— 281 —
ob die Ausfuͤhrung den Bestimmungen der ertheilten Genehmigung ent—
spricht. Wer vor dem Empfange der hierüber auszufertigenden Bescheinigung
den Betrieb beginnt, hat die im G. 147. angedrohte Strafe verwirkt.
eef die vorstehenden Bestimmungen gelten auch für bewegliche Dampfessel.
Für den Rekurs und das Verfahren über denselben gelten die Vorschriften
der S#. 20. und 21.
§. 25. Die Genehmigung zu einer der in den §##. 16. und 24.
bezeichneten Anlagen bleibt so lange in Kraft, als keine Aenderung in
der Lage oder Beschaffenheit der Betriebsstätte vorgenommen wird, und
bedarf unter dieser Voraussetzung auch dann, wenn die Anlage an einen
neuen Erwerber übergeht, einer Erneuerung nicht. Sobald aber eine
Veränderung der Betriebsstätte vorgenommen wird, ist dazu die Genehmigung
der zuständigen Behörde nach Maaßgabe der I##. 17. bis 23.
einschließlich, beziehungsweise des S. 24. nothwendig. Eine gleiche Genehmigung
ist erforderlich bei wesentlichen Veränderungen in dem Betriebe
einer der im S. 16. genannten Anlagen. Die zuständige Behörde
kann jedoch auf Antrag des Unternehmers von der Bekanntmachung
(§. 17.) Abstand nehmen, wenn sie die Ueberzeugung gewinnt, daß die
beabsichtigte Veränderung für die Besitzer oder Bewohner benachbarter
Grundstücke oder das Publikum überhaupt neue oder größere Nachtheile,
Gefahren oder Belästigungen, als mit der vorhandenen Anlage verbunden
sind, nicht herbeiführen werde.
Diese Bestimmungen finden auch auf gewerbliche Anlagen (§§. 16.
und 24.) Anwendung, welche bereits vor Erlaß dieses Gesetzes bestanden
haben.
§. 26. Sovweit die bestehenden Rechte zur Abwehr benachtheiligender
Einwirkungen, welche von einem Grundstücke aus auf ein benachbartes
Grundstück geübt werden, dem Eigenthümer oder Besitzer des letzteren
eine Privatklage gewähren, kann diese Klage einer mit obrigkeitlicher
Genehmigung errichteten gewerblichen Anlage gegenüber niemals auf Einstellung
des Gewerbebetriebes, sondern nur auf Herstellung von Einrichtungen,
welche die benachtheiligende Einwirkung ausschließen, oder,
wo solche Einrichtungen unthunlich oder mit einem gehörigen Betriebe
des Gewerbes unvereinbar sind, auf Schadloshaltung gerichtet werden.
§. 27. Die Errichtung oder Verlegung solcher Anlagen, deren
Betrieb mit ungewöhnlichem Geräusch verbunden ist, muß, sofern sie nicht
schon nach den Vorschriften der §§#. 16. bis 25. der Genehmigung bedarf,
der Ortspolizei-Behörde angezeigt werden. Letztere hat, wenn in
der Nähe der gewählten Betriebsstätte Kirchen, Schulen oder andere öffentliche
Gebäude, Krankenhäuser oder Heilanstalten vorhanden sind, deren
bestimmungsmäßige Benutzung durch den Gewerbebetrieb auf dieser Stelle
eine erhebliche Störung erleiden würde, die Entscheidung der höheren
Verwaltungsbehörde darüber einzuholen, ob die Ausübung des Gewerbes
an der gewählten Betriebsstätte zu untersagen oder nur unter Bedingungen
zu gestatten sei.
§. 28. Die höheren Verwaltungsbehörden sind befugt, über die
Entfernung, welche bei Errichtung von durch Wind bewegten Triebwerken
von benachbarten fremden Grundstücken und von öffentlichen