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und Felertage). Der
Nosenheimer Anzelger“ erscheint sjäglich nachmitlans 4 Uhr #mil Ausnobme der Honn-Abomementapreis
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Ferusprecher: Lerlag und Redaktion Nr. 72,
nilt 70 Piennig,
Inseralen-Ablellung Nr. 235.
Rosenheimer Un
—
eiger
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F"v
Gagsenstein & Logler, A.-G., Neenbern- n, Muͤnchen
Schluß der Azeigen-Anrahme 12 Uhr nallags.
nnd Berlagen cr'olgt dur 5 die Annoncen-Expedition
„Nuͤrnberg, Berlin, Breslau, Callel ujw
Rosenheimer Tagblatt
Amtkliches Bublikaklons-Ocgan
Nmmer 96
die Parole — vontes.
Alle die schwere Kriegonot, die unfer Volk seit
Viehr als dreieinhalb Jahren tapfer ertrug,
hälre Körper und Seele zermürben müssen, wenn
nicht immer das Bertrauen zu unserer miirarischen
Führung über allen anderen Erwägunnen
gestanden hälte. Vertrauen: so heißt
auch heule wieder die Parole des Tagcs!
Das Vertrauen, welcht#e das ganze deutsche
Nolk seinen Führern in diesem großen Ringen
ungegenbrach te. ist der Angelpunlt unseres
durch- und Aushaltens. Gerade jebt, in den
Tagen einer erneuten und nur naturgemäßen
Pause in den eigentlichen militärischen Unternehwmungen.
muß dieses Vertrauen hochgehalten
werden. Die Feinde bemülen sich. es mit allen
Mitteln zu erschüttern. Eine gewisse Mimacherei
twacht sich als Erfolg solcher feindlicher Anstrengungen
bereits wieder bemerkbar, und zwar
ciweiie auch in Kreiien, die man für rernünfliger
lalten sollte. Wir sollten doch auf diese feindlichen
Frreleitungsversuche unserer Stimmung
sricht mehr hereinfallen.
Wie liegen die Dinge tatsächlich?: Wir müssen
! denken, daß die Westfront, gegen welche wir
seit einem Monat den Entscheidungskampf eingeleitet
haben, von der flandrischen Künte, bis
#uir Adria reicht. Wir haben aus dieser ausgevdehnten
Strecke einen zentralen Raum, der in
Trankreich liegt, ausgelchnihen und zum nachiten
Bampffeld gemacht. Die Niederringung so gewuakltiger
Koalitioneherre mit Millionen Menitlen
und einem riesigen Kriegematerial kann
valürlich nur in schwerem und lar igandauerndem
Kampfe und auch nur Stück fur Sträck durchgefulrt
werden. In dem Kamirfzentrum haben wir
swoll! franzosische wie engliche und nun auch
roch italienische Kräfte gefesselt. Die strategischen
Deercsteserven der Entente sind auf diese Weise
in den bedrohten Raum gezogen worden. Außer
der gewaltigen Schwächung der Feinde an Tonen,
Verwundeten und Gesangenen haben wir
auf diese Weise auch ihr Keserveheer vermindert.
Die Kämpfe bedeuteten also im Grunde zunächtt
gewissermaßen eine Niederringung der seindlichen
Neserren. Unsere Taktik hat es erreicht, daß
sie von allen Seiten herangeführt merden mußlen,
in einen Raum, den wir bestimmten, daß
wir sie dort faßten, zermürbten und schmächten.
Auf diese Weise schalten wir für die noch zu erwartenden
militärischen Auveinandersetzungen.
die den Feind vernichtend schlagen sohen, gewalrige
Kraftquellen aus. Sehr bedeutsam ist dabei
die Tatsache, daß Frankreich jetzt schon seine sämtlichen
verfügbaren Bestände aufbieten mußte, um
vn von den Engländern herbeigeführte ungunstitie
Lage wieder zu reiten. Eine eigene grorguulge
Angriffs-Operation kann General
hberhaupt nicht mehr unternehmen.
Es ist nur natürlich, daß n einem solchen Ringen,
das auf stärkste Kraftenlfaltung zielt, hie
und da Pausen eintreten müsien. Unsere Heersuhrung
hat mit solchen Stockungen in ihren Plänen
volllommen gerechnet. Wir bedürfen solcher
Pausen, um uns die Vewengungefreiheit nach
allen Seiten so zu sichern, daß uns auch kfeindliche
Gegenmaßnahmen nicht behelligen lönnen. Das
Nertrauen aber zu unserer Führung, das bisher
immer wieder durch die Ereignisse gerechtsertigt
ist, muß auch jetzt unerschütterlich bleiben.
Die Kriegslage im Hauplausschuß.
* Berlin, 23. 4. Im Hauptauoschuß
des Reichstags gab zu Beginn der Beratung
des Haushalts der Heeresverwaltung der
Kriegsminisier auf Ersuchen von mehreren Seilen
Auskunft über die Borganee,J an den Fronten
und führte dabei aus: Die Welt steht unter
dem Eindruck der großen Erfolge im Westen.
gen eine feindliche Uebermacht an Menschen
iib Material. Diese Truppen haben das höchste
heleisttn was von Soldaten gefordert werden
lann. Die Ausbildung der Truppen für die große
Offensive stellt eine gewaltige Arbeitsleistung
dar; sie hat uns aber den Ersolg verbürgt. Die
Truppe hat mit Begeisterung u.der alten deutschen
Hingabe den Angriff aufgenommen und die Offi-Jiere
haben ihre altbewährte Treue bis zum Tode
siatz. ner, i
Foch
Donmerstag, 25. April 1918
Schwere Nbfuhr der engl. Feose.
5 engl. Kreuzer, 3erstörer u. eine Anzahl Torpedomokorbooke versenlt.
Abgewiesener englischer Vorftoß in die deutsche Bucht. — Die
Feinde in Erwartung neuer Schläge. — Die ersfte Lefung der neuen
Steuervorlagen im Reichstag. — Der Bierpreis der Zukunft.
auch hier wieder bewiefen. Einzelne Trupvemeile
haben zwar zwei Drittel ihrer Kompagniefuhrer
verloren, die Verluste sind aber durchaus normal,
an einzelnen Stellen auffallend gering; sie
sind meintens durch Infanterie- u. Maschinenge
wehrseurr hervergerufen u. dementsprechend leicht.
Ein großer Teil der Verwundelen komte der
Front schon wieder zugesuhrt werden dank der
aufopfernden Tätligkeit der Sanilätsoffiziere.
Die Erfolge im Westen sind als ein großer Erfolg
anzusehen. Von südwestlich Arras bis La Fere
sind wir bis zu einer Tiefe von 60 Kilometer
durch die englischen Stellen durchgebrocken, etwa
100 0C00 Gefangene und 1500 Geschutze wurden
dort unsere Beute. Danach warsen wir die Fanzosen
auf ihren starken Stellungen uber den Oise-Aiene-Kanal
zuruck und schlugen die Engländer
aufs neue in der Schlacht von Armentieres,
machten über 20 000 Gefangene und erbenteten
mehr als 250 Geschune. Paris wird seit Beginn
der Offensive von unseren weittragenden Ged.utgen
bescho'sen. Der Kriegsminister schilderte
sodann die Schwierigkeiten des Nachschubs für
die schnell vordringende Armee Unterkunfte sind
in den, zertorten Oru# chaften nicht mehr vorhanden,
die Wege sind unpassierbar. Dennock ist es
den en die Verpflegung sicherzufiellen, was
erreichbar war durch die großen Vorräte der
Engländer, die in unsere Hände gefallen sind.
Durch die stantgehabten Kämpfe sind im allgemeinen
jene d#
früher stand. Er hat da wieder Stützpunkte gefunden,
die er sich zunutze machte. Um diese 1
überwinden, i#t die Fortsetzung des Kampfes
notwendig, denn die Schlacht wird fortneführt.
An den Erfolgen haben auch die Kolonnen
und Armierungsbataillone ehrenvollen
Anteil. Die Schlacht iit noch im vollen Gange.
Wir müssen im Vertrauen auf die Oberste Heeesleitung
mit Geduld alwarten, welche Ereige
uno noch beschieden sein werden.
·
Stimmungsumschwung bei der
Liller evölkerung.
* Verlin, 23. 4. Die Bevölkerung von Lille
hatte sich vor allen anderen französischen Städten
baite ic der letzten drei Jahre besonders deutschfeindlich
gezeigt. Zetzt scheint mit einem Male
eine Sinnedänderung eingetreten zu sein. Seit
Beginn der siegreichen deutschen Offensive Bar
man in Lille begonnen, vom Frieden zu reden.
Ueberall hört man die Möglichkeit der Beendigung
des Kriege- erörtern und diesbezügliche
Wünsche äußern. Die Hoffnung auf einen Sieg
über Deutschland ist aufgegeben. Besondere Verslimmung
herrscht darüber, daß Frankreich sich
für England verbluten mu#t und dadurch dem
Ruin entgegengett.
Der Krie * Hee.
Ein Seegesecht in der Deutschen
Bucht.
WTB. Berlin, 23. J. Tine unserer Patronillen
stieß am 20. April nachmittags im Grenzgebiet
der Deutschen Bucht nördlich von Terschelling
auf leichte feindliche Stireitkräfte, die
sich nach kurzem Feuergefecht mit höchsler Fahrt
zurückzogen. Der Feind erbielt mehrere Treffer.
Unlere Streitkräste haben keine Beschädigungen
und leine Verluste.
Der Chef des Admiralstabs der Marlne.
—
l
Linien erreicht, an denen der Feind
Nalien.
ruvvenverschiebunde, in
ü dti
Zürich, 23. 4. *m“ de Paris“ berichtet
aus Rom, man habe in Züdtirol große Truppenrerschiebungen
beobachtet. Das Losbrechen
einer gewaltigen österreichisch-ungarischen Offen.
sive müsse tläglich walten werden.
Eamäes.
Wühlereien in Numänien.
Köln, 23. J. Unter der Ueberschrift., Bedeulliche
Nebenuit rlungen der Butaresler Friedenorerhandlungen“
erhält die „Kölniche Zeilung“
aus Bukarest von einem aus Nezeichneten
Kenner Rumäniens eine länget e Juich rifl, die
bemerlenswerte Witteilungen üuber die gegenwärtigen
Zusände in Rumänien enthält. Es
heißt darin u. a: „Könin Ferdinand von
NRumänien befindet isch lorperlich und moralisch
in einem derartigen Zustand, daß jede eigene
Entschlu fähigleit bei ihm ausgeschlossen inl. Jufolge
übermäß igen Alloholgenusfe
leidet er an zeitweiliger (GGeüllesabwesenheit. De
Eraltung des maßgebenden Einflusses der Konigin,
die auch den Kronprinzen ganz beberrscht,
eroffnet Bratian u und Genossen neue
Aussichten für ihre politische Zukunft, die sonft
verloren schien. Der verschlagene Braiiann verstand
es, durch Beeinfiussung Marglilomans die
ganze Haltung der lonservativen Partei zu lahmen.
Während die Friedensrerhandlungen in
Vularen sich wochenlang binzogen. setzien von
Dassy neue Wuhlereien gegen Deutschland ein.
der Demobilmachung lelerten alsbald
50 000 Mann und 1000 O ffiziere in das befegte
Gebi#el zurück, die eine aufveregte Stimmung in
den verschirdenen Vollsschichten verbreilen und
die Auffassung vertreten, mit dem unzmeifclhaflen
Endsieg der Westmächte würden die Dinge
sich bald so geftallen, daß sie sich an den Deulichen
rächen konnten.
Die ———
Zunehmende Macht der Sowjet-Regierung.
23 Nack dem „Nieuwe
* Rotterdam, 93. 1.
Rotterdamschen Couram“ berichtei der Moskauer
Korrespondent der .„ Daily Nems“ vom
Freitag: Die zunelmende Macht der Soyjet-Regierung
ist aus dem Mißtlingen der letzten
Versuck. e, Streiiträfte gegen die Fowiet! ruppen
ins Feld zu! bringen, ersichtlich. O#e dem Somiset
seindlichen Truppen, die die letzte Wothe bei Nowo-Tscherkask
im Don. Gebiet erschienen sind.
wurden zersprengt und die Sowietls beherrschen
die Lage vollkommen. Von Kornilow aufgestellte
Banden haben, obwohl sie gut bewaifnet,
diszipliniert und ausgerülsflet waren, eine
schwere Niederlage erlitten. Selbt Semenou
mar trotz der Hilfe, die er aus dem Auslande erhielt,
beim letzten Angriff viel schwächer als
FEi den früheren. Gerüchtweise verlautet. daß
Semenow und Kornilow gesallen seien.
die Nöle der Erleue.
Die Ausbebung in Irland beginnt.
* Bern, 23. ¼. Wie der Arbeilerminister Sa-8
in der Sitzung des Unterhauses vom
12. April auodrücklich sestücllie, weigert sich
die englische Regierung zu rersprechen, daß bir
Prot.: T
64. Juhr##ns
Zwangsaushebung in Irland verschohen
werde, bis die Homerule# Vorlage tatsächlich
Gese geworden sei. Inzwischen werde die Auslebung
in Irland vor sich gehen. und wenn nicht
die Stimmung in Jrland plozlich uriichlägt, so
in Dlutiger Widerstand zu erwarten
Algemeines vom RKeieg.
Lord Haldane bringt
Enthüullungen“.
Verlin, 22 J. Lord Haldane hat
in einer Ansprache in den lettien Lagen neue
Enthüllungen a la Lichnomstky angekundig: und
gleichzeilig seinen Zuhorern versichert, Engiand
brauche nur geduldig durchzuhallen, um den
Zusammenbruch Deutschliandr zu erfeben.
Einen groten Anteil an dieem Zummmenbru.
murden seine Enihullunden h.—
ben.
.
mehtyoienf
llndetczmedeslmmenkkediedtchWeI
der Fefolgreice ten deutschen Kampi'#lleger verzeichne
stand seit Boeickes Tod Rittmeister
Bried Freilerr v. Richihofen, der 6 Luft
siege errang. Er war noch nicht 25 Jaehre alr.
wurde im Noovember 1912 Leuinam, im März
vorigen Jahres O berleutnam und 14 Tage ipaäin-
Riltmeinter eine militerische Laus ·
usuladd«Uluslriiklkiitcfk
aufzzuweisen hai. Dieser iwar
die Belolmung für seine Le
Kamuffsieger. dem am 1. No### enber
scinen 1. Gegner. am 5 ——**
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. Monaien. jeinen Ges ler 30. Ju SOm-R
nor vorigen Jahre erein ite ihn zum errenmal
beim Luftlampf eine Verwundung, die ihn auf
einige Zeit der Front fernhielt. *- sobald er
genesen war, gab er keine Rulle. his er wieder
an die Front durfte. Wie gewailtig die Leinungen
dicies einzelnen Man- e st»d.1.nokosd9e
Hilfe,dieckdcne1·k:e’e1-ns1ctl.1es«nnn
nricgrojzdcrEmadsnKI:«sok-nmndonat
is1.lni·.ndctMieneleosllx.«1ckle1110,
wenn er sich die Werte voritelit. die dura ichilosen
l- vernichtet wurden. Relhnet man
ein feindliches Flunzenn nur mit 00 1% Mi. sa
ergibt sich hieraus allein ein Wert von 1 Millionen
an Materialschaden. Die Verluste, die
der Feind durch den Abrcchum der Beianun
erlitl. sind Piebei in Geldwert nod, gar 1 t—
nerechne:. Und schieilich sind er auck nich: die
schlechieiten Flieger, die Richtliofen unlerta¼ten,
man lann im Gegenteil annehmen, daß die Feinde,
die sogar ein Kopfgeld auf ihn aur'enzten,
ihm ihre . Asse“ enigegensandten. Ein Beweis
dafüt iit, daß im Kampf mit der Richthofen-Sltaffel
seinerzeil die auf der Feindesseile berühmten
englischen Flieger Ball und Robimon
abgeĩchoĩĩen wurden.
Und unn in der Meister in Lufkampf, der
adlerlulne Bezwinger der Lusie tot. Unbesiegt
ist er geslorben Den keine seindlide Kugel in
den Luften erreichen konnte. hat ein tucischer
Unfall dabingerasft, wie sckon so manchen nolzen
Flicgerhelden. Das Valerland und das dank-
bare deuliche Volk wird seinen „Richthofen“
nicht vergessen.
· i
skllottekdasm2«-’s.4.:1k«17(«:1—.31«ichtkt:
Marschall Haig meldet, daß am 21. April elf
deutiche Flieger heruntergescheffen wurden. #
siellle sich heraus. daß einer der abgeschoisenen
Flieger der Rittmeister von Richthofen
war, der nach seinen Angaben über 80 allüeerte
Flieger abgeschosien haite. Seine Leiche wurde
gestern mil vollen militärischen Ehren bestattet.
Reuters Sonderberich terstatter bei der englischen
Armee in Frankreich drahltet: Die Vellatlung
des Freilerrn von Richthofen am gestrigen
Vachmiltag geilaltete sich zu einer eindrucksvollen
Feier. Der gefallene Flieger wurde auf einem
freundlichen lleinen Friedhofe benatict nicht weit
von dem Orte. wo er heruntergeschossen worden
war. Eine Abteilung des löniglichen Fliegerlorps
war bei der Leichenseier zugegen.