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Zur Erläuterung und Begründung seines Plans bemerkte
Hr. Reisacker, er sei bei seinem Entwurfe von der Ueberlegung
ausgegangen, daß die Ueberlieferungen des classischen Alterthums
das wesentlichste Bildungsmoment fuͤr die Jugend enthalten, und
daß er diejenigen Schüler, welche eine höhere Bildung erstrebten,
dieses Momentes so lange als möglich theilhaftig werden zu lassen
wünsche. Daher und weil erst der Ober-Secundaner die Fähigkeit
eines einigermaßen klaren Urtheils über den von ihm zu wit
lenden Beruf besitze, habe er in seinem Plan den Zeitpunct der
Bifurcation erst nach Prima verlegt.
Die Bifurcation habe den Zweck, für den, welcher sich einem
technischen Studium zu widmen wünsche, in der Real-Prima die
dazu erforderliche Grundlage zu geben. Daß er in der Real-Prima
das Lateinische und Griechische gänzlich habe ausfallen lassen, begründete
er damit, daß erfahrungsgemäß die Schüler in der Prima
vielfach bereits hinsichtlich einzelner ihnen nicht zusagender Lehrfächer
erschlafften; der vorgelegte Plan würde durch die Cewihrung einer.
Wahl zwischen beiden Richtungen den Zwang beseitigen, welcher
die Ursache der sonst leicht eintretenden Erschlaffung bilde. Sein
Plan schließe sich an die bestehende Organisation, insbesondere die
der Gymnasien an; die Aenderungen, welche in dem gymnasialen
Bildungswege von ihm vorgeschlagen seien, verfolgten den Zweck,
ohne Schädigung des Charakters der gymnasialen Bildung doch
der humanistischen Einseitigkeit entgegenzutreten. Vorausgesetzt sei
übrigens, daß neben den von ihm entworfenen Anstalten, Mittelschulen
von 6jährigem Cursus (nach dem Hofmann'schen Plane)
und Gewerbeschulen von 9 jährigem Cursus ohne Latein in der
Weise der beiden Berliner bestehen müßten.
Der andere Entwurf (Fritsche) ist folgender: