Metadata : Gesetzsammlung für das Fürstenthum Reuß Älterer Linie. 1853. (2)

Dlie  Bestellung  elnes  Huͤlsopfandrechts  an  der  Substanz  von  Lehnguͤtern  un
ebenfalls  sediglich  durch  richterlichen,  von  Fuͤrsllicher  Landesregierung  als  Lehnsku
erehellenden  Ausspruch;  doch  haͤngt  es  von  dem  Ecmessen  der  letteren  ab,  ob  sie  u
elner  Allodlalschusd  ein  solches  Pfandrecht  einraͤumen  wolle.

g.  10.

Nach  erfolgter  Hülssvollstreckung  ist  dem  Schuldner,  sobald  der  Gläubiger  um

Werckußerung  nachgesucht,  hlervon  Nachricht  zu  geben  und  ihm  zu  erössnen.,  daß  mie  der

ineiri  Versteigerung  des  Hülssgegenstondes  ohne  Welkeres  werde  Verfahren  werden,  wenn  er

usche  seinen  Gläubiger  binnen  vlergehn  Tagen  befrledige.
9.  11.

Die  blsber  bestandene  Anberaumung  eines  vorgängigen  Anblecungstermins  sälle
künsilg  weg;  vlelmehr  ist,  wenn  der  Gläublger  nach  Ablauf  der  vorgedachten  vierzehnn

  4  E7t2n  tägigen  Felst  anzelge,  daß  er  ulchr  befriedigt  worden  sel,  dle  wirkliche  Subhastorlon  In

folgender  Maaße  ohne  Ansland  einzuleiten.

Es  wird  eine  gerlchtliche  Bekanntmachung  der  oͤffentlichen  Fellbletung  entwotfen,
in  welcher  elne  moͤglichst  genaue  Bezeichnung  der  zu  versteigernden  Immobilien,  der
bauptsaͤchlichsten  dem  Gerichte  bekannten  darauf  ruhenden  Berechtlgungen  und  Oblasten,
Angabe  des  Orts  und  der  Zell  der  Versteigerung  enthalten  seyn  müssen.

Diese  Bekannemachung,  In  welche  übrigens  das  Gericht  noch  jede  weltere  Bemerkung
  von  besonderem  Interesse  sür  den  Kaufliebhaber  oufnehmen  kann,  wird  om  Gerichtssihe
  oͤssentlich  angeschlagen  und  deren  wesentlicher,  moͤglichst  kurz  zu  follender,  Inhalel

  Male  im  Amts=  und  Verordnungeblatte,
zwel  Male  in  einem  benochborten  Provinzlolblar#,
und  wenn  es  sich  um  elne  bedeutendere  Besihung  oder  ein  —  handell,  außerdem
no
zwel  Male  in  der  Leipziger  Zellung
elngerückt.

Hat  das  Gerlcht  selnen  Sle  nlcht  an  dem  Orte,  in  dessen  Flur  das  zu  verslelgernd=Geundstück
  liegt,  so  ill  aussecdem  noch  ein  Exemplar  der  Bekanntmachung  an  der  Woh  ·
nung  des  Rlchters  oder  an  einem  sonst  geelgneten  Plahe  des  betressenden  Octs,  und  bel
Subhastationen  staͤdtischer  Grundstuͤcke  am  Rathhause  anzuschlagen.

Auch  blelbt  es  dem  tlchterlichen  Ermessen  anhelm  gestellt,  nach  Beschassenhelt  der
Umslaͤnde  eine  anderwelte  Vervlelfaͤltlgung  der  Bekannimachung  durch  den  Abdruck  in
noch  anderen  als  den  oben  bemerkten  öffentlichen  Blätkern  oder  in  sonstizer  zweckdlenlscher
Welse  Ju  versügen.