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in manchen vorhergehenden Schriftstellern bei ähnlichen Verirrungen
noch fanden.
Die besseren Koͤpfe seines Zeitalters, Johann Scotus,
der scharfffunigste Philosoph, und Ratramnus, Mönch im
Kloster Corvey, widerlegten nebst vielen andern diese Meinung,
und vertheidigten wahrscheinlich die nachher Lutherische
Meinung von der Art der Gegenwart im heiligen Abendmahl:
aber der Strom war schon nicht mehr aufzuhalten,
die sinnlichere Meinung bekam mehr Anhänger, und man
sachte die Vertheidigung der vernünftigen Hypothese durch
schisame Folgerungen aus derselben recht verhaßt zu machen.
Wenn Brod und Wein auch im Abendmahl noch Brod und
Wein bleiben sollten, so müßten sic nach dem Genusse das
Schicksal aller menschlichen Nahrung erfahren: ob es aber
nicht gotteslästerlich sey, das von Brod und Wein zu sagen,
die Leib und Blut Christi sind? Stercoranismus hieß diese
Kegercibeschuldigung, welche immer eine Partie der andern
vorwarf, und keine der andern mit Recht vorwerfen konnte.
Es ist unglaublich, auf was für profane und alberne Fragen
die Mönche durch solche Streitigkeiten allmählig gericthen,
und wie sich nach und nach die Idee fesisetzte, daß das
beilige Abendmahl ein Opfer sey, das man Gott darbringe.
Schen diese einzige Mxrinung war eine Quelle der ungereimtrsten
Gewohnheiten, wodurch der ganze Jweck des Abendmahls
völlig verkehrt wurde.
Itzt hielt man häufig Abendmahl, ohne daß jemand außer
den Priestern dasselbe genoß (missac privatae solitariac)
denn dic Laien giengen jetzt meistens nur dreimal des Jahrs
au gewissen großen Festtagen zum Abendmahl. Oefter zu
gehen war beschwerlich kosibar, weil man nicht mit leerer
Hand erscheinen durfte, und die Abgaben an die Priester,