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Fußosten, velche durch eine Stenerumlage von * Gesamtheit der
Einnahme erhalten wurden, portofrei die Briefe. Bereits am 20.
Juni 1772 hatte der König Befehl zur Einführung der Posten der
neuen Provinz gegeben und dabei drei Hauptzwecke bezeichnet,
die erreicht werden sollten, nämlich die beste Verbindung zwischen
Ostpreußen, Pommern und der Mark, die Belebung der Korrespondenz
und des Verkehrs in Westpreußen und die Isolierung des
polnischen Postamts in Danzig. Dem Werke standen keine geringe
Schwierigkeiten entgegen: die schlechten Wege, die Unsicherheit der
8 Straßen, die Entlegenheit der Ortschaften in den öden Landstrichen,
deren es nur zu viele gab. Es war ferner nicht leicht, bemittelte
und betriebsame Posthalter, ordentliche Postillone und Unterbeamte,
geeignete Räumlichkeiten für Postämter und Posthaltereien zu erlangen.
Aber der feste Wille besiegte jedes Hemmnis, und mit dem
Gelde war die Postverwaltung nicht sparsam, indem sie für diesen
Zweck 70 000 Thaler anwies. Der Staatsminister von Derschau
reiste mit dem Postmeister Uhl aus Fehrbellin selbst nach dem
polnischen Preußen und entwarf die Grundzüge der neuen Einrichtung.
Fünf der fähigsten Postmeister wurden dann nach Berlin
gerufen und begaben sich von hier, mit umfassenden Instruktionen
versehen, nach Westpreußen, wo sie unter der Leitung Uhls, welcher
zum Oberpostdirektor ernannt worden war, die neuen Linien errichteten.
Der Hauptweg von Berlin nach Königsberg verfolgte
die Richtung, welche die Ostbahn heute einnimmt; in Dirschau
vereinigte sich mit ihm von Stolp her der zweite große Postzug,
der anderen Linien nicht zu gedenken. Zu Vorstehern der wichtigeren
Postämter wurden tüchtige Postmeister aus den älteren Landesteilen
erwählt und geübte Postsekretäre den Offizieren beigegeben, die zu
Postmeistern an weniger bedeutenden Orten ernannt wurden.
In Berlin und Königsberg arbeitete man in den Werkstätten
und Druckereien angestrengt, um die notwendigen Wagen, Dienstkleider
und Drucksachen zur rechten Zeit fertig zu machen. Sechshundert
Pferde mußten beschafft werden; wo es vor der Hand
nicht gelang, Postfuhrunternehmer zu gewinnen, übernahm
der Staat die Posthaltereien. Die Entfernungen wurden festgesetzt
und die Posttaxen für jeden Ort entworfen, die Vorkehrungen für
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