W#####ter 28
1 ê
Der Weltrieg
Die Seesperre.
Berlin, 3. Februar. Es kann als ein Beweis
der Einsicht gebucht werden, das die Presse
der europäischen Nentralen, von wenigen be
greiflichen Ausnahmen abgesehen. bei aller Erkenntnis
des Ernstes Ruhe bewahrt. Nur ein
Momemt scheint in der neutralen Presse ganz
außer Acht zu bleiben, das. Deutschland mit der
Verhängung der Seesperter gegen seine Fein
de genau dasselbe tut, was Engkand schon ge.
tan hat.
4 Amerikas Haltung.
Rotterdam, 3. Febr. Der Walhingtoner
Korrespondem der „Associated Preß“ berichtet:
Roosevelt erklärte, Wilson sollte, falls Nichtkombattanten
umkämen, unmittelbar die deutschen
Schiffe in den amerikanischen Häfen be.-schlagnahmen.
Londoner Meldungen besagen: Der Kor.
respondent der „New Dork Post“ in Washing.
rlon meldet:
Politik beschränkter Kriegführung entschieden,
die aber nicht zur Tat werden soll, wenn die
moralische und möglicherweite die pysische Macht # terwegs sind, wird mit dem Minister des Neu-Amerikas
dem vorbeugen kann.
Der Marineminister Daniel sagt in einer
südkarolinischen Zeflung: In ernster Stunde
erwartet Amerika seine Weisung aus dem
Wei'sen Hause. Hält Wilson einen Frieden in
Ehren nicht länger für möglich, so unterstützen
alle Amerikaner den Bruch der Beziehungen.
Wem er andere Schritte von ihnen verlingt, so
sind sie auch dazu bereit.
Deutschland und Amerika.
Haag, 3. Febr. Die „Morningpost“ schreibt:
Deutschland hat nichts von der amerikanischen nenwerfer,
grose Verheerungen anrichteten.
Ruffen ließen ihre Artillerie, zum Teil sogar
Flotte und der amerikanischen Armee zu befürchten.
Zweierlei lommt in Betracht: Entweder
Deutschland vermag die Meere zu schließen:
und damit den Krieg zu gewinnen. Dann lann
½es auch die Neutralen ignorieren, oder Deutschland
verfagt, dann ist seine Niederlage sicher.
H##en-Vrieg#r-
Vrcin
Rosenhbein E. B.
Wir ersüllen hiermit die
teuige Pflicht, die geehrie Mitaliedschaft
von dem erfolgten
Ableben unseres Kamerader, des
Lere Nuress keber sen
peus. Salinarbeiner
Jahaber der Kri-gedenkmünzen
den 1866. 1870/71 der Kaiser
Wil helm-Erinnerungemedaille u.
des 25jährigen Ehrenzeichens,
Mitalied der Sterbekafsa
in Kenntuts zu setzen und laden
## dessen am Sonntag den 4 Febr.
ütag ½3 Uhr stait.
w raundlichst
Die VBorstanbschaft.
Aufstellung um 2 Uhr vor dem
abgeschl.
Wohn-5½½
Fahnenquartier (Innstrate) le Koch - Gelegenhell, im nicht statt.
Mlirelpunkt der Stadt.
Frreiznigans vern.]ferten m Preisangade Tie Vorstandschaft.
Kehsriger &. k. b. unter „U. 160f“4 so dle Exp.
Julant Feit-Rafs.
1 6 Voin Ableben —— — 2 glöhere Zoolog arer Guriin. München
imerc . ar Fkunn.
PW 6 Zimmer lerp
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zut Beerdignung am Sonntag um
„2 Uhr in # Smalann.
Arülll
* * Tiren ist bislig zu verlauleu.
b. Exv. 158
XLI
ist am Sonntag am Worrkwlah zu
o rkaufen. Noh. Gwwed. 593
gesucht.
#beschlosene
Der Präsident hat sich für eine
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Prelssogabe unt. „T. 1603“
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Herzog Ottostroß 8.
Die englische Admiralität
in großer Sorge.
London, 3. Februar. Der erste Lord der
Admiralität, Sir E. Carson, schreibt in einem
Brief: Ich verhehle mir nicht, welche Gefahr
die deutsche U. Boots-Kampagne mit sich bringt,
und will es auch Ihnen nicht verhehlen. Die
Admiralität ist Tag und Nacht mit dem Problem
beschiftigt, und die Sorge, die jede
Stunde mit sich bringt, spornt sie an, sich
noch größere Mühe zu geben.
Holländische Mannahmen.
Haag, 3. Februar. Im Haag erschien am
Freitan eine Regierungskundmachung, die öf.
fentlich in den Straßen angeschlagen wurde.
Sie besagt, daß kein Holländer, der sähig ist,
Waffen zu tragen, zwischen 19 und 48 Jah.
ren, d as Land verlassen darf.
Amsierdam., 3. Februar. Direktion
der Dampfschiffahrtsgesellschaft „Neederland“
teilt mit, daß die Schiffe der Gesellschaft, die
sich in Indien und Amerika befinden u. nach
Holland bestimmt sind, vorjäusig nicht aussah-Auch
die Fahrten von Holland
Ueber Schiffe, die un.
Die
ren werden.
sind ganz eingellellt.
whern verhandelt.
Die Kämpfe an der Aa.
Berlin, 3. Februar. Am 28. Januar wur
durch unsichtige Witterung die Gefechtstätigleit
beiderseito verhindert. In der Nacht
zum 30. Januar klärte es sich auf. Gleichzeitig
sezte strenger Frost von 15 20 Grad ein.
Schon beim Morgengrauen begann unsere Artillerie
in erhöhtem Maße ihr Vernichtungs.
werk, kräftig unterstützt durch zahlreiche Mi.
welche in den feindlichen Gräben
Aber auch die
Schiffsgesczütze, schwersten Kalibers, sprechen.
preußischen Regimenter in
senden Drange vorwärts. Patroillen und Ar.
Wohnung
schreiben.
E#####-###—
1
* 2 —
tillerieseuer bahnten ihnen im Schutz der Dun
kelheit den Weg durch die feindlichen Traht.
hindernisse. Der Stoß war so unwiderstehlich u.
überraschend geführt, daß sie in kürzester Zeit
nach Ueberwindung der feindlichen Grälen bis
zu den Regimentsstäben vordrangen. Zwei Re-Lgimemsführer
(Obersten) wurden gesangen genommen.
Insgesamt wurden 14 Ofsiziere, 908
Mann und 15 Maschinengewehre eingebracht.
Trotzdem diese Erfolge von allen, sieggewohn.
ten Truppen errungen waren. lönnen sie nich!
genug gerühmt werden. Wenn man die Verhältnisse
nicht lennt, kam man sich keinen Ve.
ariff davon macken, welch enorme Anstrengungen
und Entbehrungen unsere Leute zu ertragen
haben. Das Gelände, in dem die Sturm.
ongrifse geführt werden, läßt sie fast bie zum
Koppel versinken. Manch einer haätte früher
dir'es Pelände als unpasiierbar bezeichnel, daa
jetzt in seldmarschmästiger Auerüflug in
stärlstem feindlichen Feuer im Sturmsckrrittdurchschreitet.
I’st dann der sich zäh verteidigende
Gegner aus seiner Stellung geworfen, so findeder
Sieger einen von unsorem wirksamen Ar-
Dessenungeachtet gingen unsere altbewährten oft#i
ihrem nie nachlaf.
tilleriefeuer zerschossenen Wirrwarr von Val
len „Erde, Schmutz, aufgewühllem Schnee und
Toten vor, der die russische „Stellung“ darstellen
soll. Nun gilt es, schleunigst diese sog.
„Steliung“ zur Verkleidigung einzurichten, was
##u#erordentlich mühfam ist, da alle Gegenstände
angefroren sind. Die Nackt sieht bevor und we.
nigstens ein paar Unterstände müssen hergerichtet
werden; doch nur wenigen ist es verg#nnt,
ein Dach über sid, zu haben. So liegen sie denn
lei 25— 30 Grad LCelsius Kalte im Schnec, auf.
merksam den (egner beobachtend. Diser
Kampsf gegen die feindlicke Uebermacht unter
sa wierigen Witterungsverhältkisten, in denkbar
ungünstigstem Gelände, stellt Ansorderungen an
die Truppen, mie sie in keinem Kriege bisher
rorgekommen find, und wie sie vorher niemand
für möglich gehalten hat. Unsere braven Trupien
leisten dort oben an der kurländischen An
Taten slilien Heldentumo, das man in del Heimat
nicht oft genug vor Augen führen lann.
Zuchführungs-Kursbeginn
10. Februar 19197
Prakt. Einatbeitung in allen vorkcmmeiden Büroarbeiten,
leichtfasslicher Unterricht in einfacher, dopp#ter und amerikan-Gucbfohrung
(Hotelbuchführur 8), Stenogrophie u. eaeR
159
Koch- Schren##aschinen-Jusiltul, Carl Kigner,
Mitte der Max-Josephs--Platz 20 I. (Weinhaus Forinan)
Osffert. mi
Virtelmülion
Somnmtag, 4. Hb###### 792n
Berschetene Neg#ichten.
Berlin, 4. Februar. Frau Mela Kupfer in
Verlin W., deren „Geschäftsgenie“ die Frruk
ken einer Adele Soitzeder nock weit in u
Schatten stelll, würde vermutlick, noch cheute in
„Kriegsversorgung“ und „Nahrungemitlel. Imnport
macken“, wenn nicht auch in ihrem Falle
der Zufall eine Nolle geipielt hätte. Frau
Kunser pfiegle nämlich zu erzahlen. daß ihre
Warenlauer und die eigentliche (beschäftolei.
tung des Unternehmens lic# in Kassel befän,
den. und tattächlich enthielt auch der von Frau
Kupfer al?d Cunndlage ihrer Sehwindeleien be.
nutte und rassiniert gesälschte Notariatsait
den Namen, die Umer'cPhrift und die auf Mark
620000 lautende Einlagezeichnung eines in
Kassel wohnenden höheren Militärs a. D. Ein
Verliner Spelulant nun, der die Absicht hatte,
sich noch weiter an dem Umernehmen der tüchtigen
Frau Meta mit einer Cinlage von einer
zu beteiligen, seng vorher in
Kreel. an, wo dort die Niederfagen der Firma
Mi. Kurser sich befänden und mer die Ge
5r. le: tung si be. Diemre Anfrage veranlaßte
die 3. E. (G. (Vientral Kinlaufs Genossenschaft)
lei der Poliszeschörde in Kaisel um nähere
Mittellung in der Angeiegenheit zu ersuchen.
Die vom Kriminalmaq-tmeister Fellner in Kaf
iel geleiteten Ermtilunnen deckken dam den
vanken Säüwinde auf. Daß im übrigen kein
einzger von den ablireichen „„Konsortialen
der Mill ronenichwi indlerin auf em Gedanken
gekommen ist, einmal nach dem Warenlager der
„Grau Kriegelieserantin“ zu forschen, zeigt, wie
leicht es der Frau Kupfer durch die Dummlheit
vieler gemad: wurde, Hunderttausende zu
ergaunern und ohne einen roten Heller eigenes
Kapital in 11: Jahren 15 Millionen Mark
„umzusetzen“.
Enfil and Themert
Standmusik am Max-Joseph. Plat.
Sommmlag, den J. Februar 1017,
vomnittals 11 bis 12 Uhr.
1. Die deutscze Mecreswacht, Marsch v. Lincke.
Vorfviel z. Ox. Lorele, von Bruch.
Sag’ mir Lebewoll, Allalzer von Camors.
. Arie a. „Siabat niale ertn von Rojsini.
Umere Marinc. Marsckh von Thiele.
.
etterbericht sr Sonntag. den 4. Februar.
eerbrnuhnkv Bewöllung woch leine Abminde
rung des Frostes.
J. MW EDER,
14 WuUctunlienmartt 14
ERFSTLINGS"- W# s
In allen Vreisisgen
Pr##rtinte af Mnschk a#str und km#t
Müe-hen
sindet heuer der herkömmliche
und
Sezurhs-Gegügel- und ogel-zuchlverein
Rosenheim.
Jufolge anderweiliger Velegung der hiezu geeigneten ho
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