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Uummer 66
Noen## #gs
Samsfag, 20. März 1015
und Kassala zu vereinzelten Ausständen, die
sich dann zu einem allgemeinen Aufstande auswuchsen,
als der Derwisch Mabur el Asl, der
„neue Mahdi“, wie er jetzt überall genannt
wird, die blutrote Fahne des Leiligen Krieges
nach dem Niltale trug. Von allen Seilen ström.
ten ihm die Unzufriedenen zu, so daß er bald
mit 10 000 Reitern nach dem Late No ziehen
lonnte.
Am 13. Dezember zogen gegen 40000 Derwische
nach Faschoda, denen der General Hawley
etwa 60000 Mamm britisch-ägyplischer Truppen
entgegenzustellen vermochte. Von diesen
gingen sämtliche eingeborenen Soldaten zu den
Derwischen über, so daß die Regierungstruppen,
laum noch 2000 Mann stark, im ersten Ansturm
von den Rebellen überrannt wurden.
General Hawlen und alle Offiziere fielen, die
Mehrzahl der Soldaten verendete unler den
Speerstichen der wilden Wstenreiter. Jedem
Gefallene ließ Mabur el As#l den Koss abschlagen.
Den Kopf des gefallenen Generals
Hawien sandte der neue Mahdi nach Khartum
mit der Drohung, daß jedem Engländer in
Kharium und ganz Aecgypten es so ergehen
werde wie diesem Verfluchten, den das Schwert
Allahs getroffen habe.
Insolge dieser ersten großen Wafsentat der
Derwische fielen alle Stämme von der Regie
rung ab, die bisher noch zu England bielten,
und die ögyptische Regierung wurde gezwungen,
bedeutende Truppenmassen, die sonfst gegen die
Türken am Sunezlanal verwendet wären, nach
dem bedrohten Sudan zu schaffen. Er. in nicht
zu viel geiangt, daß jetzi, Ansang März, der
ganze Sudan mit der Haupistadt Kharlum so
wie ein großer Teil Nubiens im unbeitrittenen
Besine der Derwische ist.
Allgemeines vom stieg
Das Mandat des Abg. Wetterle.
Berlin, 18. März. Die Geschästsordnungslommission
des Reichstages beschloß heute, das
Mandat des Abg. Weiterle für erledigt zu
erllären.
Englische Ernüchterung.
London, 18. März. Die „Times“ schreiben
in einem Leitartikel: .„Während Kitcheners
ernte Warnung, daß Arbeiterunruhen unseren
Bedarf an Munition in Frage stellen, noch in
unseren Ohren klingt, machen sich deutliche Anzeichen
bemerkbar, daß der Menschenbedarf weder
nachläßt noch nachzulassen verspricht. Die
"erlustlisten der Offiziere in den lehten Tagen
künden nur allzudenutlich an, um wie hohen
Preis unsere jüngsten Erfolge errungen wurden.
Wir beiitzen noch immer leine amtliche
Darstellung der britischen Gesamterluste, man
glaudt jedoch, daß sie zwei Driitel der deutschen
Verlusle ausmachen. Und das ist ern das
Vorspiel einer Kampagne, die in wenigen Wochen
ernitlich beginnen joll. Die Ergebnisse der
Rekrutierung sind nicht ganz zufriedenstellend;
in Irland sind sie besonders schlecht.“ Die „Times“
schließen: „Der große Führer der grohen
Demolratie jenseile des Allantischen Ozeans
schreckte nicht vor der allgemeinen Wehr-Vflicht
zurück, als sich die Republik im Kampfe
auf Leben und Tod befand. Wir sind überzeugt,
daß, wenn die Regierung unier Voll aufsordern
wurde, dasielbe zn tun, was Lincoln von seinen
Leulen vinge, es dieses Opfer mit größter
Bereitwilligkeit bringen würde.“ (3.)
Für die zunehmende Ernüchterung in England
spricht noch eine Reihe von Prepäußerungen,
die in den letzten . eeschienen sind.
1
Dle Kulegslage.
(Aus der leyten Nummer wiederholt.)
Strenge Plltungsmohnahmen gegen
llnderne und sengende Nasseuh#rden.
12 0 Kussen gesang u
4 Waschinengewehre erbentet.
WTB. Großes Hauptauartier,
13. März, vormitlags. Aimntlich.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Ein franzö ischer Vorsioß auf unsere Stellungen
am Südhange der Loretloiöne murde
abgeschlagen.
Französische Teilangrisse in der Champagne
nördlich von Le Mesnil wurden durch Gegenangrisse
zum Stehen gebracht. Ein dort gestern
Abend erneut einsetzender französischer Angriff
ist unter schweren Verinsten für den Feind zurückgewiesen.
den
In den Argonnen flaulen die Gesechle gestern
ab.
Französische Flieger warsen auf die ossene elsassische
Stadt Schleititadt Bomben ab, von
denen nur eine Wirkung er ielle, indem sie in
das Lehrerinnenseminar einsching, zwei Kinder
tötete und zehn schwer verletzte. Al5 Antwort
darauf wurde heule Nacht die Feilung Calais;
mit Bomben schweren Kalibers belegt.
Oesllicher Kriegsschauplatz.
Die russischen Angrisse auf unsere Stellungen
zwischen Pissek und Orzuc sowie nordöstlich von
Praszuyez murden auch geitern ohne Erfolg
sortgesetzt.
Westlich der Stlwa machten wir 900 und
östlich der Slma 1000 Gesangene und erbeuteien
vier Maschinengewehre.
Einen billigen Erfolg errangen krussische
Reichswehrhaufen beim Einbruch in den nördlichsten
Zipfel von Preußen in Nichtung auf
Sie plünderten und setzten Dörfer und i
Memel.
Güter in Brand. Den Städten des von uns
besetzten russischen Gebietes ist zur Strafe die
Zahlung größerer Summen als Entschädigung
auferlegt. Für fedes von diesen Horden auf
deutschem Voden niedergebranntes Dorf oder
Gut merden drei Dörfer oder Güter des von
uns besetzten russischen Gebietes den Flammen
übergeben werden. Jeder Brandschaden in Memel
wird mit Niederbrennen der russischen Regierungsgebände
in Suwalli und in anderen
in unseren Händen befindlichen Gouvernements-=hauptstädten
beantworlet werden.
ebe## Heeresleitung.
Bom weillchen Eiegsschunplat.
Der jüngste französische General
gefallen.
Rotterdam., 18. März. Der im Dienstalter
jüngite General der franz. Armee, de Sansmaison,
wurde bei einer Relognoszierung getötet.
Die engkischen Verluste
bei Neuve Chapelle.
Amsterdam, 13. März. Die „Times“ ge·
ben zu, daß die englischen Verluste bei Neuve
Chapelle sehr groß gewesen sind. Das Blatt
gibt sie auf etwa 12000 Mann an. Es will
nichts heißen, wenn zur Beruhigung der Gemüter
die deutschen Verluste auf angeblich 18 000
Mann angegeben werden. (3.)
Französische Einberufungen.
Paris, 18. März. Der „Matin“ berichtet:
Der Kriegsminister ordnete die Einberusung
der Jahreollasse 1916 an. Die Einberusung
der Pariser Rekruten erfolgt am 12. April.
Die Einberufung der für die afrikanische leichte
Infanterie beflimmten Mannschasten wurde auf
den 2. April festgesetzt. (Z.)
dom zsilchen Briegsschanpiag.
Die Lage im Osten.
VWITB. Berlin, 18. März. (Amtlich.) In der
Provinz Ostpreußen und darüber hinaus sind in
den letzten Tagen wieder unsinnige Gerüchte
in Umlauf gesetzt worden, wonach die Russen
neuerdings einen Teil der Provinz Ostpreußen
in Besih genommen hätten. An der Hand der
amtlichen Berichte ergibt sich für jeden Einsichtigen,
daß derartige Ausstreuungen nicht dem
#irlielen Sachverhalt entsprechen. Die von uns
im Osflen besetzte Linie verläuft von der Pilica
längr der Rawla und Bsura bis zur Weichsel.
Nördlich der Weichsel setzt sich die Linie
unierer Truppen über die Gegend ösllich Plock
über kronlinet Supen (beide südlich Mlawa)
sort. Von dort verläuft sie in östlicher
Richtung über die Gegend nördlich Przasnus),
südlich Myniniec, südlich Kollno, nördlich Lom
za und trifst bei Mocarce den Bobr. Von hier
folgt sie der Vobrlinie bis nordwestlich Ossowier,
das von uns beschossen wird, und läuft
über die Gegend östlich Augustow-Krasnopol
Mariampol-Pilwisski Slazi der Grenze entlang
über Tauroggen nach Nordwesten, also vom
Anfang bis zum Ende auoschließlich auf seindlichem
Boden. In der äußersten Nordspitze von
Ostpreußen, in der Gegend nördlich Memel,
sind am 17. März, also nach Entstehung der
oben erwähnten Gerüchte, schwache russische Abteilungen
eingefallen. Es find alle Maßnahsen
getroffen, diese Banden zu vertreiben, die man
nur als Mordbrenner bezeichnen kann.
Die Not in Östpreußen.
Königsberg, 18. März. Ueber den Zustand
im Kreise Oletzko erfährt das WTB. von
zuständiger Seite u. a. solgendes: In dem
Kreise Oletzto wurden durch den Einfall der
Russen rund 280 Gehöfte ganz, 234 Wohngebäude,
570 Ställe und Scheunen zerstört.
Die Gotteshäuser sind im ganzen erhalten geblieben.
Nach den bisherigen Feststellungen
schleppten die Russen aus dem Kreise 450 Personen
fort, darunter 52 Frauen, 60 Kinder (1).
Als umgebracht wurden bisher ermittelt 32
Müänner, 2 Frauen. Es in leider zu befürchten.
daß sich die Zahlen erheblich erhöhen. Die Zahl
der gegenwärtig vorhandenen Personen ist schälzungsweise
4000. Die Landbevölkerung ernährte
sich, bis durch die Behörden Lebensmittel
herangeschafft wurden, durch ungesalzene
Kartoffeln und mit Handmühlen geschrotenes
Brotgetreide. Als Ersatz für Salz wurde vielfach
Kainit verwendet. Außer in den GErenzbezirken
sind die Vorräte an Brotgetreide fast
ganz erhalten. Das gleiche gilt für die Kartoffelbestände.
Haser ist nur an ganz wenigen
Stellen in neunenswerten Mengen vorhanden.
Die landwirtschaftlichen Maschinen wurden fass
sämtlich oon den Russen geraubt. Etwa 800)
landwirtschaftliche Maschinen wurden von den
Russen zusammengeschleppt. In Philipowo wurden
die vorgefundenen an Landwirte verteilt.
Eine Unterredung mit Hindenburg.
Berlin, 18. März. Aus Amsterdam wird
der „Voss. Ztg.“ gemeldelt: „Neuyork Times“
und „Daily Chronicle“ veröffentlichen eine Unterredung
des Berichterstattere der „Newyorl
Times“ mit Generalfeldmarschall v. Hindenburg
in dessen Hauptquartier. Hindenburg sagle: Sagen
Sie unseren Freunden in Amerika und auch
denen, die uns nicht wohlwollen, daß ich mit uners
iterlicher Zuversicht dem Sieg und den
wohlverdienten Ferien entgegensehe; wann, lann
ich nicht sagen, ich bin kein Prophet. Groß ist
die Arbeit, die uns noch bevorsleht, aber größer
noch meln Vertrauen in meine Truppen. Hin
deuburg sora, dann in warmen Worten von
den nn ungarischen Truppen und lobte
auch den Mut der Feinde. Die Russen kämpfen
gut, aber weder bhysischer Mut, noch die Ueberbl,
noch beide zusammen, gewinnen heute
Krlege. Die russische Dampfwalze habe die
Wege mit ihren Vorwärts- und Nückwärtsbewe-Kungen
keineswego verbessert. Ueber die Pläue
des Großfürsten Nilolaus, der über Pelersburg
und London eine neue rufsische Kavallerieoffensive
verkündet bat, sagle Hindenburg: Sie wird
sich den Kopf einrennen gegen die Mauer gekreuen
Fleisches und Blules, durchsetzt mit Stahl,
wenn sie überhaupt kommt. Von Amerika spre
chend, meinte er: Amerika habe ick es vielleicht
zu dantken, daß meine Armeen heute in Rußland
stehen, dem amerikanischen Eisenbahngenino, der
mir durch diese wunderbare Wafse ermoglichte,
immer wieder mit einer geringen Angahl Tiuppen
Millionen von Russen auszuhalten und zu
rückzutreiben. Die Lolomotive gegen die Dampf.
walze! Schon deshalb hat sich Amerika als
unser Freund erwiesen, wenn es auch nicht unser
Verbündeter ist. Wir erwarten mit wirllichem
Interesse die Ankunft unserer ersten amerikani
schen Kanone. Verwundert fragte der Bericht:
erstatter, was der Feldmarschall meine. Dieser
antwortele lächelnd: Ich habe gelesen, daß
schwere Kanonen aus Amerika nach Rußland
unterwegs sind; sie sind nur an Ruhland adres
siert, aber für und bestimmt. Ernst fügte er
hinzu: Haben die klugen amerikanischen Geschäftsleute
sich schon einmal das Bild eines
deulschen Soldaten ausgemalt, der von einer
amerikanischen Kugel durchs Herz getroffen
wird? Sollte solch ein Bild nicht auch dem
Geschäftsmann zu denlen geben? Spater fragle
Hindenburg den Berichterstatter: Also Sie wollen
zur Front? Wohin? Antwort: Nach Warschaut
Hindenburg entgegnete lachend: Ich
auch, aber heute ist es noch v-ausgeschlossen; doch
es wird schon kommen. Der Berichterstalter
jragte: Darf ich dann mit? Antwort: Gewiß,
dann sollen Sie selbst sehen, welche Barbaren
die Deutschen sind. (J3.)
Der neue Bankdirektor.
Nemen ven Reinbold Ortimenss.
12 (Kachdruckk verhoten)
Oie Sunatton ware ohne Zweisel zu einer
krinihen geworden, wenn nicht einer aus
dem Dausen Vidal erkannt häne. Und der
Name des allgemein beliebten und verehrten
Ar#te: wirkte auch hier'wie ein Zauberwort.
Sobald man innegeworden war, daß der blonde
Gremde und Doltor Vidal zueinander gebrten,
anderte sich mit einem Schlage das Benehmen
der Menge, und von einer leindseligen Stim.
mung war nichts mehr zu spüren. E;z wurden
sognr aleri Acußerungen des Unwillens uber
d#'s Veryalten des Soldaten laut, und dieser
iel: es darum fur geraten, stillschweigend zu
verschwinden.
Nodewaldt merkle kaum etwas von diesem
Plöoglichen Lmsichwung, wie er auch von der
Gesahr, in der er sich eine kurze Zeit befunden,
nichts wabrgenommen hatte. Seine ganze
Aufmerksamteit und sein ganzes Interene
Goo der mutigen Dame, welche durch ihr
wischenireten den Indioner vor weiteren
Mhmandlungen bewahrt hatte. Sie wor neden
dem zu Boden ge'unkenen, zerlumpten Cinge
borenen niedergekniet und bemühte sich, mit
ihrem seinen Taschentuche das aus seiner
Bunde hervordringende Blut zu siulen. So
eisrig gab sie sich diesem allerding ziemlich
äweclosen Samariterwerke hin, dan der lunge
Deutsche von .4 Gesicht zunachst nichts
wahrnehmen konnte. Er sah nur die Fülle
wirrer, schwarzer Logerr. die sich unter der
elwas verschobenen Mantllla heroordrängten;
aber es war ihm seltsamerweise trotzdem als.
müsse er dlesem entschlossenen und warmherzigen
weiblichen cchn schon einmal begegnet sein.
1 da Doktor Vidal sich ebemalls uber
den Verletzten hinabbeugte, um seine Wunde
zu untersuchen, erhob sie den Kopf, und jetzt
erner ein seines Profil mit leicht gebogenem,
schmalem Näschen, rundlichem Kinn
und anmutig Leschwungenen Lippen. Das
zarte, längliche Gesichichen war etwas dunkler
efärbt, als es sonst bei den Kreolinnen der
Vall zu sein pflegt; aber dieser warme Bronzeton
erschien ihm von einem ganz besonderen
Reiz Er wußte 1ege, daß er dies Antlitz, das
man — nicht so leicht wieder vergaß, zum
ersten Male erblickte, aber er konnte trogdem
noch immer die Empfindung nicht loswerden,
daß irgend etwas in der Erscheinung des Mädchens
idn eigentümlich bekannt anmute.
Sie wechselle einige Worte mit dem Arzte,
und dieser wandte sich jent an leine Um bchlln
itrt der Turolbrtenne den noch immer tith ih
winselnden Indianer in den nächsten Verkaufsladen
zu tragen, damit er ihm dort die erforderliche
Hilse angebdeihen lassen könne. Ein
Dutzend Hände waren sofort zu dem Liebesdienst
bereit, obwohl sich ohne Doktor Vidals perfönliches
r2 wahrscheinlich kein einziger aus
dem Juschauertreife geneigt gesunden hätte, die
schmutzige Rothaut zu berühren. Auch Werner
hatte unbedenklich zugegriffen, und so brachte
man den Patienten, der allem A#schei nach
über die Mühe, die man sich mit ihm gab, am
meisten erstau nt, war, in ein nur wenige
Schritte entserntes Maga zin, dessen Inhaber
in nutlt Bee- belde Glastüren
welt geöffnet hatte, den voraus rettenden
Arzt mit tleser Verbeugung beg
Der Menschenschwarm wollte
8
beaten
nachdrängen, aber eine gebieterische Handbewegung
des Arztes reichte hin, ihn zurückzuscheuchen,
und glei y darauf besond sich
außer Vidal nur non, Werner und die tapsere
junge Unbekannte in dem kleinen Gemach,
der menschenfreundliche Tiendero (Kaufmann)
ihnen zur Verfügung geitellt hatte. Der Eiser,
den dieser wackere Geschäftsmann bewies, indem
er dienstbeflissen hundert Dinge herbeischaffte,
deren man durchaus nicht bedurfte,
würde etwas wahrhaft Rührendes gebabt haben
wenn er ) un. moch höherem Maße
belustigend gewejen
Als er zum sunsten oder sechsten Male
bereingeschossen kam, weil er noch irgendwo
ein Püchschen mit Salbe auifgestöbert hatde,
komplimentierte ihn Vidal freundlich hinaus
und verriegelte hinter ihm die Tür. Auch die
Hilfe, die ihn Werner anbot, lehnte er kopfschüttelnd
ab
*s Siee nicht übel, lieber Freund,
aber für d §8 hier zu tun ist, taugen
Frruenberde Gbege r Und ich möchte wünschen,
daß ich immer so zarte und gelchtate zur Versügung
hätie, wie in diesem Augenblick.“
Die junge Dame schien das Lob gar nicht
gehört zu haben, oder es für etwas Seldstverständliches
zu nehmen, denn sie sah nicht
einmal von ihrer Besaaelt. ung auf. Gleich
nach ihrem Einurtte e sich des (Gies
Straßenlsäckchens F pnt unk die Uermek ihres
Kleides bis zu den Ellenbogen über die schöngeformten
Arme binqufgesteft, Beherzt und
icher, wie wenn es sich für sie um eine gewohnte
und lön t vertraut-schindan
etftetesledensztelledte mannigfachen
Handreichungen, deren er bei der Reinigung,
der Untersuchung und *5 t der unde
r#————“t"““““4“
vedurfte. Um die Anwesenpent Werners küm.
merte sie sich dabei nicht im mindesten, und
er konnte sich dorhal Lanz ungestort von
seinem Platze am Fenster aus dem Vergnügen
hingeben, das ihm die Beobachtung dieses sellsamen
Wesens gewährte.
Einmal, als ihre linke Hand hell von der
Sonne beschienen wurde, sah er an dem seinen
Rbingsinger einen Brlllanten aufblitzen, und in
diesem Augenblick wurde es ihm plöglich zur
Gewißheit, daß sie keine andere war als seine
geheimnisvolle Bekannte aus Sennor Manuel
del Vascos Hause. Er hatte ihr Gesicht damals
nicht erkennen können, und bei der Vorliebe
der Kreolinnen für Schmuck gab es
licherlich in Buenos Aires mehr als eine junge
Dame, welche derartige Kleinodien trug. Trotdem
begie er nicht mehr den geringsten Zweisel
an der Richtigkeit seiner. Vermutung. Das war
dieselbe behende, seinglledrige Gestalt; daos
waren dieselben wirren schwarzen Locken, die
sich so reizend widerspenstig um Hals und
Schläsen ringelten, und das war auch dieselbe
melodische, dunkel gefärbte Stimme, deren
Klang damals so eigentümlich reizvoll auf ihn
Vewirtt batte.
t begriff er 66 kaum, daß sie seine Gedonten
in eir ganzen Zeit so wenit beschäftigt
hatte, denn er empfand über den Zufall dieser
unter so ungewöhnlichen Umständen ersolgten
Wiederdegegnung eine Freude wie über ein
großes und unwerhofftes Glück. Nun konnte
ihm He #en auch nicht länger verborgen bleiben
wer sie
(Fortsetzung kolgt.)
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