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Vortung des Lyrischen.
Steigt auf die Hochwacht, blast in Euer Horn,
Daß es weit schmetternd in die Berge schalle
Und, jedes Echo in den Felsenklüften
Aufweckend, schnell die Männer des Gebirgs
Zusammenrufe! —
Kommt alle, kommt! Legt Hand an, Mänmer und Weiber.
Brecht das Gerüste! Sprengt die Bogen! Reißt
Die Mauern ein! Kein Stein bleib'’ auf dem andern!
Gesellen, kommt, wir haben's aufgebaut,
Wir wissen's zu zerstören! —
Zerstört dat Denkmal der Tyrannenmacht!
Ins Feuer mit ihm !
O mein Gebieter!
Gewalt, Gewalt geschieht uns, Agamemnon!
Gewaltsam reißt er deinen Brief mir aus
Den Händen! Menelaus will die Stimme
Der Billigkeit nicht hören und entreißt
Mir deinen Brief! —
Verräterei, Verräterei!
Aus, zu den Kühnen, an die Weser!
Setzt dem Verfluchten nach und bringt ihn her!
Auf, meine Feldherrn, meine Krieger !
Laßt uns den Strom sogleich der Weser überschiffen.
Die Nornen werden ein Gericht,
Des Schicksals fürchterliche Göttinnen,
Im Teutoburger Wald dem Heer des Varus halten!
Auf, mit der ganzen Macht, ihr Freunde,
Daß wir das Amt der Schergen übernehmen! —
Mein Fürst, die Hörner rufen dich! Brich auf!
Du darfst, willst du das Schlachtfeld noch erreichen
Nicht wahrlich einen Augenblick mehr säumen!
Quintilius, zu den Waffen, zu den Waffen!
Marbod ist übern Weserstrom gesetzt,
Auf weniger denn tausend Schritte
Steht er mit seinem ganzen Suevenheere da! —
Verräterei, Verräterei!
Marbod und Hermann steh'n im Bund!
Den Teutoburger Wald umringen sie,
Mit deinem ganzen Heere dich
In der Moräste Tiefen zu ersticken!
Mich faßt der Ahnung fürchterliches Beben,
Und Todesschauer dringt auf mich herein!