— 289 —
Gesetz-Sammlung
für die
Königlichen Preußischen Staaten.
Nr. 25.—
Juhalt: Haubergordnung für den Dillkreis und den Oberwesterwaldlreis, S. 289. — Gesetz, betreffend
bie Abänderung der Verordnung vom 17. März 1839, betreffend den Verkehr auf den Kunststraßen,
umd der Kabinetsorder vom 12. April 1840, betreffend die Modifikation des F. 1 der Verordnung vom
17. März 1839 wegen des Verkehrs auf den Kunststraßen, S. 301.
(Nr. 9220.) Haubergordnung für den Dillkreis und den Oberwesterwaldkreis. Vom
4. Juni 1887.
Wir Wilhelm) von Gottes Gnaden König von Preußen ꝛc.
verordnen, mit Zustimmung beider Häuser des Landtages Unserer Monarchie,
für den Dillkreis und den Oberwesterwaldkreis, was folgt:
KP. 1.
Hauberge im Sinne dieses Gesetzes sind die Grundstücke in den Gemarkungen
Dillbrecht, Fellerdilln, Ober= und Niederroßbach, Bergebersbach, Eibelshausen,
Mandeln, Offdilln, Rittershausen, Steinbrücken, Straßebersbach, Weidelbach,
Kirburg, Korb, Norken, Astert, Limbach, Niedermörsbach und Kundert,
welche gegenwärtig zu Haubergsverbänden gehören.
S. 2.
Die Hauberge bleiben ein ungetheiltes und untheilbares Gesammteigenthum
der Besitzer und behalten ihre bisberige örtliche Begrenzung, so lange nicht
Aenderungen nach Maßgabe dieses Gesetzes eintreten.
5. 3.
Dem Haubergverbande können durch Beschluß der Hauberggenossenschaft
andere zu ihrer Verfügung stehende Grundstücke einverleibt werden, nachdem dieselben
von allen darauf ruhenden Pfandverbindlichkeiten und sonstigen dinglichen
Lasten befreit worden sind. Auf Antrag der Genossenschaft ist die Einverleibung
im Stockbuche zu vermerken. Nach Eintragung des Vermerks unterliegen die einverleibten
Grundstücke den Bestimmungen dieses Gesetzes.
Ce. Samml. 1887. (Nr. 9220.) 49
Ausgegeben zu Berlin den 25. Juli 1887.