8.) Der Baseler Frieden und Danton’s Cteist. 228
der Dietate des Generals bei der schliesslichen Abfassung des
übermüthigen Berichts besonders betheiligt.
Der Minister war selbst in das Geheimniss eingeweiht und
beeilte sich, als der General sich durch seine Flucht ins
kaiserliche Lager unmöglich gemacht hatte, dem Verdacht gegen
die drei Commissäre zuvorzukommen. In seiner Zuschrift vom
5. April an den Convent, hebt er nicht nur hervor, dass dieselben
sich grossen Gefahren ausgesetzt und das Verdienst erworben
hätten, den grossen Verrath des Generals zuerst zu entdecken,
sondern bringt er auch die Erklärung in Vorschlag, dass sie
sich um das Vaterland verdient gemacht haben.
Das war dem Convent doch etwas zu stark und er begnügte
sich damit, seine Befriedigung über die Aufführung dieser Mitbürger
auszusprechen.
Allmälig kam der Verdacht, dass Proly ein fremder Spion
sei, doch zur Sprache; in der Sitzung des Jakobiner-Clubs vom
24. October 1793 machte der, gleichfalls als Verräther verdächtige
Desfieux für ihn geltend, dass man ihm das Verdienst, Dumouriez
zuerst denuncirt und dessen beabsichtigten Schlag vereitelt
zu haben, nicht vergeben könne.
In der Sitzung des Clubs vom 21. November führte aber
Robespierre gegen ilin den entscheidenden Schlag und bewirkte
seine, Dubuisson’s, Desfieux’ und Pereyre’s Ausstossung aus der
Gesellschaft. Die Unterredung, welche die drei Commissäre mit
dem General gehabt haben wollen und in ihrem Bericht schildern,
bezeichnet er als eine „angebliche,“ somit als freie Umarbeitung
eines ganz anders gemeinten Gedankenaustausches über die
damalige Situation. : Er erinnert daran, dass Proly der natürliche
Sohn des Fürsten Kaunitz ist, die geheime Leitung
des Jakobinerclubs an sich gerissen und die Contrerevolution
unter dem Deckmantel patriotischen Eifers organisirt hatte.
Proly hatte gegen fünfzig Volksclubs gegründet, um in seinem
Sinne die Jakobiner zu beeinflussen. Er widmete den Sectionsversammlungen
eine rührige Thätigkeit, besonders den Vereinen
der revolutionären Frauen, deren Vorsitzerinnen er emannte.
Er war der unsichtbare Sylphe, der sie alle inspirirte und die
dienstbaren, sichtbaren Sylphen unter sich hatte; letztere lieferten
die Heroinen, die bei grossen Festaufzügen auf den Kanonen
ritten, die Sprecherinnen der weiblichen Deputationen an der