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das milde Klima begünstigen hier den Acker- und Gartenbau, der einen reichen Er-
trag an Getreide, Obst, Wein und Gemüse liefert. Blühende Siedelungen begleiten
den vielgewundenen Lauf des
Flusses: Haßfurt, Schweinfurt
mit Farb= und Stahlwerken
und ansehnlichem Vieh= und
Getreidehandel, ferner Kitzingen
mit schwunghaftem Weinhandel,
Ochsenfurt in überaus frucht-
reicher Gegend und vor allem
Würzburg (85 XT.), die Haupt-
stadt des Kreises Unterfranken,
Sip einer stark besuchten Univer-
sität, Hauptort des fränkischen
Weinhandels mit aufstrebender
Industrie (Schnellpressen). —
Unterhalb dieser Stadt um Eisgraben bei Fladungen (Rhöngebirge).
fließt der Main in einem nach
Norden geöffneten Viereck den Spessart mit seinen herrlichen Wäldern. In
üppiger Fruchtbarkeit schmiegt sich an dieses aus Buntsandstein aufgebaute
Gebirge das malerische Flußtal an, unter dessen Siedelungen Lohr mit nam-
hafter Holz= und Eisen-
industrie, Miltenberg und
Tschaffenburg (30 T.) mit
Holzhandel und Papier-
fabriken, hervorragen. —
Gegen Nordosten hin
schließt sich dem Spessart
das höhere und rauhere
Rhöngebirge an, auf
dem sich die Basaltmassen
des Kreuzberges (930 m)
und der Wasserkuppe
(9050 m) erheben. Den
Südostfuß des Gebirges
begleitet das liebliche Tal
der Fränkischen Saale
mit dem vielbesuchten
Wasserkuppe von Nordwest. Bad nissingen.
Die politischen Verhältnisse.
An dem Schwäbisch-Fränkischen Stufenland und der Schwäbisch-Bayerischen
Hochebene haben die Königreiche Württemberg und Bayern Anteil. Von Württem-
berg umschlossen wird das zur preußischen Rheinprovinz gehörige Hohenzollern.
Erdkundr für Bauerische Volks= und Mittelschulen. 2