614 Die persönliche Klage des Gläubigers gegen den Uebernehmer. (6 140.
2. Umfang der 2. Der Beklagte übernimmt die Hypothek in Anrechnung auf den
Vexpflichtung
des
Uebernehmers.
3. Einreden
des Eigenthümers
gegen die
persönliche
Klage.
Erwerbspreis und tritt daher in die persönliche Schuldverbindlichkeit
seines Veräußerers nur soweit ein, als dieselbe Grundlage der Hypothet
ist und deren Befriedigung bezw. Sicherung durch das Grundstich
bewirkt werden soll. Daraus folgt, daß die zu der übernommenen
Schuld gehörigen Zahlungsmodalitäten und Nebenverpflichtungen
mitübernommen worden sind in denjenigen
Grenzen, welche durch die Eintragung derselben bezw. durch
die in Bezug genommene Eintragungsbewilligung gezogen
sind. Ist z. B. neben der Hypothek für bedingte Nebenverpflichtungen,
welche zu derselben stipulirt sind, eine besondere Kautionshypothek
bestellt und eingetragen, so folgt deren Uebernahme nicht ohne Weiteres,
sondern es müßte nachgewiesen werden, daß der Wille der Parteien
auf Mitübernahme derselben gerichtet war und durch die erklärte Uebernahme
der Hypothek mitausgesprochen sein sollte.)
Auf ein Mehr als die hypothekarische Schuld kann die Uebernahmeabrede
im Zweifel nicht gerichtet sein, vielmehr müßte eine
besondere Vereinbarung nachgewiesen werden. Die bloße Klausel:
„Der Erwerbspreis wird dadurch belegt, daß .. . ... die Hypotheken
in Anrechnung auf den Kauf= bezw. Erwerbspreis übernommen werden",
kann nur so ausgelegt werden, daß die hypothekarische Schuld nach
Maßgabe ihrer Eintragung übernommen sein sollte.
Zins= und Zahlungsmodalitäten, welche aus dem Grundbuch oder
der Eintragungsbewilligung nicht hervorgehen, können nur dann als
mitübernommen zu Gunsten des Gläubigers angesehen werden,
wenn dies in dem Schuldübernahmevertrag ausdrücklich vereinbart ist.
3. Der Uebernehmer kann dem Gläubiger, wie § 417 B. GV.
ausdrücklich ausspricht, die Einwendungen entgegensetzen, welche sich
aus dem Rechtsverhältnisse zwischen dem Gläubiger und dem bisherigen
Schuldner ergeben. Aus dem der Schuldübernahme zu Grunde
liegenden Rechtsverhältnisse zwischen dem Uebernehmer und dem bisherigen
Schuldnerkann Ersterer keine Einwendungenherleiten (R.E. 33 S. 184).
Die Zulässigkeit der Einwendungen wird aber dadurch begrenzt, daß
sie sich auf die Schuld als solche beziehen müssen, nicht aber, wie die Geltendmachung
der Aufrechnung, nur in der Person des Urschuldners wurzeln
dürfen. Dieser für das bish. Pr. Recht in Geltung gewesene Grundsatz)
6) Vgl. R.E. B. 30 S. 288, 293, 294.
6) Vgl. Oberneck S. 137 Anm. 5.