Full text : Fremdwörterbuch von Dr. Daniel Sanders; Band 1; Jahrgang 1891. (1)

Azelie

Mispel,  Cratægus  azarõlus  (auch  Lazerole);  Azaröl-Birne,
  eine  der  kleinsten  Birn-Arten.

IAzel-is  (gr.),  f.;  0:  das  Freisein  v.  Neid,
Eifersucht.  isch,  a.:  neidlos.  —  Azerole:  s.
Dzarole.

Elzi:  in  der  (bair.)  Volksspr.  die  abgekürzte
lat.  Endung  ätius  in  den  Namen  der  Heiligen
Pankratius,  Liberatlihns,  Servatius,  der  s.  g.  „gestrengen
  Herren“,  da  ihre  Tage  im  Kalender
(Lite—  13te  Mai)  als  bes.  kalt  verrufen  sind  (s.
Se.  2,  226a):  Die  3  A.  sind  vorbei.  H  Schmid  4,  32,

s.  auch  Mamertius  st.  Liberatlus.  —  Azimech  (ar.),
m.,  —;  O:  ein  Stern  erster  Größe  in  der  Jungfrau
  (Spica  Virginis).  —  Azimüth  (ac.),  n.,  —e);
We:  A.  eines  Sternes  ist  der  Winkel,  welchen  der  Höhenkreis
  des  Sterns  mit  dem  Meridlan  bilret.  fiurow  792;
14  (s.  Altazimuth);  Magnettsches  A.  ist  der  Bogen  des
Horizonts  zw.  dem  Vertikatkreise  elnes  Gestirns  u.  dem
magnetischen  Meridian.  Bobrik  77;  Der  Winkel,  welchen
die  Reflerionsebene  des  Zerlegungssplegels  mit  der  Reflerionsebene
  des  Polarisationsspiegels  macht,  wird  das
A.  des  Zerlegungsspiegels  genannt.  IMüller  Phys.  1,
197  r.  al,  a.:  aufs  Azimuth  bezüglich:  A.-Differenz;-Instrument;-Kompaß;-Kreis;
  -Quadrant  2c.
—  Aziz  (ar.),  m.,  uv.;  -en:  Jemael  Pascha  verlange
  nicht  den  Titel  eines  Kalifen,  sondern  einfach  den
eines  A.,  was  genau  soviel  bed.  als  die  Bez.  Vicekönig.
UNal.  20,  121.

Ifzöisch  (gr.),  a.:  (Geol.)  „keine  Spur  von
Lebendem“  od.  Organischem  enthaltend,  versteinrungslos.
  JAusld.  38,  644a;  39,  119b;  Burmeister
Esch.  224  2c.  (s.  eozoksch).  —  Azolitmĩn,  n.,  -(e)s;
0:  Nach  Kane  sollen  in  dem  Lackmus  4  Farbstoffe,  eine
rothe  Flüssigk.,  das  Erythroleln  u.  3  feste  Körper,  das
Erythrolitmin,  das  A.  u.  das  Spaniolitmin  enthalten  sein.
fiammarsch  2,  5  30.—  Ajo-odpnamise  (gr.),  f.  z-Ceyn:
Abnahme  der  Lebenskraft.  ogenik,  f.;  -eyn:
Cntstehung  des  Leblosen  (Unorganischen)  u.  Lehre,
Lehrbuch  darüber.  —  Azöres,  pl.:  A.,  eine  Art
sehr  langhaariger  Wollenzeuge  (Biber),  die  in  mehreren
böhm.  Fabriken  verfertigt  werden.  Encykl.  f.  Kaufl.  47a.
—  Azõt,  u.,  -(e)s;  0:  1)  (gr.)  Stickstoff,  ein
Gas,  Bestandtheil  der  atmosphärischen  Luft,  in  dem
unvermischt  „kein  Leben“  möglich,  A..  Gas,  Azstum,
  Nitrogen  (s.  d.).  —  2)  (vralt.,  ar.-span.

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agogue,  Quecksilber)  bei  den  Alchym.  eine  Art
Lebenselirier,  Mereũrius  philosophörum,  s.  Jablonshy
96b;  Rollenhagen  Fr.  157  2c.,  auch:  Mein  Azoth
(—)  reißt  gewiß  der  Seuchen  Band  entzwei.  Weichmann
3,  99.  —  Azotẽa  (span.),  f.;  —6:  Art  Altan.
Grube  Ch.  1,  2941  2c.  —  Isöt-isch,  a.:  stickstoffhaltig,
  -voll.  -um  I§  24,  2,  n.]:  s.  Azot  1.

Azũd  (span.),  k.;  -es:  Damm,  zur  Reglung
der  Bewäßrung  in  der  Huerta  (s.  d.)  2c.  Globus  4,
10b.  -a,  f.;  —s:  ein  Rad,  um  Wasser  zu  schöpfen,
zu  heben.  —  -  uljo  (ar.-span.),  m.,  —6;  —6;:
Die  A-s,  d.  h.  farbige  Fayenceplatten  od.  glasierte
Ziegelsteine.  Schack  2,  220;  Die  aus  musivischem  Täfelwerk
  v.  A-s  bestehenden  Lambris.  359;  27;  Globus
4,  14a;  A-s..  Der  Name  dieser  Fayencewürfel  bed.
im  Arab.  blau,  weil  wahrscheknl.  die  ersten  dieser  Ziegel
in  jener  Farbe  hergestellt  wurden  2rc.  8,  74  a.  ulin,
n.,  -(e)s;  0:  ein  aus  Theer  gewonnener  blauer
Farbstoff.  Natur  14,  227  (s.  Anilin).  —  Azuͤmbre
(span.),  m.,  —;  —6  ein  Flüssigkeitsmaß:  Die
Arroba  hat  8  A-s.  Encyhl.  f.  Kaufl.  550a;  Der
Moyo  (in  Galizien]  hat  4  Canadas,  16  Ollas,  68  A-s.
371b  c.  —  Jzür,  n.,  —6;  —en:  Lazur  (s.  d.);
das  Himmelblau,  vgl.  das  Räthsel:  Es  verändert
die  Farbe  nicht,  wenn  man  ihm  vorn  ein  L.  abbricht;!
mit  dem  L.  war  es  irdisch  noch,  ohne  das  2.  ist  es
himmlisch  Licht.  Nüchert  Mak.  1,  191  2c.;  A.  war  die
Luft  u.  A.  das  Gewässer.  Chamiso  1,  221;  Die  Sonne
..  duldet  ..  tkein  Zenseits  an  den  himmlischen  A-en.
Schlegel  1,  146;  Ihr  wölbt  der  Himmel  voller  die  A-en.
313  2c.  (eyhn,  a.:  himmelblau:  Der  Himmel  öfsnet
die  azurnen  Pforten.  MBeer  Arr.  49;  Den  azurenen
Dom.  106;  In  tiefazurne  Lüste.  Chamisso  278.
Zirt,  a.:  (Schriftgieß.):  Mehrfache  (streifige  od.
nach  dem  Kunstausdruck:  a-e)  Linien.  Karmarsch  3,  188.
—  AIzütsch-oglan:  s.  Azam--oglan.

Azõg/-ie  (gr.),  f.;  —(ehn:  Ungepaartheit  (vgl.
Cöllbat).  Sisch,  a.:  jochlos,  ungepgart,  ehelos.  —
Azam--##|  (gr.),  m.,  —en,  —8;  -en:  Spottname
v.  den  griech.  Christen  den  lateinischen  gegeben,
weil  diese  beim  Abendmahl  sich  „ungesäuerten
Brots“  bedienen  (lat.  Infermentärius),  u.  erwidert
durch  den  Spottnamen  Prozymit.  on,  um,  n.,
6  ;  -a  [8  24,  2,  n.,:  ungesäuertes  Brot  (s.  Matze):
Féstum  azymörum,  das  Fest  der  ungesäuerten
Brote  (s.  Passah).

B

B:  1)  der  2te  Buchstabe  (vgl.  A1;  4,  5).  —
2)  (Mus.)  s.  A  3:  Kreuze  u.  Been.  I###nl  Ib.  1,
364  r2c.;  ferner:  B=  Quadrat  od.  Widerrufungszeichen
  (K.),  eine  vorangegangne  Erhöhung  od.  Erniedrigung
  um  ½  Ton  (wie  Doppel-B  Quadrat,
Ky.e  um  2  halbe  Töne)  widerrufeno.  —  3)  In  Abkürzungen,
  s.  A1;  ferner  z.  B.:  B,  (b),  auf  röm.
Inschriften  2c.,  Bälbus;  böne;  bixit  (alt  st.  vixit);

bönus;  Brütus  2c.;  anschristl.  Inschriften;  beät-us,
—a  c.;  als  chem.  Zeichen  B.,  Bör;  bei  Pharmacenten
  B.,  bälusum;  bälsamum  2c.;  B.,  äcidum
benzöfcum;  Mus.  B.,  Basso  2c.;  (auf  Kourszetteln:
  G.,  Brief,  Ggstz:  G.,  Geld);  ferner  Ba.,
Barium;  B.  A.,  (engl.)  Bachelor  of  Arts;  (lat.)
bönis  ãvibus  (s.  avis  I)  od.  auspĩciis;  Bartt),
(engl.)  Baronet;  B.  c.,  Basso  continuo;  Boco.,