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Auch eine unregelmässige Steigerung findet sich,
d. h. die Steigerungsgrade werden von einem anderen
Stamm gebildet wie der Positiv:
gut = guot — bezzer (got. batiza, St. bat-)
bezzest, beste
schlecht = ubil -—- wirse (engl. worse) — wirsest
(engl. worst)
gross — michel -— mörer (got. maiza) — meiste
(got. maists)
klein = lützel — minner (lat. minor) — minnest
(nhd. windtest).
Adverbia. Die ahd. Adverbialendung o ist zu e verblasst:
höch — höhe. Die Adjektiva der alten ja-Klasse
enden schon auf e (s. oben); ihr Adverb unterscheidet
sich aber durch das Fehlen des Umlauts
vom Adjektiv: schoene - schöne, süeze — suoze.
Die Bildung des Adverbs mittels des Suffixes
liche, zu der sich im Ahd. erst die Ansätze finden,
ist im Mhd. sehr verbreitet: saelec ‚selig‘ — saelecliche.e.
Im Nhd. ist sie bekanntlich wieder im
Verschwinden begriffen (s. $ 9, S. 63f.). Die Steigerungsgrade
des Adverbs haben keinen Umlaut, sind
aber sonst denen des Adjektivs gleich: höhe —
“ höher —- höhest.
Fürwörter. Die persönlichen Fürwörter sind in der Hauptsache
den ahd. Formen mit lautgesetzlicher Entwicklung
der Endungen gleich, nur beginnt bereits
der Acc. Plur. unsich zu schwinden, dafür tritt die
Dativform uns ein.
Zahl- Auch bei den Zahlwörtern kommen, ausser
wörter. den lautlichen Veränderungen, keine bedeutenden
Neuerungen vor; für ahd. zehanzug tritt nunmehr
hundert auf.