Aumm̃er 409
über Ruhe und Ordnung und fast könnte man
ron normalem Leben sprechen. Alltäglich langen
auf radiotelegraphischem ge die neuesten
Nachrichten ein, die in deutscher, polnischer und
ungarischer Spracke in der Kriegeiitung erscheinen.
An Sonntagen spielt vor dem Rathausfe
eine Militärkapelle, wobei nicht selten
auch Geschützdonner die Begleilung gibt. In
den Kafferhäusern herrscht lebhaftes Treiben,
auch in den Geschäften geht es rege zu. In den
ersten Dezembertagen versuchten die Russen mit
Aeroplanen auf die Stadt Bomben zu werfen,
doch ohne Erfolg. Die Batterien auf dem
zu iesienic nahmen die feindlichen Flieger unter
Feuer, worauf diese sofort umkehrten. Die von
russischer Seite verbreiteten Gerüchte über Hungerenot
in der Stadt sind erfunden.“
Ein franzesisee Torpedoboot
un der Adria gesunken.
Paris, 26. err, Amtlich wird mitgeteilt:
Das sranzösische Torpedoboot „Dague“, das
einen Lebensmitteltrausport nach Montenegro
legleitete, ist am 24. Februar abends 9 Uhr
3 Min. im Hasen von Antivari auf eine österreichisch-ungorische
Mine gestoßen und gesunken.
38 Mann werden vermißt. Der Transport
erlitt leine Unterbrechung, der Transportdampser
ist rechtzeitig zurückgelehrt.
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Falien.
Italienischer Umschwung.
Rom, 26. Febr. Das „Giornale d'Italia“
mahnt die italienische Presse, die bisherige
gegen die Zentralmächte genbte einseitige Kritik
fallen zu lassen und an den deutschen Siegen
nicht zu mäckeln, da deren Richtigkeit außet
Zweifel steht. Die Mahnung des Blattes ist
auffällig, weil es bisher selbst die maßloseste
Kritik der “be’e gegen Deutschland
geübt hat. (J.)
Unruhen in Jolien.
Rom, 26. Febr. In NReggio nell'Emilia (Calabrien)
sand nach einer Meldung der Agenzia
Stefani gestern abend im Theater Ariosto auf
Veranlassung der nationalistischen Gruppe eine
geschlossene Versammlung statt, in der der österreichische
Reichsratsabgeordnete Dr. Cesare Battisti
(Soz.) sprechen sollte. Als die Eingeladenen
in großer Zahl zu der Versammlung strömten,
füllte sich der Theaterplatz mit einer seindseligen
Menge, deren Haltung bald drohend
mwurde. Während eine Abteilung Carabinieri
Absperrungen vornahm, wurde sie das Jiel eines
lebhaften Steinbembardements. Hierbei
wurden zahlreiche Carabinieri, ein Polizeikommissar,
serner ein Hauptmann, ein Mafor der
Carabinieri letztere schwer — verunndet. Ale#
eine Abteilung der Carabinieri bei dem Transporte
von verwundeten Kameraden mit Steinen
beworfen wurde, gab sie Feuer. Durch die
Schusse wurde eine Person getötet und 5 verwundet,
wovon eine in der Nacht starb. Ferner
uurden 3 Carabinieri verwundet, 11 leichter
verletzt. Zwei Schutzleute erlitten Wunden, zuri
Ouetschungen. Zur Wiederherstellung der Ordnung
wurden neue Abteilungen Carabinieri
entiandt. Der Generalinspelleur des Ministeriums
des Innern wurde mit der Untersuchung
beauftragt, die Staatsanwaltschaft hat auch
Untersuchung eingeleitet. Mit Rücksicht auf die
internationale Lage beschloß der Ministerrat,
den Präfekten Anweisung zu erteilen, Versammlungen,
sowie alle die öffentliche Ordnung gesalrdenden
Demonstrationen zu untersagen, auch
in Lolalen, welche sonst für das Publikum bestimmt
sind. (3.)
die Lurlel sin Weiurieg
Das Dardanellenbombardement.
Konstantinopel, 26. Febr. Das Bombardement
der Dardanellen wurde den ganzen
getrigen Tag über erfolglos fortgesetzt. Ein
seindliches Panzerschiff ist bereits außer Gelecht
gesetzt. Die mehrfach gemeldeten Beschiebungen
der Dardanellenforts müssen als ziemlich
zwecklose Demonstrationen angesehen werden.
(3.)
Die Ansprüche auf die Dardanellen.
London, 26. Febr. In Beantwortung der
Frage betr. die neuerliche Rede Sasanows, in
der dieser erlläxte, daß die Ereignisse an der
russisch-türkischen Grenze politische und wirtschaftliche
Probleme in Verbindung mit der
Frage des Zuganges Rußlands an das offene
Meer der Verwirklichung-. näher bringen würden,
erklärte Sir Edward Grey im Unterhaus:
as ist ein Bestreben, mit dem wir volle Symbathie
haben. Die genaue Form, in der es
grvirkicht wird, ist Lswesseuornd in den n Erden
dingungen belt - –’—
—
Marokto.
Eine neue französische Schlappe
in Marollo.
Madrid, 26. Febr. Nach einer Melnung
aus Tanger sollen franz. Streitkräfte unter
dem Kommando des Obersten Martin am Inauenflusse
durch die Aufständischen eine schwere
Schlappe erlitten haben. Die aus eiwa 600
Mann bestehende franz. Kolonne wurde von
überlegenen maroklanischen Streitträsten nachts
unvermutet angegriffen. Es gelang den Marokkanern,
die Poiten zu Eairan 6 à
sie bereils hurze Jeit nach dem Alarm g. blat
sen war, sich im stanz. Lager besanden. VI. ach
einem Nahkanipfe mußten die Franzehen un:et
schweren Verlusten die Stellung räumen. -t
verloren zahlreiche Tote und Cesangene, ihre
Verwundeten nahnen se mit sich. (3.)
Amerlia und Chlna.
Amerika und Japan.
Tokio, 25. Febr. Wie verlautel, hat die
jananische (Admiralität alle im Auslande befindlichen
japanischen Kreuzer in die Heimat
gewässer zurückeordert. Die geheime Mobili
sierung des Heeres dauert sort. Eine Roeihe
von Dampfern ist durch Mittelsmänner von der
japxanischen Regierung angekauft worden. Die
Dampfer sollen offenbar als Truppentransportschiffe
dienen. Trotz des Stillschweigens aller
ja panischen Behörden ist es ganz offenbar, daß
Japan umfassende Kriegsrorbereitungen trifft.
Genf, 25. Febr. Der Pariser „Herald“
meldet aus Neuhert! Das 1. und 2. Flottengeschwader
der Vereinigten Staaten ist nach
dem Stillen Ozean ausgelaufen. Die vor
Schanghai liegende amerikanische Flotte wurde
durch sechs Kriegsschiffe des zweiten Geschwaders
verfslärlt. (J.) Amerila scheint, wenn
der „Herald“ die Wahrheit vertündet, ein sehr
ernstes Wort in der Sache mitsprechen zu wollen.
Japan und die Philiopinen.
Kopenhagen, 26. Febr. „Rietsch“ meldet
aus Tokio: Politische Kreise machen die Regierung
darauf aufmerksam, daß die Zeit gekommen
sei, den Kauf der Philippinen von
Amerika in die Wege zu leiten. (3.)
Beerichiede##e acheichlen.
Köln, 26. Febr. Der 40jähr. Kaufmann
Reifeffli hat sich mit seiner Frau und seinem
10jahr. Töchterchen durch Gas vergiftet. Die
Familie wurde tot in der Wohnung aufgefunden.
Ob ein Unglück oder ein Selbstmord vorlicgt,
steht noch nicht fest. Der Gashahn stand
offen.
Genf, 26. Febr. Die Schweizerische Depeschenagentur
meldet aus Grenoble: In dem Gebiete
von Grenoble sind zahlreiche Lawinen niedergegangen,
die Ueberschwemmungen verursachten.
Fabriken und Elektrizitätswerke wurden
stillgelegt. Der Verkehr ist stellenweise unterbrochen.
Mehrere Züge blieben sliecken. Da
der Schneesturm andauert, i#l eine Besserung
der Lage vorläufig nicht zu erwarten. Der
Sachschaden ist bedeutend.
London, 26. Febr. Den „Doily News“
wird aus Denver gemeldet, daß in dem Indianerreservat
an der Grenze des Staates Utah
ernstliche Unruhen ausgebrocken sind. Mehrere
Gefechte fanden statt, in denen ein Weißer getötet
wurde. Die Stadt Bluff ist von kriegerischen
Indianern umzingelt. Alle Merbindun-#
sind gbgeschnitten. Man befürchtet eine
assaker. Truppen eilen zur Hilfe.
Fweriische Nachrichter.
Eandshut, 26. Febr. Große Not herrscht
in der Familie des Söldners Loidl m Jemiing
bei Neustadt a. D. (Niederbayern). Der Mann
steht seit Krieqgsbeginn im Felde. Die Frau
kam mit gesunden Drillingen nieder, starb aber
an Entkräftigung infolge großer Unterernäh.
rung. Außer den Drillingen sind noch drei
Kinder vorhanden, von denen das ältesle erst
5 Jahre alt ist.
deggendorf, 26. Febr. Ein biederer Landmonn
brachte zur hiesigen Sparkasse 11000
Mark in lauter blanlen Zwanzigmarkstücken. Befragt,
wo er das viele Gold her habe. sagte er,
er habe es seit Kriegsbeginn daheim im Kasten
liegen. Genau ausgerechnet, hat der Mann
seit dieser Zeit 215 Mk. Zinsen verloren.
Bsneriiches Oneriens
Bad Aibling, 26. Febr. Der am 11. Juni
1878 zu Feilnbach geborene Sohn Sebastian
Ehrenbeck der Götlerseheleute Balthasar und
Balbine Ehrenbeck, zuletzt Dienstknecht in der Gemeinde
Wiechs, wanderte im Frühjahr 1894
nach Amerika aus. Im Jahre 1900) schrieb er.
daß er Holzarbeiter in Colorado sei. Seit dem
Jahre 1901 fehlt aber jede Nachricht über ihn,
er ist verschollen. Auf Antrag seines Bruders
Taver Ehrenbeck, Sattler in München-Schwabing,
soll er jetzt für tot erklärt werden. Ter-
mind dam dasu ist. ist auf den 21. September 1915 an-—
— — —
————.—
Endorf, 26. Febr. Herr Privatier Joses
Ritzinger, eine in weiten Kreisen belannte Personlichkeit,
ist heule S#estorben. Er war schon
lan ere Zeit schwer ertrankt. In beller Erinnerung
nird er bei allen Besuchern des En.
dorier Teaters sein, gehö#rle er doch eine Reihe
Tron Jabren zu deisen ersolgreichsten Mitgliedern.
I## Riainger ist 64 Jahre alt geworden.
An jeinen Bahre trauern Gattin und
Tochter.
Ortssammelskelle für Liebesgaben
Magistrat. immer Nr. 16.
Mit guen Er o#hat die Zammlung sär- die
EELEIEIIIIIIEIII
daten im FZelce hegr inen. Die Cesellschaft Har
monie khal der O###fammeli#elic 511 Mk. uber
u iefen. Außerdem u urden lon rrivater Seite
45 Ml. abgegeben, gemiß ein schöner Anfang,
der noch ergänzt wird ourck verschiedene., sehr
Filliommen- (Gaben 2o# Schol-ladelets, Dörrobit
uim. Zedermann gibt auch da mieder gerne
eine Kleingleit für unsere lapferen Krieger,
die so damdar #ind für jedes Gedenken aus
der Heimat. Forlm ährend lommen aus dem
Felde von Toldaten Anfragen nach Zithern.
20 tadello#e ISnurumente haben wir schon abschiden
lonnen, Vielleick! steht aber noch manche
Zither unbenützt am Sfeicher; deshalb bitten
wir, auch serner Musilinstrumente jeglicher Arl
bei uns abzugeben.
Cotatnacrrichler.
Rosenheim, 27. Februar.
Auf dem Felde der Ehre gefallen:
Alois Mayer, Menger aus Nosenheim, Soldat
im 9. würrtemb. Zns.-Reg.; Balthafar Numberger,
Sohn des k. Straßenwärter Numberger
in Gehering, Kriegssreiwilliger im bayer.
Ersan-Bataillon Nr. 2; Friedrich Greiner von
Bad Aibling, Inf. im 2. Inf.-Reg.
Kriegsanleihe und Kgl. Bank. Wir
machen darauf aufmertsam, daß für jene Zeichner
auf Kriegsanleihe. die erst später in der
Lage sind, die Gelder für ihre JZeichnung aufzubringen,
die Kgl. Bank mit ihren Filialen
Wertrapiere bis zur gleichen Höhe wie die
Kriegsdarlehenskassen belehnt, wobei dermalen
ein Zinsfuß von 51 108 in Anrech znuung gebracht
wird. Die deutschen Staatspapiere nerden bis
3 75%, die Schuldoerschreibungen und Pfand
briese der 4 Landschaften, der lommunalen Verbände
und ähnliche Papiere bis zu 70% die
Industrie Obligationen bis zu 6107 0, die Anien
bis zu 50“ bezm. 40 ihres Kursuertes beliehen.
Für die Berechnung in der Kurs vom
5. Juli vorigen Jahres maßgebend.
Zur Kriegsanleihe. Ueber die Zwischenscheine
zu den Schuldverschreibungen der
Kriegsanleihe veröffentlicht das Reichsbankdirektorium
in der heutigen. Nummer eine Bekanntmackung.
Alle Interessenten seien darauf
aufmerksom gemacht.
Verlustlisten. In nächster Zeit werden
in den deutschen Verlustlisten Listen mit der
Ueberschrift „Unermittelle“ erscheinen. In diesen
Listen sind enthalten die Namen der An.
gehörigen der deutichen Armece, die in der Gefangenschaft
oder in deutschen Lazaretten gesiorben
sind und bei denen der Truppenteil
sehlt oder nicht fengeitellt wmerden kann, sowie
auch solche mit Regimentsangaben, die aber
meist ungenau sind. Diese Listen werden unter
fortlaufender Nummer von Zeit zu Zeil
erscheinen. Die Liste Nr. 1 der Unermittelten
wird in der bayerischen Verlustliste abgedruckt
werden.
Privatgüterverkehr nach und von
dem Feldheer. Die neueste Nummer des
bayer. Verkehrsministerialblattes enthält die
näheren Bestimmungen für die Annahme der
nach dem Feldheer bestimmten Sendungen von
10 bis 5s0) Kilo bei den Güterabferligungsstellen
der Eisenbahn. Sendungen geringeren
Gewichts werden nicht angenommen; sie müssen
bei der Post aufgegeben werden. Die Eisenbahnsendungen
können als Frachtstückgut oder
Eilstückgut aufgegeben werden. Die Fracht nebst
einer Rollgebühr von 25 Pfg. muß bei der
Aufgabe bezahlt werden (Frankierungszwang).
Bei den drei bayerischen militärischen Paketdepots
München, Nürnberg und Wärzburg konnen
für deren Gesch äsftsbereich, der sich aus dem
Aushang ergibt, Versandstücke bis 50 Kilo unmittelbar
gebührenfrei aufgegeben werden.
Abgabe von Holz an die Familien
von Kriegsteilnehmern. Eine Cnt.
schliehung des Finanzministeriume ermächtigte
die Forstämter, an Familien von Kriegsteilnehmern,
die seither dem Käuferkreise der lokalen
Brennholzversteigerungen angehörten und denen
es mangels männlicher Vertreter schwer fällt,
sich an den Versteigerungen zu beteiligen, das
zum gemöhnlichen Hausbedarfe benötigte Brennolzt
freihändig um einen dem durchschnittlichen
i ktetandig un angenäherten Preis abzugeben.
Forstberechtigte, die ihr Rechtbrennholz
für 1915 bezogen haben, sind von der Ver-„
ausgeschlossen.
bacht ebkerreichische Gestellungs-“u
I. u. I. Generaltonsulat
in wid ieili R mit: 1. Alle dem Geburtsjahrgänge
1896 angehorigen Oesterreicher 1
Sonnfä, 28. Februar 1916
und Ungarn haben sich behuf-s Verzeicknung
sofort mit Postkarte beim 7. u. k. ölterr.-ung.
Generallansulat in Munchen anzumelden. Anzujuhren
ill: 1. Name. 2. Geburtsiahtgana. 3.
Ga#matee- nelnr 4. Verus Anst77— .
Adresse. II. Die Jahraanee 1891. 1895. 1895
gelangen demnächst zur Musterung, die bezün.
lichen Anordnungen werden nock verlautbart
Uerden. 1II. Die regelmäßigen Stellungen der
Jahrgänge 1892, 1893 und 1896 sind erst für
einen späteren Zeitpunkt in Aussicht genommen.
In sfranzösischer Gefangenschaft.
Ein Roienheimer, welcher in Montbrison gefangen
ist, konnte an seine Angehorigen wieder
cine Ponlarle gelangen lassen, welch: das Dalum
des 11. Frhruar krägt. Er beitätigt mit
der Karte den Empfang verschiedener Sendun:
Len, schreibt aber dann solgendes: „Lasse durch
die Zeilungen bekannt geben, daß an Gefangene
in Frankreich leine Lichesgaben gesandt werden
sollen, da sie fur Palkete gezählt und dofür die
gro#en Palete von den Angehörigen nicht mehr
verabsolgt werden. Mir fehlen bis beute sieben
Valete. Es werden monatlich nur zuri Patete
verabsolgt.“" Bekanntlich sind die Uergünsti-Zungen
der Gefangenen in Frankreich wesentlich
Cingeschränkt worden. dazu gehört auch der
Emrfang ron Paketen. Der hier mitgeteilte
Nalschlag soll daher zur Nicktschnur dienen. Der
Postlarte in rom franzbrischen Jensurdienst noch
zjolpender Stempel aufgedruckt: „Antwortbriesfe
dürsen nur aus zwei Seiten je 16 Zeilen bestehen.“
Tatsächlich schreibt der Absender der
Postkarte auch, daß er einen Brief vom 25.
Januar erhalten hat, von dem dad letzie Blatt
abgetrennt war. Der Brief beiand also nur
noch aus zwei Seiten.
Beschaffung von Sämaschinen. Cemeinden
und Cruchafien, sowie Vereinigungen
ron Landwirten, nelche eine Sämaschine uur
gemeinsamen Benügung anschaffen wollen,
halten vrom landw. Kreisausschuß Zuscküfse bs.
zu 51) Mk. für die Maschine. Oesucke sind
alsbald an den landw. Bezirlsausschuß unter
Angabe des Katalogpreises, der Fabrik und
des vom Lieferanten eingeräumten Radbattes
einzureichen. "
Brot= und Meylverbrauch in Rolenheim.
Ueber den Brot und Mehlver-Urauch
in Rofenheim vecröffentlicht der Siadtmagistrat
heute zwei aichtige Belanntmachungen.
Wir machen unsere Leser besonders darauf
aufmerksam und legen die Einhalmung der
darin niedergelegen Bestimmungen alien dringend
ans Herz.
Vortragsabend findet am Dienslag, den
2. März im Fünferl. Verein statt. Herr Dr.
Anton Lechleuthner soricht über „Ein Jubiläum
auf dem Berge"“. Der Abend wird zugunsten
der Kriegshilfe pderanstaltet.
Eine Müllerversammlung, einberusen
vom Bezirk Rosenheim des Bayerischen
Muilerbunde, findet morgen Sonntag hier
siott. Sie wird nachmi.tag? 1.1 Uhr im Hotel
, Konig Otto“ abgehalten. Auf der Tagesordnung
sieht die Besprechung über das Ausmahlen
ron Brotgetreide nach den geietzlichen
Vorschriften.
Feuer. In der verflossenen Nacht ist die
mechanische Schreinerei des Herrn- J. Brochenlerger
im Anwesen des Herm D. Schran in
Fürstätt, Gries 6, ron einem verheerenden Feuer
heimgesucht rorden. In der zehnten Nachtstunde
kam das Feuer in der Maschinenhalle
zum Ausbruch; es grisf dann auf die mechonische
Schreinerei über, welche mit der Maschidenhalle
eingeäschert wurde. Das Holzlager.
welches in einem Schuppen abseits untergebracht
ist, blieb verschont, gleichwohl ist der Schaden
nicht unbeträchtlich, namentlich an Maschinen.
Werkzeug und Modellen. Die Rosenheimer und
die Fürstätier Feuerwehr belämpflen das Feuer
erfolgreich, so daß das Wohnbaus glücklicher
meise verschont blieb. Ueber die Entstehungsursache
ist sickeres noch nicht bekannt. Mit
den Aufräumungsarbeiten in alsbald begonnen
worden.
Rodelbahn. Von Locheck wird uns mitheteilt,
daß die Rodelbahn sehr gut ist.
Gesunden. 1 Läschcken und 1 Stück Stoff
wurden gefunden; abzuholen im magiftratischen
Geschästszimmer Nr. 2
Berguüqungsanzeiger.
Lichtspiele Helios. JIm Hotel „Deut.
scher Kaiser“ gelangt Samstag und Sonntag
eine hochinteressante aktuelle Kriegenummer zur
Vorführung: „Unsere Braven im Feindesland““
in zwei Teilen. Erlebnisse aus dem großen
Weltkriege 1913 15. Autbzer einigen vorzuglichen
Nebennummern isl dem Progkamme noch
einer der besten Heny Porten= Film „Ihre
Hoheit“ beigegeben.
Karnverschee.
C(andshut, 26. Febr. Der heutige Vitltualienmarkt
war schwach bestellt. 12
Stück Eier erhielt man für 1 Mk.; das Pfund
Rindschmalz kostete im Großverkauf 1.10 bis
1.15 Mk., im -leinverkauff u 1. 15 bie 1.20 Ml.;
Sbte 1.20 bis 1.30 Mr : Mollerreibutter
M., Schweinefett 1.10 W. m