Greneltaten nahm tellwelse der von einzelnen französischen und vor allem
von belgischen Linwohnern eröffnete Franktireurkrieg an, der nur durch
Bestrafung der betetligten Ortschaften eingedämmt werden konnte. Ich
erbat bei der deutschen Regierung, entsprechende Dorstellungen nach Haris
zu vermitteln, mußte aber leider bald erkennen, daß die ritterliche, den
Heeren früherer Seiten elgene Kriegführung gleich zu Beginn bei den Feinden
einem Dolkekrlege mit allen ihm elgenen Leldenschaften des Zasses und der
Grausamkelt gewichen war.
Der Nachrichtenauetausch mit den Cberkommandos der Nachbar—
Armeen, der 4. des Zerzogs Albrecht von Württemberg in Trier und
der 6. des Kronprinzen Rupprecht von Bayern, zeltigte schnell ein
volles Linvernehmen. Besondere Aufmerksambeit widmeten wir der Frage
eines vielleicht bald erforderlichen engen Zusammenwirkens mit der 6. Armee.
Nach den erfolgreichen Anfangsgefechten der 6. Armee auf lothringischem
Boden hatte sie durch vorzügliche Aufklärung die Versammlung
sehr starker feindlicher Kräfte aus dem befestigten Lager Toul — Nancy
heraus in der Linie Hont à Monusson — Raon l'Etape erkannt und rechnete
mit elnem Durchbruchsversuch überlegener Rräfte zwischen Metz und den
Vogesen gegen unsere linbe Seeresflanke. Die G. S. K. sah in solchem
VDersuch keine Gefährdung ihrer eigenen Offenstvoperation, vielmehr die
Möglichkeit, dem in Kothrlugen eindringenden Feinde frühzeitig eine entscheidende
Niederlage zu bereiten. Zu diesem Zwecke sollte die 6. Armee
allmählich auf die Saar ausweichen. Stieß der Gegner hinter ihr her,
so war ein doppelt umfassender Angriff gegen ihn geplant, durch die
7. Armee aus den Dogesen, durch Teile der §. Armee von Norden her.
Bei unserer persönlichen Rücksprache mit dem baperischen Rronprinzen und
seinem Thef in St. Avold wurde volle ÜUbereinstimmung in diesen Gedankengängen
um so mehr erzielt, als die im Ausbau begriffene Nied-Stellung westlich
Bolchen ein günstiges Zusammenwirken der 5. Armee mit der 6. Armee
versprach. Diese Nied-Stellung stand unter dem Rommando des Zöheren
Landwehr-Nommandeurs zu besonderer Derwendung r. 2, Generalleutnants
Franke, der die Armierung mit Zilfe von Z-tollarbeitern und der
schon erwähnten fünf gemischten Landwehr-Brigaden sowie von Metz
herangezogener Festungsgeschütze leitete. Bel der örtlichen Besichtigung der
Stellung in ihren Stärken und Schwächen und dementsprechender Artillerievertellung
fand der Plan der Seranziehung noch weiterer zwei gemlschter
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