Aummer (5
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Dienstag, 23. Februar 1016
andere besondere iegerische Leistung ausschließlich
an Angehöbrige des Heeres überlassen
werden dürfen; es liegt jedoch nicht in
Sinne dieser Bestimmungen, daß eine Mehrzahl
von Stücken oder wertvollere Gegenstände
Heeresangehörigen belassen werden.
[(Militärdienst. Oberleutnant Jak. Birzer
(Rosenheim) der Lanow.-Iuf. 1. Aufg. ist
zum Hauplmann befördert worden. (Am Samstag
konnten wir die Verteihung des Eisernen
Kreuzes an Hauptmann Birzer melden.) Leutnant
Joseph Burgschwaiger (Rosenheim) der
Landwehrkavallerie 2. Aufg. ist zum Oberleutnant
befördert worden.,
Todesfall. Ganz unerwartet verkündete
heute mittags die Sterbeglocke das Ableben
des HH. Herrn sreiresgn. Pfarrers u. Kammerers
Johann Baptist Pütz von Holzen-Aßling.
Vor etwa Jahresfrist übersiedelte er nach
Rosenheim, wo er jetzt vom Tode ereilt wurde.
9. Kammerer Pütz stammte aus Warendorf
in Westfalen, wo er am 2. April 1843 geboren
war; er ist also 72 Jahre alt geworden. Die
Priesterweihe empfing er im Jahre 1868. Zunächst
war er Koadfutor in Zolling, und in
Au bei Aibling und vom Jahre 1869 an in
Pang. Am 2. Sept. 1876 wurde er Expositus
in Landsham, Psarrei Schwaben, während er
vom 5. Juli 1878 bis Mai 1381 in Kirchdorf
als Erpositus wirlte. Am 2. Mai 1831 wurde
er als Pfarrer in Ostermünchen investiert. In diesem
Amte verblieb er bis zum Jahre 1385, an
welchem Tage er als Pfarrer von Holzen-Aßling
investiert wurde, wo er bis zu seinem Resignierung
im letzten Jahre wirkte. ÖH. Kammerer
Pütz war ein äugherst freundlicher, zuvorkommender
Herr, dessen Wirksamkeit überall
ersprießlich und segensreich war. Ueberall wird
ihm ein dankbares, ehrendes Andenken bewahrt
werden. R. I. b.
Metallwoche in Rosenheim. Wir
machen aufmerksam auf den Aufruf der Angehörigenfürsorge
in der heutigen Nummer un.
seres Blattes. England will uns nicht nur aushungern,
es hat uns auch die gesamte Metallzufuhr
gesperrt. Kupfer, Zinn, Zink, Aluminium
sind aber in der jetzigen Zeit für unsere
Heereszwecke ungemein notwendig. Aus dem
Boden können wir diese Metalle nicht graben,
aber über dem Boden, in unseren Häusern,
haben wir genug solcher Schäte. Alte Gebrauchsgegenstände
aus Kupfer. Zinn, Zink u.
Eisen liegen genug auf unseren Speichern.
Was jiegt uns näher, als diese der Heeresverwaltung
zur Verfügung zu siellen. Und wer
sucht, der findet. Herr Kaufmann Wachter in
der Haiserstraße nimmt jehzt schon solche Sachen
an.
Maul. und Klauenseruche. In der Gemeinde
Kirchdorf a. H. ist die Maul- und
Klauenseuche ausgebrochen. Dagegen ist in der
Gemeinde Willing die Maul- und Klauenseuche
erloschen.
Aus Induftrie und Gewerbe
Aus dem Buchoruckgewerbe. Die
Handelskammer Munchen sckreibt: Zu den
durch den Krieg schwer in Miltleidenschaft geogenen
Gewerben zählt in erster Linie die graphische
Industrie. Zahlreiche Arbeiter und Angestellte
sind entweder ohne Verdienst oder beziehen
nur ein wesentlich geringeres Einkommen,
verschiedene Druckereien haben ihren Betrieb
erheblich eingeschränkt. Um diese Verhältnisse
nicht noch schlimmer werden zu lassen,
ist die Beschaffung von Arbeitsgelegenheit unumgänglich
notwendig. Und hier können alle
Drucksachenverbraucker mitwirken, die Geschäftswelt
und die Behörden. Legztere sollten die in
den ersten Kriegemonaten vielsach gezeigte Zurückhaltung
in der Vergebung von Drudaufträgen
aufgeben und Bestellungen auf Formulare
und andere Drucksachen jetzt schon erteilen.
auch menn die Ausführung sonst vielleicht in
einer etwas späteren Zeit bewirkt worden wäre.
Die Geichäftswelt aber sollte Vorbereitungen
treffen auf die Friedenszeit, ihre Drucksachenbestände
nachprüfen, neue Formulare, Praspekte,
Preislisten entwerfen und schon bald
dem Buchdrucker in Aufstrag geben, der bei
dem ruhigen Geschäftsgang weit besser bedienen
kann, als zu gewöhnlicher Zeit, wo es jeder
Kunde eilig hat. Bielfach könnten über spätere
Abnahme Vereinbarungen getroffen. werden.
Mancher Geschäftsmann wird auch bei Nachprüfung
der vorstehenden Aueührungen zur
Ueberzeugung gelangen, daß für ihn die Zeit
zur Aufnahme der in der ersten Aufregung jäh
unterbrochenen Reklame wieder gekommen ist;
arleer wiederum werden sinden, daß gerade
etzt, wo nur wenige sich rühren, die vorteil-1
Zeit für die Reklame ist. nn solcher
rt die beteiligten Kreise mit gutem Willen
zusammenarbeiten, lann manche Existenz gerettet
und das ganze Buchdrudgewerbe wie auch
die gesamte Reklame-Industrie mit allen Hilfsgeschäften
leistungsfähig erhalten werden.
Der eingeschränkte Malzverbrauch
für das Braugewerbe hat zu riner slarken
Belebung des Handels in auslandischem
Malz r—W2# In § .4 der Bestimmungen wird
festgesetzt, daß sich die Verordnung auf Malz
var nach dem JInkrafttreten der Veroronum,
(17. Februar) aus dem Ausland eingeführt
wird, nicht erstreckt, so daß alfo solches in be-
Bekanntmachung.
Wegen Bildung von besonderen Armierungsbataillonen
werden beim unterfertigten Bezirkskommando
freiwillige schriftliche oder mündliche
Meldungen von nicht mehr wehrpftichtigen
Personen unter Vorloge der Militärpapiere entgegengenommen.
K. Brziurkstommando Kosfenbelm.
Scheichenzuber
liebiger Menge zur Bierbereitung verarbeitet
werden kann. Die Folge ist, daß die großen
Bierbrauereien, ganz besonders diejenigen Süddeutschlands,
starken Begehr nach österreichischem
Malz zeigen. Die Malsfabriken Böhmens und
besonders Mährens hatten bisher noch ziemlich
ansehnliche Vorräle. Da aber seit dem 15. Februar
in Oesterreich-Ungarn Gerste nur noch
zu Nahrungszwecken verwandt und nicht mehr
vermälzt werden darf, so ist der weitere Betrieb
der dortigen Malz#fabriken unterbunden.
Die Preise, die die letzteren für ihr noch vorrätiges
Malz fordern, sind daher sehr hoch.
werden aber, nach der „Voss. Ztg.“, von den
deutschen Großbrauereien scum bezahlt. Nach
dem „B. T.“ wird eine westere Bierpreissteigerung
für Berlin und Umgebung um etwa
6 Mk. für den Hektoliter in Frage kommen.
de abermalige Bierpreiserhöhung lann erst
nach einigen Wochen Berechtigung haben, da
das bis dahin ausgestoßene Bier noch aus der
Zeit des nicht eingeschränkten Malzverbrauchs
tammt.
Kommen doch Schweine-Höchstpreise?
Wie aus Berlin gemeldet wird, fand
am Donnerstag im Reichsamt des Innern eine
Besprechung zwischen Vertretern der Regierung
und Sachverständigen über die Frage statt, wie
den Preistreibereien am Schweinemarkt entgegengewirkt
werden soll, ob durch Festsetzung
von Höchstpreisen oder durch andere Mahregeln.
Es wäre das erstemal, daß Höchstpreise für lebendes
Vieh festgesetzt würden, und wenn einmal
der Anfang bei den Schweinen gemacht
wäre, würden wohl auch andere Viehgattungen
an die Reihe kommen. Daß die Schweinepreise
überhaupt gestiegen sind, ist bei der Teuerung
der Futtermittel nicht verwunderlich, aber die
Händlerpreise der letzten Zeit stehen in einem
argen Mißverhältnis zu den Preisen, die dem
Landwirt gezahlt werden. Dies Mißverh ältnis
gilt es zu beseitigen, aber ob das im Wege von
Höchstpreisen gesckehen kann, abgestuft nach den
verschiedenen Qualitäten der Tiere und den Erzeugungskosten,
muß man abwarten. Die erwähnte
Besprechung dürfte für die Regierung
von entscheidender Bedeutung werden.
Ad#us den Gerichlosame
Oberbayerisches Schwurgericht.
München, 21. Febr. In der Montag beginnenden
zweiten Schwurgerichtsperiode gelangen
folgende Fälle zur Verhandlung: Montag,
22. Febr. Ignaz Jerl, Taglöhner von
Höfa, wegen Verbrechens wider die Sittlichkeit:
Dienstag, 23. Febr.: Joseph Gandl, Mechaniler
von Oberbergkirchen, wegen Totschlags u. a.
Mittwoch, 24. Febr.: Johann Maur, Gastmirt
von München, wegen Meineids; Donnerstag,
25. Febr.: Margarcta Heilig, Dienstmagd
von Eschenbach, wegen Mordes; Freitag,
26. Febr. und Samotag, 27. Febr.: Augufs:
Hofmann, Kaufmann von Framfurt a. M.,
wegen Meineids; Montag, 1. März: Wilhelm
Scherer, Haufierer von Regenoburg, und Friedrich
Reiser, Hilfsarbeiter von München, wegen
Körperverletzung mit Todesfolge; Dienstog, 2.
März: Joseph Kuttendreier, Gütler von Oberschleißheim,
wegen Totschlags; Mittwoch,
März: Bernhard Nebl, Metzger von Iffeldorf.
* Mordversuchs und Raubes; Donnerstag,
4. März: Adolf Brandweiner, Photochemiker
aus Schrembs, wegen Banknotenfälschung.
"“ v
Auf der Schlipfgrubalm.
Traunstein, 19. Febr. Der Kaufmann Josef
Schock von Oberndorf hielt sich im vorigen
Herbst mehrere Tage auf der Schlipfgrubalm
auf. Eines Tages erbrach er eine Kommode
der Wirtschaftsführerin, entnahm eine goldene
Uhr, 30 Mark und einen Taler und verschwand
damit. Da Schock rückfällig ist, wurde er zu
2 Jahren Juchthaus und zu 5 Jahren Ehrverlust
verurteilt.
Für die Angehörigen--Unterstützung sind fer ser.
ner bei unserer Inseratenverwaltung eingegangen:
Uebertrag: 3571.60 Mk.
S' Kircherl Bauermwirtt Nebenzimmer
5. 10.— Mik.
Ungenannt 1.— Mi.
Wenig aber von Herzen M. B. 2.50 Ml.
Summa: 3585.30 Mk.
Für das Rote Kreuz sind ferner bei uns
eingegangen:
Uebertrag: 3858 16 Mi.
A. B.
Summa: d 12
Der Welltkrieg.
Die große Niederlage der Russen.
7 Generäle und weltere 40.000 Mussen
befangen.
Rene Ergebmisse über die Riesenbente in
der Winterschlacht in Mastren.
WITB. Großes Hauptquartier,
22• Febrmar 1915. Anmtlich.
Die Verfolgung nach der Winterschlacht in
Masuren ist beendet. Bei der Säuberung der
Wälder nordwestlich von Grodno und bei den
in den letzten Tagen gemeldeten Gefechten im
Vobre= und Narewgebiet wurden bisher ein
den
kommandierender General, zwei Divisionsgene-
rale, vier andere Generale, und annähernd
40 000 Gefangene. 75 Geschütze,
eine noch nickt festgestellte Anzahl Maschinen.
gemwehre neben vielen sonstigen Kriegsgerären
erbeutet.
Die Gesamlbente aus der Wiuterschlacht
in Masuren stellt sich bis
heule auf sieben Generäle, über
100.000 Mann Gefangene, über
150 Geschütze, eine noch nicht
anndherud obsehbare zahl von
Kriegsgerälen aller Ark, einschließlich
Maschinengewehre.
Schwere Geschütze und Munition wurde vom
Feinde mehrfach vergraben oder in die Seen
Leworsen. So sind gestern im Löôtzen-Wiominnen-Sce
acht schwere Geschütze von une aufge-
funden und aus dem Wasser geholt worden.
Die 10.
ron Sievers kann hiermit als Löllig vernichtet
————.“—.—
russische Armee des Generals Ba-
angesehen werden.
(Der amtliche Bericht aus dem Großen
Hauptaquartier erscheint heute später.
Die Geretteten vom „Blücher“.
Köln, 22. Febr. Laut brieflichen Nachrichten,
die von der geretteten Besanung des
„Blücher“ eingetroffen sind, wurden 233 Mann
durch englische Torpeooboote gerettet. Die Geretteten
wurden von den englischen Sceleuten
gut ausgenommen. (J.)
Der Reichskanzler im österreichischen
Hauptquartier.
Wien, 22. Febr. Bei der Besprechung der
Zusammenkunft des Reichskanzlers v. Bethmann
Hollweg mit dem Minikler des Aeußern
Frhrn. v. Burian im Hauptquariier wird von
der csanten Presse ohne näyere Bezeichnung
des Gegenstandes auf die Wichtigkeit der Verhandlung
hingewiesen. (.3.)
Die neuen deutschen Unterseeboote.
Kopenhagen, 22. Febr. Der Korrespondent
der „Daily Mail“ meldet, Deutschland
habe in 6 Monaten 120 große Unterseebovte
gebaut. Jedes Boot lönne über 100
Minen, jede zu 1200 Pfund, ausstreuen. (3.)
Der Eisenbahnverkehr in England
noch mehr eingeschränkt.
Amsterdam, 22. Febr. In England soll
von heute ab der Eisenbahnvertehr noch mehr
eingeschränkt werden, wie es heißt, um den
Truppentransport zu erleichtern. Eine weitere
Einschränkung wird für die Zeit vom 1. März
ab angekündigt. (3.)
Die Maßnahmen der nordischen
eiche.
Christiania, 22. Febr. Ueber das Er.
gebnis der munmebr beendeten skandinavischen
Minenkonferenz in Thristiania werden heute in
den drei Ländern gleichlautende Beem#
chungen veröffentlicht werden, welche besagen,
daß jedes der drei Länder einen bestimmten
Teil der in Frage kommenden (Gewässer ständig
abpatrouillieren lassen wokke. Der norwegische
Wachdienst beginnt bereits in den nachsten
Tagen. )
Englische Kniffe.
Haag, 22. Febr. In holländischen Kreisen
herrscht die Auffassung vor, daß die angebliche
Torpedierung des norwegischen Dampfers „Belrigde“
höchst eigentümlich sei. Man betrachtet
es als nicht ausgeschlossen, daß die Engländer
damit und durch andere Machinationen
einen diplomatischen Streitsall hervorrufen wollen.
Joffre und die deutschen
Fortschritte.
Genf, 22. Febr. Die deutschen Fortschritte
im Argonnerwalde muß Joffres Wochenbericht
trotz aller Wenn und Aber zugestehen. Heute
eingetroffene Privatmeldungen aus Flandern
stellen die Lage der Verbündeten hei Ypern
als bedenklich dar. (3.)
Verstimmung in Rußland.
Wien, 22. Febr. In Rußland herrscht über
den Mißersolg der Finanzkonserenz Verstim
mung. Infolge der schweren Verluste macht
sich eine Depression geltend. Für einen Synem
wechsel i#t die Lage jedock noch nicht reif. (..1
Revolutionare Umtriebe
in Russisch-Polen.
Wien, 22. Febr. Wie Kralauer Blätter aus
ter aus Warschau melden, wurden von den polnischen
Revolutionären in Russisch-Polen meh
re Eisenbahnbrücken rechts der Weichsel in die
Luft gesprengt. Auch wurde die Eisenbahnlinie
Cheln-Lukow durch Dynamit unbrauchbar
gemacht.
Die Kämpfe in der Bukowina.
Wien, 22. Febr. Die Kämrfe nördlich
Nadworna und Kolomea haben die Rusien bis
Slanislau zurückgedrängt. Der Feind sammelte
dort starke Truppenmassen zu neuem, verzwei
feltem Widerstand. Die Kämpfe gehen dort
um den Besitz von Stanislau, das die Russen
erbittert verteidigen. Im meiteren Vorrüden
nördlich des Pruthflusses haben unsere Trup
pen die Orte Kozman, Bojan und Sadagora
in der nördlichen Bukowina besetzt. Hier haben
die Russen in bestialischer Weise gehaut.
Hier trafen auch über 5611 Kriegsgefangenr,
meistens deutsche Kclonisten ein. Ale ihnen von
den letzten deutschen Siegen in Oipreußen er
zählt wurde, weinten sie vor Freude und erllärten,
daß sie schon lange auf eine Gelegenheit
gewartet bärten, sich den Oeiterreichern
zu ergeben, da sie nur zwangeweise gegen
Oesterreich kämpfen mußten.
Das japanische Freiwilligenkoroes.
Kopenhagen, 22. Febr. Der japanische
Kriegsminister erklärte, daß die japanische Ne
gierung nichts mil dem Freiwilligenkorps zur
Unterstützung des Dreiverbandes zu tun habe.
Er warnte gleichzeitig die militärisch ausgebil
deten Japaner vor dem Eintritt in diese Ver
b#ndc. da diese weder den Interessen Japans
elti##nen, noch den wirtlichen Ausfgaben des
iilchen Hecres. („.)
Mufik und Theater.
Striegels Kriegolieder. Wie bereits
berichtet, hat Herr K. Gymnasialmusiklehrer
Striegel mehrere Kriegslieder lomroniert, die
allgemein großen Anklang gefunden haben. Wie
wir erfahren, find diese Lieder, vielfachen Wunschen
entsprechend, nun auch für Jüber erschienen.
Der Preis betragt 10, Pig. Die Lieder
sind in allen Muiilaliendandlungen“ zu haben.
Bunie Cbronf.
Die Engländer. Im Grunde ist die gegenwärtige
englandfeindliche Stimmung eine
Wiederaufnahme des Urteils. das unfere Vor
fahren schon vor 500 und vor 10) Jahren über
England hatten. Es sei gefstattet, dier Beweise
dafür einmal aus den Schriften des Könige
berger Kriegsrates Scheffner, eines Freunde
Immanuel Kants, anzuführen, der nach den
Worten des Geschicktsforschers Johannes Voigt
ein „ins Leden und in die Staatsverhalinifse
tief eingeweihter Mann“ war. Scheffner sch reib#
u. a. am 20. Juni 18½17 mit Rücssicht auf
das damalige Bündnis Preußens mit Rußland
und England folgende Worte, die mit gewilse“.
Abänderungen auch im Jahre 1915 ins Stamm
buch Frankreichs geschrieben werden könnten:
„Weh dem Lande, dessen Alli#erte Russen und
Briten sind; erstere werden aus National- Roheit,
Hang zu Raub und Betrug es mit Elesantenfüßen
zertreten, die anderen, nur auf
eigene Handelsvorteile böchst. Monopolistisch bedacht,
ihm höchstens einige Hilfsalmosen bar
zuwerfen, übrigens sich der Staatskrankheit
jedes fremden Landes freuen, sobalo sie hof
sen. zu seiner vielleicht unmöglichen Kur Arz;
neien für recht hobe Preise zu liefern. Einem
künftigen unparteiischen Geschichtsschreiber Preuens
wird es an Beweisen dieses wahren, obgleich
hart erscheinenden Urteils nicht fehlen.“
es g sit Dienstag, den 23. Februar:
erlage rasch veränderlich.