Nummer 2368
8 Frruppenkandungen
werden fortgeseht.
openhagen, 8. Olt. Pariser Meldungen
zufolge sind bisher 50 000 Mann in Saloniki
gelandet. Die Truppenlandungen werden entgegen
anders lautenden Meldungen fortgesetzt.
Forlwährend treffen neue Truppentransportdampfer
in Saloniki ein. (Z.)
Die Tüctei un Veilrieg
Eine Rede Enver Paschas.
Konstantinopel, 8. Okt. (Verspätet wingetroffen.)
Die Kammer hielt am 5. Oktobe
eine denkwürdige Sitzung, die den Verucheen
der Nation neue Gelegenheit bot, ihre grohe
Begeisterung auszudrücken, die die heldenhaften
Taten der türkischen, deutschen und österreichischungarischen
Armee bei ihnen hervorrufen, sowie
ihre volle Danlbarkeit gegenüber den türkischen
Soldaten und der gegenwärtigen osmanischen
Negierung auszusprechen. Das Hauptinteresse
der Sitzung lag einerseits in der Rede des Präsidenten
Halil Bey, dessen ergreisende Worte
im ganzen Saale vaterländische Begeisterung
hervorriefen, andererseits besonders in der Rede
des Kriegsministers, Vizegeneralissimus Enver
Pascha, der in diesem entscheidenden Augenblick
des Weltkrieges zum erstenmal das Wort ergriff
seit Anfang des Krieges. Der Kriegsminister
führte aus:
Inzwischen bereileten sich wichtige Ereignisse
an den Dardanellen vor, aber vorher unternahmen
wir einen Zug nach Aecgypten. Nach
den vorbereitenden Schritten für diese Expedition,
die für unmöglich gehalten wurde, übersritten
wir den Sinai und besetzten das Gelände
in der Umgebung des Kanals, das für
die zulünftigen Operationen für unentbehrlich
erachtet wird. Wir erkannten den Plan des
Keindes und trafen Gegenmaßregeln. (Beisall.
Diese Unternehmung gab uns die feste Ueberzeugung,
daß die Expedition gegen Aegypten
moöglich ist und daß sie von einem vollen Ersolg
gekrönt sein wird. (Lebhafter Beifall.,
Den Franzosen und Engländern gelang es
Uioher nicht, ihre Ausgabe zu ersüllen, trotz der
tbaren. Mittel, über die sie verfügten. Es
wed ihnen auch ferner unmöglich sein, in ihrem
Umernehmen Erfolg zu haben. (Lebhafter Bei-„all
Während der Dardanellenschlachten blieb
der türkische Soldat mil der Wasse in der Hand
unerschütterlich unter dem feindlichen Artillerieseuer
von zwanzig= bis dreißigsacher Uebermacht,
erwartete lächelnd den Angriff des Feindes
und brachte ihm schliehlich den Jusammen=Lruch.
(Beisall, Ruse: Es lebe unsere Armee!
Nach unseren Berechnungen benutzte der Feind
ungejähr 500000 Mann für die Angriffe. Ungefahr
die Hälfte dieser Zahl liegt auf der
Gullipolihalbinsel begraben, der Nest ist verwundet
zurückgetehrt. Wir erfahren, daß ein
n#r Erxeignis die schon erschütterte Hoffnung
des Feindes vernichtet hat, der schon einen Teil
seiner Kräste zurücknimmt. Wie ich Ihnen schon
sagle, war es uns unmöglich, auf allen unseren
0 renzen gleich starl zu sein, da nur das End.
riel dieses Krieges für uns in Betracht lam,
sonn hätten wir keinen Ersolg erzwingen lönnen.
Aur diesem Grunde wurden einige Gebietle des
Meiches dem feindlichen Cinbruch ausgesetzt, aber
ich lann mit Ueberzeugung behaupien, daß wir
vor dem Hriedensschiuß den Feind aus diesen
Cehieten vertreiben. (Lebhafter Beifall. Gegenwärtig
lämpsen drei verbundete Heere siegreich
gegen acht Verbündete. Mit Gotles Hilfse
werden sie den Endsieg erringen. (Lebhafter,
wiederholter Beifall.
Da das, was von den Balkankriegen ubrig
blieb, unbedeutend war, anderseits unsere Verbindungen
nach außen abgeschnitten waren, begungten
wir uns selbst mit den Erzeugnissen
unieres Landes. Ich habe Ihnen mitgeteilt,
daß die Unterbrechung der Verbindung. die
leine Gesahr bedeuten würde, selbst wenn sie
andauerte, schließlich verschwinden wird. Injolgedessen
wird der Bedarf unseres Heeres an
Wassen und Munition und Sonstigem sichergeellt
werden. Die Armce wird stärker aus-Ferü#et
und bewaffnet sein. "
à #
der IEIIII
Die englischen Verluste an den Darßen.
NRolterdam, 8. Olt. Wie man aus London
meldet, teilte Saatsselretär Tennant im
Unterhaus mit. daß gegenwärtig 50 englische
Traneportdampfer damit beschäftigt sind, die
Kranken und Verwundeten aus Gibraltar, die
aus den Kämpfen an den Dardanellen stammen,
nach England zu bringen. Tennant erllärle,
salls sich diese Anzahl Dampfer als zu
gering erweisen sollte, würden weilere in Dienst
FKltellt. Wenn man bedenkt, daß in den letzten
Wochen keine nennenswerten Kämpfe auf
Gallipoli stattgefunden haben, kann man sich
ein ungefähres Bild machen, welche schweren
Opfer den Engländern die seinerzeit immer wieder
erneuerten Angrifse gegen die türlischen
Stellungen kofleten. (3.)
Dei Eroberer von Warschan.
Prinz Leoboid von Bayern X im Schützengraben.
Soz ale Rundschau.
Rosenheim, 9. Cit. Ueber die Anwartschaften
der bayer. Berg., Hütten= und Sa-Hnar
beiner im Krieg lesen wir in der „„M.
. A.“: Um zahlreichen Anfragen und Anre-Mnoln.
aus Arbeiterlreisen innerhalb unierer
Verg-, Salinen, und Hütlenverwallung gerecht
zu werden, sei mitlgeleill, daß Landtagsabg.
Bühler, der seit Jahren für die liberale Fraltion
die in das Gebiet der Berggesetzgebung
einschlägigen Fragen sachlundig vertrim, gleich
bei seinem ersten Eintreffen in München in dem
Ministerium des Aeußern, zu dessen Ressort das
Kapitel „Verggesengebung“ gehört. vorsiellig
wurde. Angesichte der Tatsache, daß für eine
große Anzahl von Knappschaftelassenmitgliedern,
die zu Kriegs-, Sanitäts= und ähnlichen
Diensten einberufen jind, die Gefahr besteht.
daß für sie die mit dem Ausscheiden aus der
Beschäfligung gesetzlich verbundenen Folgen eintreten,
daß sie insbesondere die bis zum Kriegsausbruch
bei ihren Vereinen erworbenen Anwartschaften
verlieren, betonte der Abgeordnele
die unbedingte Rotwendigkeit der alsbaldigen
Vorlegung eines Gesetzentwurfes seitens der K.
Staatsregierung, durch welchen den besichenden
Cesahren vorgebengt werde. Der betresfende
Ministerialreserent konnte dem Abgeordneten,
der in der Aussprache auch auf das diesbezugliche
gesetzgeberische Vorgehen anderer deutscher Bundeostaaten
hingewiesen hatte, die bestimmte Erllärung
geben, daß die K. Staatsregierung
den gleichen Standpunlt einnehme und daß demzufolge
der Gesetzentwurf schon in den allernächiten
Wochen dem Landtag unterbreilet werde.
Die beteiligten Arbeiterkreise und deren Familien
mögen also ohne Sorge in die Zulunft
blicen, zumal erwartet werden darf, daß beide
Kammern des Landtags in voller Einmütigkeit
den Gesetzentwurs mit Rückwirkung ab 1. Augqust
1913 annehmen werden.
Der Hagel im Jahre 1915.
München. 7. Olt. Nach dem Jahresbericht
der K. Verticherungskammer, Abteilung für Hagelversicherung.
beung im gegenwärtigen 32.
Versicherungejabhre die Jah der Versicherten
172056 gegen 1726061 im Vorijahre, die Ver
sicherungesumme 311½883 950 Mark gegen
318 410 860 Mk. im Vorjahr. An 83 Tagen
wurden in 2 77 Källen 13.302 Mitglieder in
1698 Gemeinden *. 1300 Gemeinden ein
mal, 237 zweimal, 55 dreimal, 8 viermal und
1 fünfmal verha: eli und 192 Nentamtsbezirle
von Hagelschaden betrofjen. Die 83 Tage ver
leilen sich wie folgt: April 2. Mai 13. Juni
17, Juli 26, Augun 21. Sertember J. Als
Hageitage mit meh alo 11011111 Ml. Schaden
werden hervorgehoben: 13. Mai mit 131 I17
Marl, 4. Juni mil 181 35½ Mil., 11. Juni
mit 195 603 Ml., 7. Zuli mil 327138 Mt.,
23. Juli mit 521969 Mi., 11. August mit
265 945 Mk., 16. Augun mit 195 746 Ml.,
10. August mit 106 471 Mk. Die Sachverftän
digen schätzten die Schäden im allgemeinen ohne
Anstand. Der diesjährige G esanithagelschaden
beträgt mit einem Zuschlage für etwa noch ansallende
Schäden 32/½0000 Mk. Die Jahresbeiträge
sind 5035046 Mk.; hiervon werden
zu Beitragserleichterungen für Anstaltemilglieder.
welche bisher mehr an Beiträgen gezahlt
als an Cntschädigung erhallen und im laufenden
Jahre keine Emischädigung beansprucht haben,
rund 565 000 Mk. für 1916 zurückgeslellt:
mit Einschluß von 10000 Mk. Zinsen aus lau
sender Rechnung bleiben sonach rund 4 43½0 1110
Mark und nach Decung der Verwaltungskonen
zu 380 000 Mk. rund 4 100000 Mk. Hiermit:
können die Entschädigungen voll ausbezahlt v##rden;
der Ueberschuß von 9000000 Ml. fließt
in den Reservefonds, der sich hiedurch und durch
seine sonstigen Einnahmen um rund 1.,60 Millionen
Mark erhöht.
r- .
HONIGBIENE-as
Canoͤshut, 8. Olt. Ein auhergewöhnlicher
Wohltäter unserer Stadt, Großkaufmann Joseph
Schütz in Bayreuth, ist gestorben und
wurde im städt. Friedhofe dahier an der Seite
seiner Eltern, der Postoberkondukteurseheleute
Schüt, zur letzten Ruhe gebracht. Wie Oberbürgermeister
Marschall am Grabe namens der
-Stadtgemeinde und als Testamentsvollstrecker
seines Nachlasses mitteilte, hat der Verlebte
all diesen Vereinen und Wohltätigkeitsanstalten
nnierer Stadt große Legate (dem Vernehmen
nach über 40000 Mk. zugedacht und nach Wegrichtung
derselben, sowie größerer Zuwendungen
an seine Verwandten und an die Bayreuther
Anstalten auch sein restiges Vermögen der Stadt
Landshut für wohltätige und gemeinnützige
Zwetke als seiner Erbin überlassen.
Hasing, 8. Oll. Zwei Geschwister, der 11
Jahre alie Sohn und die 12 Jahre alte Tocher
Krieda der in München wohnenden Werkmeisterswitwe
Reiter srielten nmährend eines Besuches
bei Belannten mit einem geladenen Revobve;
Dabei ging ein Schuß los und traf
das Mädchen in den Hinterkopf. Es ist vergangene
Nacht der Verletzung erlegen.
Grenzlande.
Kufstein, 8. Okt. Eine Weinpreiserhöhung
in Kusstein wurde in der kürzlich hier stattgefundenen
Versammlung der Gastwirtegenossenschaft
beschlossen. Darnach lostet das Viertei
Rotwein nunmehr statt 26 Heller 30 Heller.
Bauerisches ——
Vrannenbarg, 8. Okt. Seit 19. September
il der Oekonom Sebastian Eiblwieser von
Bramnenburg. abgängig. Er ist mittelgroß. bartos,
(3 Jahre alt und trug graue gose, Loden
joppe. Schunrschuhe und weißes Hemd. Für
Ausfindigmachung sind 25 Nr. Beloh
ieine
ung ausgesetzt.
Dausham, 83. Olkt. In der Grube des
Klenzeschachtreviers brach gestern vormittag ein
Abbau zusammen. Die vier dort beschaftigten
Vergleute wurden verschütiet, kamen jedoch mit
leichten Verletzungen davon.
Verchtesgaden, 8. Olt. Das am Furstenstein
gelegene Lehrererholungsheim des Vayer.
Lehrervereina wird gegenwärtig durch Baumeirer
Jos. Amort vergrößert und soll bis zum
räch'tten Frühjahr fertig werden. Durch die Ver-Sröberung
werden zwolf gegen Süden gelegene
Himmer und sechs weitere Näumlichkeiten gewonnen.
Der als Flügel hinter dem jetzigen
Gebäude gedachte Anbau kommt ohne Licht= und
DHampfheizungsanlage auf eitwa 23000 Mk. zu
stehen.
—
5½5%n
2½3½
inait
Unsere Kriegs- und Kluilgefangeren.
Kriegsgesangenen hilfreich beistehen, ist doprelle
Veranlasung. Viele find wahre Helden.
Sie haben Leben und Freiheit rücksichtlos eingesetzt,
und wälrrend alücklichere Kameraden zuülehrten
und die sosorlige Belohnung ihrer
Laxferkeit empfingen, mußten sie die geliebte
Waffe niederlegen, sich durchsuchen. oft unwürdig
behandeln, manchmal von einem verhetzten
Pobel mißhandeln lassen, hilf# und wehrlos
oft Not leiden bis zur Ankunft im Gefangenenlager.
Welche Seelenqualen für die Tapferen!?
Und sind sie erst gar verwundet oder leidend,
wer vermag zu schildern, was sie dulden! Dabei
werden sie sirengstens von allen Nachrichten
aus der Heimat ferngehalten. alsichtlich mit
salschen, schlimmen Nachrichten bedient, müssen
vit schwer arbeiten bei mangelhafter oder ein
seiliger Ernährung oder Hunger leiden, wenn
sie sich nichi um teures Geld etwas kaufen
lonnen oder dürsen.
Nicht viel ander- ergeht es den Zivilgesanbenen.
Ee sind meist tüchtige Menschen, die
ale Deutsche und Oesierreicher im Ausland von
dessem herben Schicksal betrofsen wurden, viele,
die durch ihre Weltkenntnis und Erfahrung einen
wertvollen Bruchleil des Deutschtums darstelien,
der uns auch innerlich nicht verloren gehen
darf. Sie sind entblöht von allem, denn ein
durch die feindliche Hetzpresse aufgestacheller
herzloser Pöbel hat sie beraubt, verjagt, geguält
und an Leben und (besundheit geschädigt
in unmenschlicher Weise. Sind sie getrennt von
Sonniag, 10, Okteber 1913
den Ihrigen, von Weib und Kind, so zerwühlt
die Sorge um deren Schicksal die geängstigte
Seele; teilen sie die Gefangenschaft mit ihnen,
peinigt das sichtbare Elend das Vater-, Mutter-
oder Gattenherz. Sie leiden oft namenlos,
Kriegs- und Zivilgefangene, besonders dann,
wenn ein unmenschlicher oder unsähiger oder
gewinnsüchtiger Kommandant des Gefangenenlagers
unumschränkte Gewalt hat. Die zurückgelehrten
Austauschgefangenen berichten teilweise
traurige Dinge. Es ist nur zu hoffen, daß die
Beschwerden auch eine wirkungsvolle Abhilfe
erzielen. Was alles da berichtet wurde, ist kaum
zu glauben und zu verstehen.
Deshalb ist es Pflicht unser aller, die in
der Heimat zurückgeblieben sind, diesen Unglucklichen
ihr hartes Los zu erleichtern, ihre Gesundheit
vor dem russischen Winter zu jchühen.
Darum tut morgen Eure Hand auf!
2 «
Dank der resti —— in
als sie dle — *
von der Heimat aus u dem.
9 Mt en, daß sie
öltigsten ver 2 werden
In rauhem Erze —* der Krieg gezogen,
Und unter seinem Tritt erdröhnt die Welt.
Des Volkes Blüte, jugendfrische Wangen
Sah man hinauszieh'n auf das Ehrenfeld.
Der frohen Rücklehr hoffnungsfroh Warlangen
Bei vielen, ach, hat es der Tod zerschellt
So mancher auch, wie tapfer er gerungen
Sitzt fern gefangen vom Ceschick bezwungen.
Er ist entrückt des Krieges wilden Wehen
Und weiß es nicht, wie drauß der Würscl jällt.
Fragt bangend sich, was wird noch all geschehen,
Wie wohl wär mir, ständ kämpfend ich in Feld.
Der Heimat Bilder lachend vor ihm üehen.
Liegt er die Nächte schlummerlos im Zelt.
Und Zweifel trübt der Hoffnung frohen
Schimmer:
Die Heimat, ach, sie denkt wohl meiner nimmer.
Doch siehe da: der Freude goldner Morgen
Hat plötzlich sich dem Frühling gleich genaht.
Der Heimat zartes liebereiches Sorgen
Zerstreut, verweht des Zweifels dunkle Saat.
Ach könnte man doch Engelszungen borgen,
Zu schildern, wie so wohl die Volschait tat.
Nein, niemand kann das Glüd ermessen,
Das Baterland, es hat uns nicht vergessen.
Wie strahlt der Liebe Sorgfalt uns entgegen,
Nur Lieb und Sorgfalt solche Gaben fand.
Wir seh'n im Geiste alle Hände regen.
Darunter manche liebe Mädchenband.
Vergelt es dir des Himmels reichiter Segen.
Was du uns tatst. du liebes Vaterland!
Und blüh'n des Wiederiehens Hoffnungsranken,
Dann wollen wmir's durch euige Treue danken.
——-—*lä 1
Rosenheim, 98. Oliober.
Auf dem Felde der Ehre gefallen:
Michael Buchauer. Bauerssohn von Schöffau,
Pf. Törwang, Unterjäger: Martin Eioner,
Zanklbauerssohn in Högling. Gefr. im 3. Juf.
Rat., Inhaber des Eisernen Kreuzes und der
würtlemb. silbernen Tapferleilemedaille: Micha!
Kraus, Schweizer in Marlrain, Inf. im
1. Landwehr= Juf. Rai.: Georg Küchhaber, Baklersfohn
von Vagen. Landflurmmann im 3.
Ref.-Inf.-Rgt.; Crorg Rappl. Soldat im 12.
Reis.-Jnf.-Rat
MMWeich#n ngenim Felde. Das Eiterne
Kreuz wurde verlichen dem O berleutnant Amon
Kock (Rosenheim des Landwehr Trai# 1. Auf.
gebots und dem Stadsveterinädr Kari Neinmann
(Rosenheim'. Der Einjährig-FSreimillige Willi
Binder, Sohn des Kgl. Ilutmeiters Laver
Binder in Rosenheim, zurzeil Keldwebel Leut
nant und Offiziersa##pirani, wurde mir dem Ti#e#
nen Kreuz ausgezeichnet. ODem Ockonomen Bernhard
Hoiß aus Dettendorj, BA. Ebers#erg.
wurde das Verdienlrenz #3. Klasse mit der
Krone und mit Schwertern verliehen. Er iteht
als Unteroffizier in der Hußz-Art. Landiturm—
Batlerie Germereheim 2.
Nachmusterung der Reichsdeutschen
in Tirol. Vom kais. deutschen Koniulat in
Innsbruck wird verlautbart: In (Gemäßheit
des Gesetzes vom 4. Sepitember 18915 haten
sich sämtliche am 8. September 18770 und ipaler
geborenen, als dienstundranchbar ausgemustertlen
oder als dauernd ganz invalide oder dauernd
garnisonsdienftunfähig aus dem Heere und der
Marine entlassenen Wehrpflichtigen. die in Tirol
und Vorarlberg sich aufhalten. sich mundlich
oder schriftlich bei dem kaiserlichen Komnlat
in Junsbruck zur Eintragung in die Linen in
melden. Die Nachmunerungen werden in Jnnsbruck.
Meran und Feldkirch abgehalten und die
Termine hierzu seinerzeit bekannt gegeben. Eine
Rückkehr in die Heimat hat erst zu erfolgen,
nachdem die Nachmusterung die Kriegsvermen-.
dungsfähigkeit ergeben hat. Wer die Anmeldung
unterlaßt, oder in dem bekanm gegebenen
Termine zur Nachmusterung nicht ericheint, macht
sich itrafbar
Die Schulräume des K. Gymnasiums
sind jeßzt vom Militar wieder sreigemacht
und die notwendige Inslandsetzung ist bereits
in Angri, aenommen. Die Aufnahme des
vollen Unterricht= u. eines etwaigen vorlau-
sigen Notbetriebs wird re. #lzeitig den Eltern