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Ganz Deutschland hatte 1909 bis 1911 174,3, am
besten stand Kr. Lauterbach i. Hessen: 66,1, am schlechtesten
Bez. Kelheim i. Bayern: 369,7.
Wir führen zugleich die allgemeine Sterblichkeit
innerhalb der verschiedenen Länder Europas
an, bei der Deutschland etwa in der Mitte steht. Es
starben 1906, berechnet auf 1000 der Bevölkerung:
Rußland 29,8F Frankreich 19,9
Spanien 26,2 Deutschland 189,2
Ungarn 25, Schwez 106,.6
Serbien 24,1 Belgeien 16,4
Rumänien 23.9 England und Wales 15,4
OÖsterreich 22.6 Niederlande 14,8
Bulgarien 23,3 Schweden 14.4
Portugal 22,2 Dänemark 13266.
Itallen 20,8
Es gibt Leute, die die Sterblichkeit zum Maßstab
der Höhe der Volkskultur machen. Der Sache liegt
sicher ein wichtiger Gedanke zugrunde. Wenn das Klima
gleichmäßig wäre, würde tatsächlich die Art, wie einem
Volke der Kampf gegen den Tod gelingt, einen verhältnismäßig
recht guten Maßstab für die Höhe seiner
Kultur abgeben können. Denn um das Leben zu verlängern,
gehört nicht nur materielle, sondern auch
geistige Kultur.
Die sinkenden Zahlen des Bevölkerungsüberschusses.
Aus Geburtenzahlen und Sterblichkeit setzt sich nun
der Überschuß der Bevölkerung zusammen. Auf diesen
kommt es für die Zukunft eines Volkes an. Der Geburtenüberschuß
war bei uns recht hoch Mitte der siebziger
Jahre, nämlich 1876 hatten wir auf je 1000 Einwohner
14,55 Geburtenüberschuß über die Sterbefälle.
g*