Metadaten : Leitfaden für den Unterricht in der Befestigungslehre und im Festungskrieg an den Königlichen Kriegsschulen.

Feuer  genommen  werden  kann.  Durch  das

neinanderlegen  zweier  bastionierter  Fronten  entstehen
lünettenförmige  Bastione  (d  ef  gh).

Bastionierte  und  tenaillierte  Fronten.

Der  tote  Winkel  vor  der  eigenen  ·  laute  läßt  sich  nur  durch  niedere  Grabenflankierung  beseitigen,
  indem  man  unter  dem  Walle  Hohlräume  —  Flankenkas  ematten  —  anlegt.  Diese  sind
aber  in  der  Längsrichtung  des  Grabens  dem  feindlichen  Feuer  ausgesetzt,  so  daß  man  sie  nur  auf
Linien  verwenden  kann,  die  durch  ihre  Lage  zur  Angriffsrichtung  hiergegen  geschützt  sind,  z.  B.  Kehllinien
  der  Forts  (Bild  93).

178.  Die  tenaillierte  Front  (a#f)  besteht  aus  zwei  Linien  (ai  und  it),  die  sich  gegenseitig
flankieren,  also  wenigstens  unter  einem  Winkel  von  90  zusammentreffen  müssen.  Jede  Linie  ist  zugleich
  Face  und  Flanke.

179.  Da  das  Brechen  der  Linien  in  bastionierte  oder  tenaillierte  Fronten  stets  eine  Beeinträchtigung
  der  frontalen  Wi  herbeiführt,  während  eine  gerade  Linie,  die  rechtwinklig  zur  voraus-Lirkung


sichtlichen  Richtung  des  Angriffes  liegt,  diesem  auch  am  wirkungsvollsten  entgegentreten  kann,  ordneb
man  in  neuerer  Zeit  #  *  lange  unter  einem  stumpfen  Winkel  zusammenstoßende  —  polygonale  —
Fronten  an  (Bild  97).  ie  größte  Länge  einer  solchen  Front  beträgt  2.  450  =  900  m.

Erabenn  wehten

Grabenwehren.  Sie  wurden  früher
m  Schutze  gegen  das  feindliche  Artillerieichpunkte
  der  Linien  (Bild  97)  gelegt.  Dem-Soer
  es  die  feindliche  Schußrichtung
re  Grabenwehren  verwendet.  über  ihre

V  Verwentung  bei  nassen  Gräben  vergl.  182,  vor  lebter  abs  atz.