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Eindruck derselben erhoͤhen sollte, so war es seit dem sechsten
Jahrhundert, seit den Bemuͤhungen Gregors des Großen fasi
mit allen Theilen des Gottesdiensts. Ihm verdankt die Roͤ—
mische Kirche die gegenwärtige Form ihres Meßkanons, so
wie sonst die wichtigsten Theile ihrer Religionsceremonien.
Durch ihn wurden die heiligen Processionen erst recht aufge—
bracht; die Litanien, oder die besonderen Gebersformeln auf
alle Fesie und alle besonderen Gelegenheiten, die sich nur erdenken
ließen, kamen in öffentlichen Kirchengebrauch. Es
war im ganzen Aeußern des Gottesdienstes kein Schatten
der alten Einfalt mehr da, und auch Karl der Große gab sich
alle Mäöhe, die Kirchen seines Reichs wie im ganzen Geprän--ge
so besonders in Ansehung des Gesangs nach Rdmischer
Weise zu bilden. Es ist ein Beweis, wie man der ungereimtesten
Sache endlich so gewohnt werden kann, daß man sie
gar nicht mehr achtet — seit Gregors Zeiten wurde es bald
allgemeine Sitte, daß man dem lieben Gott das Gebet vorsang.
6. 25.
Schilderung der wichtigsten Umstände, wodurch die Schicksale der
Religion und Theologie im neunten Jahrhundert bestimmt
wurden.
Nichts mußte aber endlich mehr zum Verderben der Religion
und Dogmatik dienen, als daß die Cultur der Muttersprachen
so sehr hintangesetzt, und fast Alles nur immer
in denen einmal angenommenen Lateinischen Ausdrücken abgehandelt
wurde. Das Vaterunser, das Taufsymbolum lernte
zwar fast jede Nation auch in ihrer Muttersprache, und besonders
im neunten Jahrhundert wurden Anstalten gemacht,
daß in der Muttersprache gepredigt werden sollte, aber der
ganze Zweck der zwei wichtigsien Religionshandlungen,