Full text : Gesetz-Sammlung für die Königlich Preußischen Staaten. 1846. (37)

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Nach  trag
zu  dem  Statut  der  Oberschlesischen  Eisenbahngesellschaft.

S.  1.

NU.  Abänderung  des  §.  1.  des  am  11.  August  1843.  Allerhöchst  bestätigten
Nachtrages  zu  dem  Statute  der  Oberschlesischen  Eisenbahnzesellchaßt  wird  der
ur  vollständigen  Ausführung  der  Bahnstrecke  von  Oppeln  bis  zur  Gränze  des
Fressaals  Krakau  erforderliche  Kostenbetrag  von  2,400,000  Tholer  auf
3,60760,000  Woter

erhöht.  Von  dieser  Summe  ist  bereits  nach  F.  2.  des  Statutnachtrages  vom
11.  August  1843.  der  Betrag  von  2,400,000  Rehlr.  durch  Ausgabe  von
24,000  Stück  Stammaktien  l#.i#t.  B.  aufgebracht  worden,  so  daß  noch  ein

Betrag  von

1,270,000  Thalern
i.  e.  Einer  Million,  Zweimalhundert  Sechs  und  Siebenzig  Tausend,  Sechshundert
  Thalern,  aufzubringen  bleibt,  welcher  durch  ein  Valeh  von  gleicher
Höhe  beschafft  wird.

K.  2.
Dieses  Darlehn  wird  durch  12,706  Stück  Prioritatsaktien  litt.  B.,  jede
zu  Einhundert  Thalern  Preußisch  Kurant  lautend,  verbrieft.

Die  Prioritaätsaktien  werden  in  fortlaufenden  Nummern  von  1.  bie
12,766.  Heegen  Einzahlung  ihres  vollen  Nennwerthes  nach  dem  anliegenden
Schema  litt.  I.  auf  weißem  Papier  mit  schwarzem  Druck  ausgegeben  und  von
–  wei  Mitgliedern  des  Verwaltungsrathes  und  dem  Hauptrendanten  unterschrieen.

  Auf  der  Rückseite  der  Aktien  wird  dieser  Statutennachtrag  abgedruckt.

g.  3.
Die  Prioritaͤtsaktien  werden  mit  Drei  und  einem  halben  Prozente  jaͤhrlich
  verzinst  und  die  Zinsen  in  halbjährlichen  Terminen,  am  2.  Jannar  und
1.  Juli  jeden  Jahres,  in  Breslau  gezahlt.
Mit  jeder  Prioritätsaktie  werden  Zinskupons  auf  zehn  Jahre  ausgegeben,
  welche  von  zwei  Mitgliedern  des  Verwaltungsrathes  und  dem  Rendanten
unterschrieben,  und  nach  dem  beigefügten  Schema  litl.  II.  auf  weißem  Papier
mit  schwarzem  DOrucke  ausgefertigt  werden.
Zinsen  von  Prioritäts  Aktien,  deren  Erhebung  innerhalb  vier  Jahren  von
dem  in  dem  betreffenden  Kupon  bezeichneten  Zahlungstage  nicht  geschehen  ist,
verfallen  zum  Vortheile  der  Gesellschaft.

§.  4.

Obgleich  die  Inhaber  der  Prioritatsaktien  Lill.  B.,  als  solche,  Mitglieder
der  Eisenhahngesellchaf-  sind,  so  sollen  sie  doch  in  folgenden  Fällen  den  Nennwerth
  dieser  Aktien  von  der  Gesellschaft  zurückzufordern  berechtigt  sein:

-  a)  wenn