88
Rußland. .46,8 IJtalken 3199
Bulgarien 44,0 Niederlande 30,4
Serbien 41,8 Dänemark 28., 7
Rumänien 39,9 England und Wales 27,1
Ungarn 36,i“ Schweez 26,9
Osterreich 35,2 Norwegen 26,8
Spanien 34,1 Schweden 25.7
Portuga 383,7| Belgen 25.7
Deutschland 383,1 Frankreich. 20,5.
Abnahme der Sterbeziffern.
Nun haben wir glücklicherweise eine große Gegenwirkung,
die den Geburtenrückgang in Deutschland etwas
erträglicher macht, als er ohne sie wäre. Das ist die
Abnahme der Sterblichkeit. Sie ist eine Folge der gesamten
Hygiene der modernen Zeit. Teilweise ist sie
auch schon die selbstverständliche Ergänzung der Kleinhaltung
der Familien. Denn wenn weniger Kinder
geboren werden, so können natürlich die Eltern diese
sorgfältiger pflegen und behüten.
Wir können einen ständigen Fall der Sterbeziffern
verzeichnen seit Anfang der siebziger Jahre. Die höchste
Sterbeziffer — mit Ausnahme der Kriegsjahre 1866
und 1871 — hatten wir 1872, nämlich 30,6 auf 1000.
Sie war sogar höher als im Kriegsjahre 1870, wo sie
nur 29,0 betragen hatte. In den siebziger Jahren des
vorigen Jahrhunderts fällt die Sterbeziffer auf 27,5,
in den achtziger Jahren auf 25,6 und 1900 steht sie
auf 23,2. Dann geht sie weiter zurück auf 17,10 im
Jahre 1910, erhebt sich allerdings nochmals infolge
großer Säuglingssterblichkeit im heißen Sommer 1911
auf 18,1, sinkt aber dann 1912 wieder.
Das Sinken der Sterbeziffern ist ungemein erfreulich.
Es bedeutet einen der wichtigsten Kulturfortschritte
der modernen Zeit. Es beseitigt viel Schmerz
und Trauer, indem es das frühzeitige Insgrabsinken
Kötschke. Die Gefahren des Geburtenrückganges. 3