezung 
des Pfarrers, Johann Georg Koch, auf 
das Benefizium in der Freistadt erlediget 
wurde, so hat das koͤnigliche General-Kom- 
missariat auf den bierüber erstatteten Beriche 
den allerböchsten Auftrag erhalten, die Ver- 
bältnisse derselben in dem Regierungsblatte 
bekannt zu machen, und diejenigen Konkurs- 
191
	        
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