Full text : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

11916
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den  Schulbegum  nicht  rerlegen  zu  wollen.  Tasselbe
  gilt  vom  Beginn  des  Gotteodienstes.  Siadt
und  Land  sind  hier  ganz  verschieden  zu  beurteilen.
  An  das  Kriegoministerium  soll  eine  Vorsiellung
  gerichtet  werden,  die  Vorschriften  hinsichtlich
  der  Gefangenenverpflegung  den  wesentlich
  erschwerten  Ernährungsverhältnissen  der
ubrigen  Bevölkerung,  derjenigen  des  Bauern
selbst,  der  eigenen  Arbeiter  anzupassen.
Verständnisvolle  und  wohlwollende  Aufsklärung
im  richtigen  Sinne  seitens  der  Inspektionen
und  Kontrolloffiziere  der  Gejangenenlager  können
  hier  aufklärend  und  erfolgreich  eimvirken.“

HMänchener  Neuuckeilen

München.  28.  April.  Jur  Regelung  des
Verkehre  mit  Verbrauchozucker  erläßt  der
Münchner  Magistrat  nachstehende  Anordnun
gen:  Es  ist  verboten,  Jucker,  gleichviel  in  welcher
Menge,  aus  München  ausifhren.  Zucker  darf
an  Verbraucher  nur  gegen  Norzeigung  der  Le
bensmittellarte  und  nur  in  Mengen  von  250
(Gramm  (1:  Pfund)  abgegeben  werden.  In  Hotels,
  Gast=  und  Schamwirtschaften,  Kasseehän
sern,  Pensionen,  Erfrischungsräumen,  sonstigen
Gaststätten  und  anderen  ahnlichen  Betrieben
darf  zu  jeder  Tasse  Kaffee,  Tec  oder  Kalao  nur
1  Slük  Zucker  abgegeben  werden.

München.  28.  April.  Diesen  Samstag  wer
den  die  Gasträume  in  dem  Neubau  des  Gast
boses  Großer  Rosengarten  (Besiter  H.  und  A.
Maier)  an  der  Schützennraße  erosinet,  die  gleich
dem  ganzen  Bau  von  der  Baufirma  Karl  Stohr
entworsen  und  auegesüllrt  wurden.  Die  neuen
Naume  machen  einen  sehr  gediegenen  Eindruck.

München.  28.  April.  Im  Tierpark  Hellabrunn
  hat  seit  langem  nichto  so  riel  Aergnügen
hereilet,  als  die  beiden  Vraunbären,  die  sich  seil
einer  Woche  jeden  Nachmitlag  im  Außenzwinger
lummeln  dürfen.  Die  Kinder,  welche  die  Bärenmutter
  n.it  größter  Liebe  besorgt  und  pflegt,
find  zu  drollig  und  komisch  in  ihren  Bewegungen,
in  ihren  dusgelassenen  Spielen  und  Balgereien.

3awerische  Rachrichles.

Augsburg,  28.  April.  Der  Gemeindehaushaltplan
  für  1916  isll  den  Mitgliedern  der  stähtiichen
  Kollegien  im  Entwurf  zugestellt  worden.
Er  sieht  eine  Erhöhung  der  (bemeindeumlagem
um  300  Proz.  ror  und  schließt  in  Einnahmen  und
Ausgaben  mit  14,444,0.  M.  gegen  13,928,114
Mark  im  Vorjahr  #ab.  Durch  OGemeindeumlagen
sollen  4,463,335  Mk.  aufgebracht  werden,  das
lind  180  Proz.  gegen  150  Proz.  im  Vorjahr.

Regensburg,  26.  April.  Der  Stadtma=Listrat
  hat  den  Gemeindchaushaltplan  für  1916
mil  5  348  619  M.  in  Einnahmen  und  Ausgaben
und  1  361  277  M.  Umlagenbedarf  ausgestellt.
Die  Gemeindeumlagen  wurden  rorbehaltlich
endgültiger  Beschlußfassung  nach  abgeschlossener
Steuerreranlagung  wie  im  Vorjahre  auf  167
Proz.  —  für  die  Jsraeliten,  die  eim,  eigene
Schule  unterhalten,  auf  128  Proz.  festgesetzt.
Ganz  erhebliche  Einnahmeausfalle  zeigt  der  Eiat
des  Schlachtriehhofes,  dessen  Gebühren  nur  mit
der  Hälfte  des  früheren  Ertrages  angenommen
werden  dürfen.  Die  ausPerordentlichen  Kriegsausgaben
  1916,  die  ohne  den  Aufwand  für  die
Lebensmittelversorgung  auf  1  642  10100  M.  veranschlagt
  sind,  werden  wie  im  Voriahre  wieder
auf  Kriegsanlehensmittel  verwiesen.

Aschaffenburg,  28.  April.  In  der  Nacht
zum  16.  April  morgens  zwischen  1  und  2  Uhr
wurde  die  Hebamme  von  Sulzbach  von  einem
unbekannten  Herrn  zu  einer  Entbindung  nach-Soden
  gerufen.  Auf  dem  Wege  dorthin  trafen
sie  eine  Dame,  die  ein  neugeborenes  Kind  im
einer  Tecke  eingewidkelt  im  Arme  hatte  und
erklärte,  daß  sie.  soeben  von  der  Geburt  übenrascht
  worden  sei.  Der  Herr  und  die  Dame  ersuchten
  die  Hebamme,  das  Kind,  einen  Knaben,
mit  nach  Hause  zu  nehmen,  in  Den  näch  sten  Tagen
  würden  sie  es  abholen.  Sie  kamen  jedoch
nicht  wieder.  Wohl  aber  erhielt  die  Hebamme
am  22.  April  einen  eingeschriebenen  Brief  aus
Hanau,  in  dem  sie  ersucht  wurde,  das  Kind
kath  *1  taufen  zu  lassen  und  ihm  den  Namen
Erich  Walther  zu  geben,  fserner  es  aufzuziehen,
es  werde  von  Zeit  zu  Zeit  Geld  geschickt:;  in
einem  Jahre  erhalte  sie  wieder  schriftliche  Mitleilung.
  Der  Brief  war  mit  „Walter“  unterschrieben,
  200  Mark  waren  beigelegt.  Einen
Brief  ähnlichen  Inhalls  erhielt  auch  das  Pfarramt
  in  Sulzbach.  Das  Kind  befindet  sich  seit
dieser  Jeit  bei  der  Hebamme;  seine  Herkunft
ist  noch  Geheimnis.

nürnberg,  28.  April.  Der  Fabritbesitzer
Erust  Kramwell  hat  eine  Stiftung  von  150,000
Mark  errichtlet.  Zwei  Drittel  der  hieraus  ansallenden
  Zinsen  sollen  zur  Gewährung  von  Renten
  und.  Unterstützungen  an  Angestellte,  Arbeiter
und  MWeiterinnen  der  Firma  Kromwell  dienen
und  e.  Drittel  soll  zur  Gewährung  von  Gaben
au  ordentliche,  sleizige  und  besähigte  Kriegerwaisen,
  ohne  Unterschied  der  Konfession,  behufs
Ausbildung  zu  einem  Berufe  rerwendet  werden.
Der  Magistrat  hat  in  seiner  heutigen  Sitzung
unter  Ausdruck  des  Dankes  die  Verwallung  über
diese  Stiftung  übernommen.

 

 

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Die  Trichterlämpfe  bei  Se.  Eloi.

An  den  auf  unserer  unteren  Karlensligze  genau
bezeichneten  Stellen  hatten  die  Engländer  weitangelegte
  und  sorgfältig  verbreitete  Sprengun.
gen  ins  Btik  gesetzt,  um  so  zu  ihrem  Ziele
zu  gelangen.  Daß  diese  Absscht  scheiterie,  L
das  Verdienst  tapferer  norddeutscher  Truppen,
der  Medlenburger,  Schleswig-Holiteiner,  Han—

seaten  und  Pommern,  die  hier  nut  unwidersleh.
lichem  Ansturm  sich  den  Briten  entgegenstellten
  und  die  Stellungen  wieder  besetzten.  Wie
gewaltig  die  Sprengwirtungen  waren,  geht  daraus
  herror,  daß  der  dritie  Trichter  der
größte  ron  allen  einen  Durchmesser  von  etwa
6011  Meter  hatte.

 

 

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Srenlande.

Kufstein,  23.  April.  Tie  Bierabgabe  in
Kufstein  wurde  durch  eine  Verfügung  des  Slaotmagistrates
  neu  geregelt.  Für  den  Auoschank
in  den  Gasthäusern  und  für  den  Gassenschank  sind
besondere  Zeiten  seitgeietzt,  und  zwar  für  den
Bierausschank  an  Sonntagen  von  9  Uhr  vor—
mittags  bis  1  Uhr  mittags  und  ron  5  Uhr  nach
mittags  an,  an  Wochentagen  ron  11  Uhr  vormittags
  bis  1  Uhr  miltags  und  ron  6  9  Uhr

abends.  Der  Gassenschank  ist  für  alle  Tage
ron  1212  bis  12  Uhr  mittags.  und  von  6  bis  8
Uhr  abends  gesiattet.  Die  Abgabe  von  Bier
beschränkt  sich  für  Bierausschaul  und  für  Gassenschank
  auf  einen  Liter  für  die  Person.

Salzburg.  28.  April.  Bei  der  heutigen  Audienz
  der  Salzburger  Huldigungsdeputation
beim  Kaiser  in  Wien  verdolmetschte  Landeshauptmann
  Winkler  die  Gefühle  der  treuen
Anhänglichkeit,  Liebe  und  Dankbarkeil  der  Salzburger
  für  den  RKaiser.  Sie  seien  entschlossen,
trotz  aller  Beschwerden  des  Krieges  durchzuhalten,
  bis  ein  dauernder  Friede  errungen  ist.  Der
Kaiser  erwiderte:  „Salzburgs  tapfere  Sohne
erwarben  durch  ruhmreiche  unvergleichliche  Heldentaten
  den  Anspruch  auf  des  Kaisers  besondere
Anerkennung,  sowie  den  innigen  Dank  des  Valerlandes.
  Die  Taten  der  braven  Salzburger
werden  noch  den  lommenden  Geschlechtern  ver
lünden,  wie  tief  der  Gedanke  der  Jugehörigkeit
zur  Macht  und  Größe  des  Reiche  in  allen  Herzen
  begründet  ist.“  Der  Kaiser  sicherte  Salzburg
  auch  fernerhin  seine  unablässige  Fürsorge
zu,  auf  daß  es,  wenn  mit  Gottes  Hilfe  der  ehrenrolle
  Friede  errungen  ist,  den  Segnungen  einer
mächtig  aufstrebenden  Entwicklung  wieder  in  vollem
  Maße  teilhaftig  werde.

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Oberaudorf,  29.  April.  Morgen  Sonntag,
den  30.  April  veranstaltet  das  Tegernseer

Bauerntheater,  Direltion  Wolsgang  Hubauer,
in  Lampachers  Sommerkeller  zwei  Vorstellungen.
  Nachmittags  4  Uhr  gelangt  das  Märchen
„Hänsel  und  Gretel“  zur  Aufführung.  Den
Schulkindern  ist  der  Besuch  dieser  Nachmitlags-Vorstellung
  gestattet.  Abends  8  Uhr  gelangt
ein  zeitgemäßes  Charakteristik  „Ein  bagyerischer
Landwehrmann  oder  Im  Tode  rereint“  zur
Aufführung.  Der  Ort  der  Handlung  ist  nach
Oberaudorf  verlegt.  Tie  Jwischenpausen  werden
durch  Zitherrorträge  ausgefullt.  Die  beiden
Vorstellungen  werden  sicherlich  zahlreichen  Besuch
finden.  Auch  die  Schauspieler,  die  daheim  geblieben
  sind,  führen  einen  schweren  Kampf  ums
Dasein,  sodaß  allein  schon  das  Aeranlassung
geben  wird,  die  Vorstellungen  zu  besuchen.

Tegernsee,  28.  April.  Die  Gastwirte  von
und  Umgebung  haben  den  Mindestmittagtischpreis
  auf  1  Mark  und  für  Braten  auf  1  Mark
20)  Pfg.  erhöht.

Wasserburg,  28.  April.  Auf  dem  Patrouillengang
  sah  heute  morgens  Gendarm

erschbaumer  unweit  der  Vau#schaft  an  angeschwemmten
  Gestrüpp  im  Inn  eine  mämnliche
Leiche  hängen  und  fasi  zu  gleicher  zeit  trieb
anscheinend  eine  weibliche  Leiche  durch.  Er  zog
sie  an  Land  und  man  sah,  daß  es  sich  um  einen
österr.  Kaiserjäger  handelte.  Die  Leiche  des  in
den  20er  Jahren  gestandenen  jungen  Mannes

 

war  im  Gesicht,  Händen  und  Knie  sehr  zerschunden
  und  dürfte  schon  länger  im  Wasser
gelegen  jein.  In  seinen  Taschen  fand  man  u.  a.
solgende  isitenkarte:  Einj.  Freiw.  Leop.  Seil
denslein,  k.  k.  Juf.-Reg.  Nr.  40,  3.  Ersan-Komp.,
Magyarorar  (Ungarn.)  Die  Leiche  wurde  in
den  Friedhof  rerbracht.  Ein  folgenschwerer
Unfall  ereignete  sich  in  der  Bierbrauerei  Chri
sioph  Stechl  dahier.  Dort  wurde  die  neuausge
stellte  Dampfmaschine  in  Betrieb  gestellt.  Beim
Abstellen  der  Maschine  stemmte  sich  der  Ma
schinist  Holzer  gegen  das  Schwung  rad,  wurde
beiseite  geschieudert  und  erlitt  einen  Aemtruch.

Berchtesgaden,  28.  April.  In  rergangener
Nacht  flurzte  die  75  jahrige  Ursulo  Mayerhosfer.
  Bürftenmacherswitwe  aus  München,  von
der  Stiege  ihrer  Wohnung  ab  und  blieb  als
Leiche  liegen.

—

Die  neue  Sommerzeit.

Durch  eine  Verordnung  des  Bundesrats  ist
die  Früherlegung  der  Tageszeit  in  den  fund
Sommermonaten  Mai  bis  einschließlich  September
  1916  um  eine  Stunde,  also  die  Einfuhrung
  der  sog.  deutschen  Sommerzeit,  verfugt
  worden.  Der  1.  Mai  beginnt  am  37.  April
11  Uhr  nackmittag;  zu  diesem  Zeitpunkie  wer
den  alle  Uhren  im  Reiche  auf  Mitternacht  rorgestellt.
  Der  30.  Sepl.  endet  eine  Stunde  nach
Mitternacht;  zu  diesem  Zeitpuntte  werden  sämt.
liche  Uhren  auf  Mitternacht  zurügestellt.  Mit
dem  Beginn  des  1.  Oktober  ist  also  die  gegenwartige
  Zeitrechnung  wieder  hergestellt.  Ohne
rie!  Larm  wird  mit  der  Monatswende  vom
April  zum  Mai  eine  Reform  durchgefuhrt,  die
mit  ihrem  unabwendbaren  Eingriff  in  das  Priratleben
  geradezu  an  die  vor  undenllicher  Zeit.
erfolgte  Einführung  des  gregorianischen  Kalenders
  erinnert,  die  einfach  die  Zeitrechnung  und
12  Tage  weiterrückte.  Jetzt  werden  durch  demn
Arm  der  Staatosgewalt  im  Reiche  wie  in  Oesterreich
  Ungarn  alle  Uhren  in  der  Nacht  zum  1.
Mai  eine  Stunde  rorgerückt  werden.  Der  Zwe4
dieser  Maßnahme  soll  ein  gesundheitlicher,  wirtschaftlicher
  und  gewissermaßen  auch  ein  sittlicher
sein.  Wenn  man  um  6  flatt  um  7  Uhr  aufstelen
  und  um  9  statt  um  10  Uhr  ine  Bett
gehen  wird,  so  wird  das  Tagespenium  sich  mehr
im  Tageslicht  rollziehen,  der  Weg  zur  Arbeit
wird  mehr  in  die  Morgenfruhe  gerückt,  es  wird
abende  Licht  Petroleum,  Gas,  Elektrizität,
also  auch  Kohle  und  Kupferdraht  und  das  koit
spielige  Material  der  Gluhlampen  geipart
und  dicl  Gastwirtschaften  aller  Art  wie  die
Theater-  und  Lichtspiele  werden  um  eine  Stunde
fruber  schließen.  Wir  haben  uns  in  diesen  zwei
Jahren  an  so  viel  gewöhnt,  daß  wir  die  Genhh#=nung
  an  dieses  Neue  laum  empfinden  werden.
Unsere  Bureau-,  Schul.  und  Arbeitsstunden
sind  im  Sommer  und  Winter  ziemlich  dieselben;
die  meisten  Menschen  stehen  auch  ohne  Rücksicht
  auf  die  Jabreszeit  gleich  früh  oder  auch
gleich  spät  auf.  Aber  die  Sonne  macht  es
anders.  Sie  geht  im  Dezember  um  8  Uhr  auf,
im  Mai  schon  um  4  Ulr  und  im  Jum  etwaum
  3  Uhr.  Für  die  Leute  nun,  die  immer  zur
selben  Jeit  aus  ihren  Bellen  ktrauchen,  bemuht
sich  die  Sonne  ganz  vergeblich;  sie  haben  nichto
von  dem  frühen  Licht  und  abends  zünden  sie,
eben  die  Lampen  an,  sobald  es  finster  wird.
Drehen  wir  nun  ganz  allgemein  am  1.  Mai

 

 

Sonntag,  30.  April  1916

die  Uhren  um  eine  Hunde  vor,  so  beginnt
nalurlich  die  Arbeit#ozeit  auch  um  3  Uhr,  aber
es  ist  erst  7  11.  Und  der  Arbensichluß  tritn
wie  sonft  um  iechs  Uhr  ein,  aber  es  iit  „mittel.

europaisch“  erst  5  Uhr.  Und  bierin  liegt  der
große  Wert  der  Neuerung;  morgens  i#t  es  langst
Tag,  wenn  die  Menschen  aufstehen:  abends  aber
dauer!  der  Tag  eine  volle  Stunde  länger!  Wir
werden  also  ganz  automatlisch  Fruhauf'ieher
werden.  Die  Einführung  der  Sommerzeit  ge
schieht  natürlich  im  Einvernehmen  mitl  den  deut

schen  Eisenbahnrerwaltungen.  In  der  Nach.
rom  30.  April  zum  1.  Mal  werden  auch  alle
Bahnloouhren  in  Demschland  um  eine  Siunde
rorgeiellt  werden.  Die  Zuge  werden  zu  den
fahrplanmaßigen  Zeiten  verkehren,  die  gegenn
ber  der  jerigen  Rechnung  freilich  um  eine  Slunde
fruher  liegen.  Der  3½.  April  wird  demnach  nur
23  Stunden  und  der  3¼.  Seplember  25  Stunde
haben,  danach  im  alles  wieder  im  Gleichgewsch!.
Den  llebergang  zur  Sommerzeit  durfte  der  min
einer  „richtig  gehenden“  Uhr  ausgeruftete  Re:
sende  laum  merken,  dahingegen  wird  ihm  in  de:
Nachl  zum  1.  Oktober  ein  langerer  Aufenthat:
zweifelsohne  sehr  auffallen:  in  dieser  Nacmussen
  nämlich  jämtlickhe  unlerwegs  befindlich:
Ferniuge  eine  Stunde  ausgehalten  werden,  um
nach  der  dann  wieder  in  Krait  tretenden  Wi

terszeit  nicht  zu  fruh  anzukommen.  Andererseitwerden
  am  70.  April  einzelne  Ouge  wesenina
früher  abgeiertigt  werden,  als  es  der  Winie:

fahrplan  rorsiehl,  um  beim  Eimmritt  in  ol-Sommer:eit
  in  den  fahrplanmanigen  Lauf  #.
lommen.  Ein  Teil  der  Zuge  wird  die  bein
Eintritt  in  die  Sommerzeit  erlittene  Verspalun
aus  besonderer  betriebsdienulichen  Orunden  1:
zur  Uebergangs-  oder  nielilation  beibehalte

müssen,  wahrend  andere  uuge  der  llebergangenacht
  die  beim  Eimritt  in  oie  Sommerzeil  er
litiene  Veripälung  durch  Kurzung  der  Station.
aufenthalte  und  der  Faürzeilen  moglichst  dba

ausgleichen  werden.  AIm  gewohnlichen  Leb.

twird  sich  die  Sache  nicht  schwer  gestalten.  Aubesten
  fahrt  derjenige,  welcher  am  30.  Aprt.
ror  dem  Schlafengehen  jeine  Uhr  um  ein
Ztunde  rorruldl.  Er  wird  dann  von  der  Neur
rung  weiter  nich#  merlen,  sonbern  am  nad’e:
Tage  und  jur  die  münnit  io  aufüchen.  wie  biler
  auch.  Wer  aber  odie  Uhr  vorzurucken  der
gißt.  lauft  Gefal:  #r.  am  1.  Mai  um  eine  Siund:
zu  spät  zu  Dienn  zu  kommen.

r□  n
Rosenheim,  Zu.  Abrtil
Auf  dem  Felde  der  Ehre  gefallen
Alois  Eberoberger.  Grofemuller  n  Achen  be-Schonten,
  Gefreiler  im  12.  Landw.  IJns.  Reg.

Georg  Geigenberger.  Pfleger  in  WGaberiee.  Land
wehrmann  im  2.  Landw.-Juf.  Ne

Auszeichnungen  im  Felde.  Der  Aize
wachtmeister  Chrifeian  Taudmann,  Sohn  der
Bahnschlosferseheleue  Taubmann  in  Rosenheim.
wurde  mit  dem  Eisernen  Kreuz  2.  Klasse  aus
gezeichnei:  das  Militarrerdiens#reuz  hat  er  sis
früher  schon  erworben.  Dem  früher  beim  Stadt
magistrat  Wafferburg  taligen  Lehrersiohn  Mai
Haimerl  aus  Edling.  jenzt  Sekretar  an  der  Hei!
und  Pflegeanalt  Ansbach.,  uurde  das  Eiserne
Kreuz  rerliehen:  Haimerl  eht  ale  DVizefeldwebel
und  Offiziersaspirant  im  Felde.

Die  Fleischtarten.  Ju  den  Kreisen  der
beteiligten  Gewerbetreibenden  int  die  Befurchtuna
laut  geworden,  durch  Abs.  XVI,  der  Ausful
runger  orschriften  z  Paragraph  5  werde  die
Abgate  ron  Fleisch  mit  eingewachsenen  Kno
chen  verboten.  Diese  Befurchtung  ist  unbegrun

det.  Fleisch  dieser  Art  fallt  vielmehr  unter  die
in  is.  3  .  .  O.  aufgeführ#n  Jubrige#
Fleischwaren“:  :  für  100  Gramm  Fleiich  mi:

eingewach  enen  Knocken  sund  also  Fleischmarken
im  Nennwert  ron  I0  Gramm  abzuliefern.
Die  beteiligten  Kreiie  find  entsprechend  auf
zuklären.  1.  -

Das  König  Ludwig  Kteuz
rerliehen  dem  Oberzollinipeltor  und  Vorfland.
des  Lauptzollamtes  Rosenbeim.  Karl  Durat
de  Nararre;  dem  Jolloberkontrolleur  Gollfried
Beck  in  Bad  Reichenhall;  dem  Jolleinnehmer
Ouo  Pischinger  in  Schellenberg;  dem  Bergrat
und  Vorande  des  Berg.  und  Salinenamter
Berchteogaden  Mar  Hugo  Fischer:  dem  Ober
amtsrichter  am  Amtsgeric't  Traunstein  Ober
landesgerichts  Srat  Mar  Schie##leder:  dem  Haup!#
mann  Adolf  Schwalber  in  Wafferburg  a.  J.
dem  Haurlmann  Edmund

1  Schrott  in  Rosen
heim;  dem  Haupltmann  Woligang
Wasserburg:;

Hager  in
manyer  in

dem  Oberleumam  Anton  Stog

Wasserburg;  dem  Feldwrbelleutnant

Eduard  Eimer  des  Garnisons  Bataillons  Nr.  1.
dem  Stabvarst  d.  L.  a.  D.  Dr.  Karl  Maul:
dem  Be  jirksfeldwebel  Joi.  Jungwirth,  des  Ve
zirkekommandos  Waiserburg:  dem  Feldwetei
d.  L.  Ludwig  TSleen  beim  Umlade  Kommand.
der  Sanierungsanttalt  Rosenheim;  dem  Unter
offirier  d.  R.  Otio  Heldwein  beim  Gesangenen
Lager  Trannstein:  dem  k.  k.  österr.  Statthalie
reiral  Karl  Bruder,  Vorstand  der  Bezirkshaupt
mannschaft  Kufstein:  dem  Asjistenzarzt  a.  D.
Dr.  Karl  Buchner  in  Sckliersee:  dem  Platz
meister  Johann  Gaibinger  in  Kolbermoor:  dem
Goldarbeiter  Sererin  Guttmann  in  Berchie#
gaden;  dem  Kaufmam  Joseph  Heliel  in  Ro
senheim;  dem  Gendarmerie-Wa  tmeister  Jal.
Mehringer  in  Feldlirchen,  dem  Kommunalver
walter  Anton  Schluiser  in  Kufstein;  dem  Rechts-Wurde