Azelie
Mispel, Cratægus azarõlus (auch Lazerole); Azaröl-Birne,
eine der kleinsten Birn-Arten.
IAzel-is (gr.), f.; 0: das Freisein v. Neid,
Eifersucht. isch, a.: neidlos. — Azerole: s.
Dzarole.
Elzi: in der (bair.) Volksspr. die abgekürzte
lat. Endung ätius in den Namen der Heiligen
Pankratius, Liberatlihns, Servatius, der s. g. „gestrengen
Herren“, da ihre Tage im Kalender
(Lite— 13te Mai) als bes. kalt verrufen sind (s.
Se. 2, 226a): Die 3 A. sind vorbei. H Schmid 4, 32,
s. auch Mamertius st. Liberatlus. — Azimech (ar.),
m., —; O: ein Stern erster Größe in der Jungfrau
(Spica Virginis). — Azimüth (ac.), n., —e);
We: A. eines Sternes ist der Winkel, welchen der Höhenkreis
des Sterns mit dem Meridlan bilret. fiurow 792;
14 (s. Altazimuth); Magnettsches A. ist der Bogen des
Horizonts zw. dem Vertikatkreise elnes Gestirns u. dem
magnetischen Meridian. Bobrik 77; Der Winkel, welchen
die Reflerionsebene des Zerlegungssplegels mit der Reflerionsebene
des Polarisationsspiegels macht, wird das
A. des Zerlegungsspiegels genannt. IMüller Phys. 1,
197 r. al, a.: aufs Azimuth bezüglich: A.-Differenz;-Instrument;-Kompaß;-Kreis;
-Quadrant 2c.
— Aziz (ar.), m., uv.; -en: Jemael Pascha verlange
nicht den Titel eines Kalifen, sondern einfach den
eines A., was genau soviel bed. als die Bez. Vicekönig.
UNal. 20, 121.
Ifzöisch (gr.), a.: (Geol.) „keine Spur von
Lebendem“ od. Organischem enthaltend, versteinrungslos.
JAusld. 38, 644a; 39, 119b; Burmeister
Esch. 224 2c. (s. eozoksch). — Azolitmĩn, n., -(e)s;
0: Nach Kane sollen in dem Lackmus 4 Farbstoffe, eine
rothe Flüssigk., das Erythroleln u. 3 feste Körper, das
Erythrolitmin, das A. u. das Spaniolitmin enthalten sein.
fiammarsch 2, 5 30.— Ajo-odpnamise (gr.), f. z-Ceyn:
Abnahme der Lebenskraft. ogenik, f.; -eyn:
Cntstehung des Leblosen (Unorganischen) u. Lehre,
Lehrbuch darüber. — Azöres, pl.: A., eine Art
sehr langhaariger Wollenzeuge (Biber), die in mehreren
böhm. Fabriken verfertigt werden. Encykl. f. Kaufl. 47a.
— Azõt, u., -(e)s; 0: 1) (gr.) Stickstoff, ein
Gas, Bestandtheil der atmosphärischen Luft, in dem
unvermischt „kein Leben“ möglich, A.. Gas, Azstum,
Nitrogen (s. d.). — 2) (vralt., ar.-span.
6 121
agogue, Quecksilber) bei den Alchym. eine Art
Lebenselirier, Mereũrius philosophörum, s. Jablonshy
96b; Rollenhagen Fr. 157 2c., auch: Mein Azoth
(—) reißt gewiß der Seuchen Band entzwei. Weichmann
3, 99. — Azotẽa (span.), f.; —6: Art Altan.
Grube Ch. 1, 2941 2c. — Isöt-isch, a.: stickstoffhaltig,
-voll. -um I§ 24, 2, n.]: s. Azot 1.
Azũd (span.), k.; -es: Damm, zur Reglung
der Bewäßrung in der Huerta (s. d.) 2c. Globus 4,
10b. -a, f.; —s: ein Rad, um Wasser zu schöpfen,
zu heben. — - uljo (ar.-span.), m., —6; —6;:
Die A-s, d. h. farbige Fayenceplatten od. glasierte
Ziegelsteine. Schack 2, 220; Die aus musivischem Täfelwerk
v. A-s bestehenden Lambris. 359; 27; Globus
4, 14a; A-s.. Der Name dieser Fayencewürfel bed.
im Arab. blau, weil wahrscheknl. die ersten dieser Ziegel
in jener Farbe hergestellt wurden 2rc. 8, 74 a. ulin,
n., -(e)s; 0: ein aus Theer gewonnener blauer
Farbstoff. Natur 14, 227 (s. Anilin). — Azuͤmbre
(span.), m., —; —6 ein Flüssigkeitsmaß: Die
Arroba hat 8 A-s. Encyhl. f. Kaufl. 550a; Der
Moyo (in Galizien] hat 4 Canadas, 16 Ollas, 68 A-s.
371b c. — Jzür, n., —6; —en: Lazur (s. d.);
das Himmelblau, vgl. das Räthsel: Es verändert
die Farbe nicht, wenn man ihm vorn ein L. abbricht;!
mit dem L. war es irdisch noch, ohne das 2. ist es
himmlisch Licht. Nüchert Mak. 1, 191 2c.; A. war die
Luft u. A. das Gewässer. Chamiso 1, 221; Die Sonne
.. duldet .. tkein Zenseits an den himmlischen A-en.
Schlegel 1, 146; Ihr wölbt der Himmel voller die A-en.
313 2c. (eyhn, a.: himmelblau: Der Himmel öfsnet
die azurnen Pforten. MBeer Arr. 49; Den azurenen
Dom. 106; In tiefazurne Lüste. Chamisso 278.
Zirt, a.: (Schriftgieß.): Mehrfache (streifige od.
nach dem Kunstausdruck: a-e) Linien. Karmarsch 3, 188.
— AIzütsch-oglan: s. Azam--oglan.
Azõg/-ie (gr.), f.; —(ehn: Ungepaartheit (vgl.
Cöllbat). Sisch, a.: jochlos, ungepgart, ehelos. —
Azam--##| (gr.), m., —en, —8; -en: Spottname
v. den griech. Christen den lateinischen gegeben,
weil diese beim Abendmahl sich „ungesäuerten
Brots“ bedienen (lat. Infermentärius), u. erwidert
durch den Spottnamen Prozymit. on, um, n.,
6 ; -a [8 24, 2, n.,: ungesäuertes Brot (s. Matze):
Féstum azymörum, das Fest der ungesäuerten
Brote (s. Passah).
B
B: 1) der 2te Buchstabe (vgl. A1; 4, 5). —
2) (Mus.) s. A 3: Kreuze u. Been. I###nl Ib. 1,
364 r2c.; ferner: B= Quadrat od. Widerrufungszeichen
(K.), eine vorangegangne Erhöhung od. Erniedrigung
um ½ Ton (wie Doppel-B Quadrat,
Ky.e um 2 halbe Töne) widerrufeno. — 3) In Abkürzungen,
s. A1; ferner z. B.: B, (b), auf röm.
Inschriften 2c., Bälbus; böne; bixit (alt st. vixit);
bönus; Brütus 2c.; anschristl. Inschriften; beät-us,
—a c.; als chem. Zeichen B., Bör; bei Pharmacenten
B., bälusum; bälsamum 2c.; B., äcidum
benzöfcum; Mus. B., Basso 2c.; (auf Kourszetteln:
G., Brief, Ggstz: G., Geld); ferner Ba.,
Barium; B. A., (engl.) Bachelor of Arts; (lat.)
bönis ãvibus (s. avis I) od. auspĩciis; Bartt),
(engl.) Baronet; B. c., Basso continuo; Boco.,