Full text : Rosenheimer Anzeiger. 62. Jahrngang (62)

Brenner,  Sohn  des  Oberleutnants  Brenner,  zu
den  Fahnen  gerufen  wurde,  Efladet  heuer  am
hiesigen  Gymnasium  keine  Absolutorialprüfung
statt.  Es  ist  dies  do  erste  Mal  seit  Bestehen  des

Gymnasiums.
Lotalnachrichlen.
Rosenheim,  21.  Jum

Auf  dem  Felde  der  Ehre  gefallen-Martin
  Nottenkolber,  Maler  aus  Nosenheim,
Kriegsfreiwilliger  im  1.  Pionier-Bat.,  Inhaber
des  Militärverdienstkreuzes  3  Kl.  mit  Schwertern;
  J.  Wäsler,  Mesnersohn  von  Götling,  Soldat
  im  12.  Inf.-Reg.;  Jos.  Steinberger,  Hausbesitzerssohn
  in  Hausham,  Soldat  im  20.  Insanterieregiment.


Auszeichnung  im  Felde.  Der  Bäckermeister
  Joseph  Wagner  aus  Rosenheim,  welcher
seit  Kriegsbeginn  bei  einem  Fußartillerieregiment
  an  der  Westfront  sleht,  wurde  mit  dem
Militärverdiensttreuz  3.  Kl.  mit  der  Krone  und
mit  Schwertern  ausgezeichnet.  Dem  Telephonisten
  Thomas  Lohmaier  bei  der  Bahnstation
Rosenheim,  Infanterist  im  18.  Nes.-Inf.-NReg.
wurde  das  Eiserne  Kreuz  verliehen.

esuch  in  der  Sanierungsanstalt.
Die  Sanierungsanflalt  Rosenheim  wurde  heute
vom  Polytechnischen  Verein  München  besichtigt.
Etwa  35  Herren  hatten  sich  dazu  eingefunden.

K.  Realschule  Rosenheim.  Für  die
mündliche  Schlußprüfung  an  der  K.  Realschule
Nosenheim  wurde  nicht,  wie  gestern.  berichtet,
der  Rektor  der  Anstalt,  sondern  Oberregie
rungsrat  Dr.  Bock  des  Kultusministeriums  als

issa  beflimmt.  Irrtümlicher-=weise
  ist  Dr.  Bod  als  Prüfungskommissär  bei
der  Absolutorialprüfung  des  K.  hum.  Gymnasiums
  Nosenheim  genannt  gewesen;  hier  fungiert
  vielmehr  der  Nelior  alo  Prüsungskommissär.
  Wir  machen  serner  darauf  aufmerlsam,
daß  an  der  Realschule  Rosenheim  am  10.  Juli
von  früh  9  Uhr  an  und  am  14.  September,  von
früh  10  Uhr  an,  Aufnahmeprüfungen  für  neueintretende
  Schüler  der  ersten  Klasse  stattfinden.
Es  steht  jedem  frei,  sich  der  ersten  oder  der  zweiten
  dieser  Prüsungen  zu  unterziehen.  Die  Anmeldung
  aller  Neueintretenden  soll  aber  noch
vor  dem  10.  Juli  erfolgen.  Dabei  sind  Schulzeugnis,
  Geburts=  und  Impfschein  in  Vorlage
zu  bringen.  Die  Prüfung  erstreckt  sich  auf  den
Lehrstoff  der  drei  unteren  Volksschulklassen.

Sommer-Anfsang.  Am  21.  Juni  um
7  Uhr  32  Min.  erreicht  die  bei  uns  in  den
letzten  Wochen-  so  selten  gewordene  Sonne  für
dieses  Jahr  ihren  höchten  Stand  über  dem
H#mmelaquator,  es  findet  die  sogen.  Sommersonnenmende
  statt.  Der  Moment,  in  dem  das
der  Fall  i#,  entspricht  nach  estronomis  er  Zählung
  dem  Anfang  des  Sommers.  Die  Sonne
gebt  bei  uns  an  diesem  Tage  um  4  Uhr  15  Minf
truh  auf  und  erit  abends  8  Uhr  14  Min  (na
der  neuen  Zeit  9  Uhr  14  Min.)  unter;  sie  veis
weilt  also  in  unserer  Breite  15  Slunden  59  Min
über  dem  Horiront  und  steigt  um  die  Mittagszeit
  bis  zu  5  Grad  Höhe  über  den  Meridian.
Mit  abnehme.  der  Mittagshöhe  tritt  dann  auch
wieder  eine  allmähliche  Abnahme  der  Tageslänge
  ein.

Jugendlicher  Betrüger.

 

Ein  junger

Bursche  von  etwa  14  Jahren  kaufle  sich  dieser
Tage  in  einem  hiesigen  Kleidergeschäft  eine  Kleinigkeit

  und  erkundigte  sich  dann  bei  dem  Lehrling
  der  Firma  nach  der  Adresse  des  Verkäufsern.

Der  Lehrling  gab  arglos  die  erbetene  Aus-Daraufhin
  ging  der  Bursche  nach  der

lunft.
Wohnung  des  Verkäufers  in  der  Samerstraße.

 

**  PW  –m“  a.
7  r———  —

  

+  %

MOnCAMIIVM,.  -
%%  .

 

 

  
         
   
    
   
       
    
   

-.
DJLN

-  —  E—

 

 

—  GEl
9  —  *
F  —  .  r—

“
–  4

 

 

 

 

Nichtamtüch

•1r½  *  „
–—  *7  -·  —
r  6  4  ½27
inr  «  I-,-s—-4;—-E
  J»  .-,-»,--,,
NRurzac2"«sz«-«  :.·-  if  -.-  —
*  F  E  “  .1  **
)  –  *?n  —  E—  *  “  .
-  -—  -s.,.---4%
  %½%  25  4  4  —  4  6  n„  „  5/  ,  9
-  à5  8;:r5  «  M  --  —  s——es....x.  „
E  ,  #o  ½
muroos  —*  “  5
8—  ——

Die  Front’im  Osten.  —  SE

'rd  27!7.

nutmsöliche  Stelluogileir

 

 

 

 

Strümpfe,  ein  Nasiermesser,  eine  Kleiderbürste.
und  verschiedene  anderen  lleine  Gegenstände  in#t
Gesamtwerte  von  etwa  30—40  Mk.,  um  damii
zu  verschwinden.  Der  Junge  gab  an,  der  Sohn
eines  Gasthofbesitzers  in  Berchtersgaden  zu  sein
und  den  Verlauf  eines  größeren  Postens  Eier
vermitteln  zu  lönnen.  Er  wird  als  ein  sehr
aufgeweckter  Bursche  beschrieben,  mit  schwarzen
Anzug  und  sogen.  Kommunionhut,  grüner
Weste.  Ferner  hatte  er  einen  Koffer  bei  sich
Zweckdienliches  wolle  man  an  die  hiesige  Polizes
berichten.

Bauernversammlung.  Donnerstag,  C.
Juli,  nachmittags  1  Uhr,  findet  im  Kath.  Gesellsactjaftehaus
  in  München,  Brunnstraße  7,  eine
Versammlung  des  Christlichen  Bayerischen  Bauernveteins
  flatt.  Esllprechen:  Dr.  Schli.  tenbauer:
Die  Negelung  der  Fleischversorgung  in  Bayern
Dr.  Heim:  Die  Organisation  der  Lebensmitteiversorgung
  im  Reiche.  Zu  dieser  Versammlung
  haben  auch  Konsumenten  Zutritt.

Ein  Ruf  aus  dem  Felde.  Von  einem
im  Felde  siohenden  Soldaten  wird  uns  geschrieben:
  Wenn  wir  auch  berücksichtigen,  daß  die
Verhältnisse  der  Ernährung  der  Bevölkerunrecht
  schwierig  geworden  ünd  und  Friedensgerüchte
  diesen  enuprmgen  so  haben  wir  au
der  Front  fur  diese  Art  „Allesbesseroifer-  nuc
ein  verächtliches  Ackselzu  en.  Etatt  auf  di-Zähne
  zu  beißen  und  die  Fäuste  zu  ballen,  ein

Vertrauen  hat,  offiziell  sagt,  wenn  es  an  dem  ist,
tuscheln  die  Friedensmeier  —  die  verfluchte.
Hasenherzen!  Wer  hier  im  Felde  siehl,  uro#
jeden  Tag  dem  Tod  in  die  Augen  sehen  darf.
der  weiß,  daß  es  Frieden  nur  gibt,  wen
wir  den  Feind  niedergerungen  haben.  Lieber
lassen  wir  alle  freiwillig  unsere  Knochen  hier
bleichen,  statt  einen  halben  Sieg  und  flauee
Frieden  heimzubringen!  Dazu  bedarf  es
der  Unterstützung  der  Heimat:  wir  wollen
  nichts  weiter  als  ein  zuversichtliches  Ausharren,
  das  siärlt  uns  den  Rücken,  nicht  aber
das  eiende  Gelläffe  um  teuer  gewordene  Butier.
Seit  22  Monaten  tragen  wir  deshalb  doch  lorperliche
  Strapazen  und  Enthebrungen  und  Gesahren
  auf  Schritt  und  Tritt  —  weil  wir  unerschunerlich
  un  unseren  Endiieg  glauden  und  ihen
leben  Gebe  Gott  den  Unsrigen  in  der  Heimas
ein  Verlländnis  für  das,  was  und  zum  Siege
nötig.  üit,  und  mache  er  die  Flaumacher  munttot!
  Das  ist  unser  Wunsch!

Entwicken.  Der  russisae  Kriegsgesangene
Startschenko  Rimovei  (21  Jahre  al,  1.zn  Mir.
groß,  graue  Augen,  blonde  Haarc,  ohne  Bart.
iräjtig,  spricht  nur  russisch,  tragt  schwarzen  Ge
fangenanzug,  russ.  Mutze,  russ.  Mantel,  Schaft
stiesel  mit  der  Nummer  37  006),  ist  in  der  Nacht
vom  19.  aus  20.  ds.  Mts.  vom  Arbeitskommando
  Pfraundorf,  B.  Rosenbheim,  enlfloben.

Von  der  Straße.  Eine  Dienmagd  von

Haudel,  Judusteie  und  Gewerbe.

Gewerbesörderung.  Aus  der  Freiherrlich
  Moritß  von  WMeningichen  C  Gewerbestipendienstiflung
  tommen  jur  das  laufende  Jahr  Slipendien
  nic:  unter  5)  Mart  und  niünn  uber  200
Mark  an  bravbe,  begabte  und  durftige  junge
Leute  als  Beibilse  zar  luckhtigen  Auebildung
im  gewerblicken  Beruse  z#r  Vergebung.  Die
Bemerber  imussen  enlweder  eine  K.  baner.  Real
ichule  besuckt  baben  und  dereils  als?  Lehrlinge
oder  Gebilfen  im  (Vewerbe  (nicht  Handel)  verwendet
  werden,  ode:  eine  K.  baner.  Realschule
besuchen.  Näheres  durch  bie  Geschaftsstelle  der
Gewerbeförderung.  Mat#  Josessplan  20,  ersler
Stock,  woselbil  auch  die  Gesuche  einzureichen  sind.

Toicnlifse.

 

Rorfenlieim:  sreileinn.  Pfarrer  u.  Lam
merer  Andreas  Ferimair  von  Baprischzell,  80
Jalre.  #

Sltepltanslirchen:  ehem.  Gaberbell

bäuerein  Theres#  G.abrul  in  Racholding  b.  Hal
fing.  zulezt  beim  Muier  in  Hogering.  87  J.
Kirädor'  am  JI###  Austragsvater  Abrahom
  Hauser  beim  Raß.  77  Jahre.
Gars  am  Inn  :Gaitwirtsgattin  Agnes  Sita
ßer,  35  Jahre.

 

 

 

M  11).  .  Nr  -  1  Nen  1  n  lh  :
gab  bei  der  Vermieterin  des  Zimmers  an,  der  Heulen  und  Winseln  —  dem  Feinde  Musik  in  die  Miesbach  wurde  wegen  Unterkunfislosigkeit  und  PFlattiinn:  Brivatier  Me  negied  Absmeirr,
Bruder  des  Verläufers  zu  sein  und  erhieit  darOhren  und  Wasser  auf  seine  Teufelsmahlen.  näcktlichen  Streunens  in  Arreft  verwalrt  und  ebem.  Schweinelandler  in  Langenpfunzen.
auch  Einlaß  in  sein  Zimmer.  Hier  suchte  er  ihh)  Und  uns  verlängert  solch  Gewinsel  in  unveran-um  Arbeilsauftrag  vorgeführt.  9
geeignet  erscheinende  Gegenstände  aus,  wie  Eis  wortlicher  Weise  den  Krieg.  Statt  abzuwarten,  —  —  Wetterbericht  fur  Donnerslag,  den  22.  Junigarn-Hemden
  und  Hosen,  zwei  7  Paar  seiden  die  berusene  Regierung,  die  unser  volles  Fortschreitende  Besserung.

—  7—
der  jungen  Fau  und  bat:  „Sei  nicht  böse,  Schuttern  gelegt.“  Haus  ein,  aber  es  ist  nichts  Wunschenswertes
Tamte  Lena.  Ich  weiß,  es  ist  nicht  in  der  Ord-  Frau  von  hocch,  chate  die  Agen  gesenkt.  darunter.  Aufgeblasene  und  onispruchsvolle
nung  daß  ich  dich  soon  wieder  um  Hilse  an-  Ein  kleiner  Seuszer  hob  ihre  junge  Männer,  denen  man  es  auf  den  ersten  ennr#  ungen  mamen,  aber  sie
spreche.  Ich  weiß,  ich  bin  ein  jämmerlich  „Du  solltest  Viedt  crhketen  ienat  Eine  Blick  ansieht  und  beim  ersten  Wort  anhör,  unterbr  9  9  at

sowacher  Charalier,  ein  Mensch,  der  niemals
widerstehen  lann,  wenn  irgendeine  Versuchung
an  ihn  heranmitt,  der  er  besser  aus  dem  Wege
geben  sollte.  Weshalb  hat  auch  Onlel  Bogisluaw
  mich  durchaus  zum  Gardeoffizier  machen
wollen!“

Er  seusfzte  gepreßt  auf  und  sah  die  junge
Frau  dabei  mit  einem  so  drollig  hilflosen  Ausdruck
  ous  seinen  bübschen,  blauen  Augen  an,
daß  Helene  von  Lersch,  ob  sie  wollte  oder  nicht,
herzlich  lachen  mußte.

leich  aber  wurde  sie  wieder  ernst.

„Es  ist  viel  an  dem,  was  du
sprichst,  Edgar.  Mein  Mann  hatie  sich  nun
einmal  dareu,  bersessen,  daß  —  da  ein  grausames
  Schicksal  ihn,  wie  er  zu  sagen  pflegte,
zum  Gobricantn  #ewacht,  hatte  —  wenigstens
ber  Vegekiiforptle  defk  Ränge  Bacogen
schlimm  aber  auch  für  mich.“

Der  junge  Hishier  erschrak  und  sagte  beklommen:
  „Wird  es  dir  denn  so  schwer,  Tante
Lena,  mir  beizustehen?  Bin  ich  dir  zur  Last  ?“

Frau  von  Lersch  wehrte  hastig  ab.

„Wie  magst  du  so  etwos  auch  nur  denken,
Edgar?  Ich,  age  mir  nur,  wenn  du  eiwa  für
einen  kausmenischen  oder  juristischen  Beruf  erzogen
  worden  wärest,  wic  gut  du  mir  zur
Selte  stehen,  sachlich  beurteilen  könntest,  ob  ich
meines  Mannes  blindes  Vertrauen  rechtfertige.
Ich  tappe  meist  ganz  unschlüssig  umher.  Vogislaw
  hat  mir,  trotz  aller  fürsorglichen  testamentarischen
  Bestimmungen,  mit  seiner  reichen  und
komplizlerten  Hinterlassenschaft  zu  viel  auf  die

 

Frau'  wie  du,  kaum  dreißigjährig,  schön  und
voller  Leben,  gehört  in  die  2  WVek  nicht  an  den
Arbeitötisch.“

Ein  Name  schwebte  auf  den  Lippen  des
jungen  Olsiziers,  aber  er  sprach  ihn  nicht  aus.
Helene  hatte  die  Augen  ausgeschlagen  und  sah
ihm  aus  ihren  grauen,  schwarz  bewimperten
Augen,  die  so  seltsam  kühl  und  obweisend
blicken  konnten,  mit  süllem  Vorwurf  a

r  wurde  ein  wenig  rot  und  buchie  die
Lippen  unter  dem  winzigen  blonden  Schnurrbart
  zusammen.  „Verwünscht,“  dachte  er.  „Ich
wollte,  dieser  Loewengard  hätte  mich  nicht  zu
seinem,  Vertrauten  gemacht.“

h  sprang  er  auf  ein  anderes  Thema
über  a  fragte  nach  dem  keeinern  Vetter.  „Wie
hast  du  den  Jungen  verlasser
der  Hia  uSchonen  flog  über  15n  schöne  Gesicht

er

diar  zum  besten,  Edgar.  Du  solltest  bald
nach  Klein-Wlossow  kommen  und  ihn  ein
bißchen  lustig  machen.  örbe  und
Cornelie,  ihr  seid  seine  drei  einzigen  Passonen,
und  das  Pony,  das  er  nicht  mehr  reiten  darf.
Aber  was  nutzt  ihr  dem  armen  Burcchen
schließlich!  Du  hast  Dienst,  Cornelie  kann
höchstens  mal  tageweise  von  Papa  sort,  und
den  armen  Mörbe  plagen  die  Schmerzen  in
seinem  Beinstumpf  um  diese  Jaheengels  mehr
—½  Zede  bessere  Stunde  freilich  gehört
en

„#ne  du  hast  noch  immer?  iemand  Passenden
  fuͤr  ihn  gefunden,  Tante  Lenar“

Leider  nein,  die  Leute  larsen  einem  das.

 

daß  sie  sich  um  die  Stellung  nur  bewerben,
um  sorglos  den  eignen  Studien  und  Interessen
leben  zu  können.  Oder  es  stellen  sich  Loute
mit  so  schlechten  Manieren  und  halbem  Bildungsgrad
  vor,  daß  man  ihnen  unmöglich  ein
Kind  mit  dem  subulen  Empfinden  meines  Hans
anvertrauen  kann.  Sorte  drei:  arrogante
Dummköpsc.  die  die  schwere,  unendliom  viel
Selbstlosigteit  erfordernde  Auigabe,  einem  krank.
lichen  Kinde  Gefährte  und  Erzieher  zu  icin.
für  eine  Bagatelle  erklaren.  Jast  verzweiste
ich  daran,  das  richtige  Menschenmaterial  zu
sinden.  Und  doch  wird  es  höchite  Zeit.  Dona#
soll  so  bald  als  möglich  nach  Meran,  wenn  es
Tchnen  warm  wird,  nach  Reichenhall.  Vielleich!
auf  Monate.  Ich  kann  ja  nicht  daran  denten,
auf  so  lange  sortzukommen.  Auch  meint  der
Arzt,  ich  verzärtle  ihn  auf  die  Dauer  zu  sehr.“

er  junge  Ossizier  machte  ein  par  ungeschickte
  Versuche,  auf  Velseree  zu  vertrosten.

rau  von  Lersch  läch

Laß  nur,  mein  ger  Junge.  Am  Cnde
wird'“  sich  ja  doch  etwas  finden,  wenn  auch
nicht  das  Beste,  fürchte  ich,  das  ich  mir  für
meinen  Amen  Hans  wünsche."“

Sie  stand  auf.  „Ich  mu  uß  leider  fort,  Edgar.
Vielleicht  nd  du  mich  noch  ein  Stückchen?
Besorgungen,  Rechlaonwott.  anfier  und  so
weiter.  Und  hier“  —  sie  e  ein  Portefeuille
aus  der  roten  Hieinemmasseh  hihegemn  die  zwischen
ihnen  auf  dem  Tisch  lag  —  „das  Gewüunschte.“

ie  höndigte  dem  jungen  Ossfizier  eine
Tausendmartnote  ein,  die  er  geruhrt  und  beschämt

  nahm.

„Keine  Worie,  mein  Junge.  Rede  nicht  —
beweise.  Ich  wein.  es  is  ichwer  fur  dich,  sehr
schwer.  Man  hatm  k  des  Kongs  Rock  erlasien
  sollen.  mentaflens  den  Garderock.“

Voll  ehrlirr  dantkbartei  leat#  Edgar  den
Arm  um  die  Schulten  der  schonen  Frau.

.Wie  aAut  du  brl.  Lena!  Wenn  ich  dich
nichtn  hatte!  4
Vom  Gang  her  nabien  sich  Schritte.  Cs

wurde  an  die  Tin  heklapil  Ein  Boy  meldete
Brankein  Cornelie  diemann  am  Telephon.

Wenn  die  gnadige  Frau  warten  könne.
in  zehn  Minuten  wurde  das  Fraulein  hier
sein.  Und  hier  waren  auch  Briefe  gekommen.

„Sagen  Sie  meiner  Schwesier,  ich  würde
auf  *r#  warten.“

Helene  sah  flüchtig  die  Briejumschläge
durch.  Da  keiner  aus  Klein-Wlossow  dabei
war,  legie  sie  i  Korrespondenz  uneröffnet
auf  den  Schreibisch

Edgar  hatte  4c  abgewendet  und  zupfte
an  der  brokainen  Decke,  die  über  den  Tisch  gebreitet
  lag.  Lena  brauchte  nicht  zu  sehen,  daß
bei  dem  Namen  Cornelie  eine  warme  Röte
der  Frendel  inn  ins  Gesicht  gestiegen  war.

ch  e  Cornelie  noch  gar  nicht  gejehen.
Gestern  cben  hat  sie  mich  im  Stich  gelassen.
Schuldlos  natürlich.  Papa  wollte  sie  nicht  loslallen.

(For  —4gt.)

*

 

Sa  ——  ,  —  -