Wie mochte es erst am rechten Flügel unserer gewaltigen Dorwärtsschwenkung
bei der I. und 2. Armee aussehen? Diese bange Frage
wurde in meinem Stabe laut. Aber die Welsungen der G. -. K. forderten
Fortsetzung der Verfolgung zur Schädigung dee Felndes und Auenutzung
seiner bedrängten Lage durch restlose Inbesitzunahme des schwierigen
Argonnenwaldee.
So wurden für den 4. September angesetzt: Dae linke Flügelkorps
der 4. Armee (XVIII. R. 3.) über Oille fur Tourbe auf Dalmp, das
VI. A. R. über Darennes (West) — Vienne le Thäteau auf St. Mnehould,
das XIII. A.R. über Darennes — Tlermont auf Les Jelettes, das XVI. A. R.
über Avocourt auf Auzéville. Das Kavallerte-Rorpe sollte nun endlich
nach vorn gelangen und beiderselts der Argonnen über St. Ménehould
und Clermont verfolgen.
Das VI. R. R. hatte in Gegend der Forges-Bach-Uinie die Verbindungen
der Armee gegen Unternehmungen von Verdun her zu schützen,
während die Landwehr als Armeereserve von Stenapy westlich der Maas
entlang über Montigny folgen sollte. Estlich der Maas lagen das
V. R. K. in der Gegend von Damnpillers, das V. A. K. und die ZSauptreserve
Metz um Spincourt und weiter südlich ihren bisherigen Aufgaben
des Abschlusses der Festung und der Derbludung mit Metz ob. GElücklicherweise
verhielt sich die Besatzung von Verdun im Vergleich zu ihrem
Akbtionsvermögen ziemlich passiv, obgleich sie unbeschränkte Derblndungen
mit ihrem Sinterlande hatte. Die 5. Armee sollte nach den Weifungen
der O. H. A. gleichzeiltig mit dem weiteren Dordringen ihrer ZSauptkräfte
durch die Argonnen nach Süden den Abschluß der Festung
vollenden. Dazu beabsichtigte sie, das V. A. R. von Osten her die Côötes
Lorralnes südlich Verdun in Besitz nehmen zu lassen. Nach Wegnahme
der mittleren Maags-Forts von Tropon bie Camp des Romains bei
St. Mibiel sollte das Rorps sich dann über den Fluß mit jenen KRräften
die Sand reichen, die westlich und südwestlich der Festung stehen blieben.
Je eingehender die mit der Abschließung beauftragten Truppen über den
damals noch sehr unzureichenden Armierungezustand der Festung Derdun
selbst berichteten, um so schmerzlicher bedauerte das Oberkommando, daß
ihm besondere Angriffsmittel an Truppen und Material nicht zur Verfügung
standen. Die Armee war und blieb dauernd behindert und
geschwächt durch die Gefahr von Derdun. Welch ein Riesenerfolg wäre
Hronprinz wilbelm, Meine Erinnerungen. 65