Metadata : Regierungs-Blatt für das Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin. Jahrgang 1918 (5)

1696  Nr.  230.  1918.

Kriegs-Rohstoff-Abteilung.
Belianntmachung.

Nr.  F.  R.  830/11.  18.  K.  R  M.

Im  Auftrage  des  Demobilmachungsamtes  und  auf  Grund  der  Bundesratsverordnung
  über  die  Sicherstellung  von  Kriegsbedarf  in  der  Fassung  vom  26.  April
1917  (Rl.  S.  376)  wird  folgendes  angeordnet:

Artikel  I.
Die  Bekanntmachungen
M.  6172/2.  15.  K.R.  A.  vom  15.  März  1915,  betreffend  Vorratserhebung
und  Bestandsmeldung  über  Wolfram,  Chrom,  Molybdän,  Vanadium
und  Mangan,
M.  15/12.  15.  K.RN.A.  vom  15.  Dezember  1915,  betreffend  Beschlagnahme
von  Wolfram  und  Chrom  und  Hoöchstpreise  für  Wolfram,
M.  1/4.  15.  K.R.A.  vom  1.  Mai  1915,  betreffend  Bestandserhebung  und
Beschlagnahme  von  Metallen,
M.  122/8.  18.  K.  R.  A.  vom  1.  September  1918,  3.  Nachtragsbekanntmachung
  zur  Bekanntmachung  M.  1/4.  15.  K.  R.A.
werden  hiermit  aufgehoben.
Sparmetalle  dürfen  jedoch  nur  insoweit  verwendet  werden,  als  sich  Ersatzmetalle
nicht  verwenden  lassen.
Artikel  II.

a)  Es  werden  hiermit  aufgehoben:

Die  von  den  Kriegsministerien  ausgesprochenen,  den  Betroffenen  namentlich  zugestellten
  Sonderbeschlagnahmen  von  solchen  Metallen,  die  von  der  Bekanntmachung
M.  1/4.  15.  K.  R.A.  betroffen  wurden.

b)  Es  werden  hiermit  widerrufen:

Die  Einzelenteignungen  von  Metallen,  die  auf  Grund  der  Bekanntmachung  über
die  Sicherstellung  von  Kriegsbedarf  vom  24.  Juni  1915  (RG#Bl.  S.  352)  nebst  Abänderungen
  vom  9.  Oktober  1915  (Rl.  S.  645),  25.  November  1915  (REG#  Bl.  S.  778),
14.  September  1916  (Rl.  S.  1019),  4.  April  1917  (RüGBl.  S.  316)  und  der  Neufassung
  dieser  Bekanntmachung  vom  26.  April  1917  (RBl.  S.  376)  nebst  Abänderung
vom  17.  Januar  1918  (RG  Bl.  S.  37)  ausgesprochen  worden  sind,  insoweit  in  ihnen
auf  die  Metall-Meldestelle  der  Kriegs-Rohstoff-Abteilung  als  derjenigen  Stelle  hingewiesen
  worden  ist,  mit  der  wegen  Anfragen,  Freigaben  usw.  in  Verbindung  zu  treten
war.  Insbesondere  fallen  hierunter  die  Einzelenteignungen  von  Hausmetallen,  also
von  Metallen,  die  auf  Grund  der  Bekanntmachung  M.  325/7.  15.  K.R.A.  vom  31.  Juli
1915  und  M.  8/1.  18.  K.  R.A.  vom  26.  März  1918  beschlagnahmt  waren.

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Artikel  III.

Das  Einverständnis  mit  dem  im  Artikel  II  b  ausgesprochenen  Widerruf  der  Enteignungen
  wird  angenommen,  falls  nicht  bis  zum  15.  Januar  1919  durch  eingeschrie-