Full text: Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1807. (2)

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Altdorf. Das zur hiesig Königl. Cameral-Verwaltung gehörige Pfarr-Widdumgut zu Gruͤnkraut 
wird unter Vorbehalt allergnädsgster Hnfrarien in folgenden Abtheilungen im öffentlichen Aufstreich ver- 
kauft werden: 1) ein Wagen= und Holzschopf, hält im Meß 31 Rlh, nebst 311 Morg. 8 Rth. Aker- 
feld, und 1#8# Mrg. 20 Rth. zehendfreie Wiesen. Dem Käuser dieses Guts wird die Erlaubniß ertheilt, 
den Wagen= und Holzschepf abzubrechen, und auf diesen Plaz ein Wohnhaus und Scheuer zu erbauen, 
wozu ihm nicht nur aus dem nahe gelegenen herrschaftlichen Waldungen das elforderliche Bauholz egen 
Bezahlung der coursirenden Preise angewiesen, sondern auch alle Jahre 4 Klafter kannenes Brennhelz ge- 
gen Entrichtung der laufenden Preise abgegeben wird; auch wird demselben, im Fall er ein Ausländer 
sevn sollte, die Aufnahme als Kduigl. Württemb. Unterthan zugesichert. 2) 23 Mig. 1# Rth. zehendfreie 
Wiesen, in einiger Entfernung von obigem Gut. 3) Mrg. Reben im sogenannten Kaufmann bei Ra- 
vensburg, und 4) 7 Mrg. 14 Rth. Neben am Berg bei St. Christina. Auf sämklich diesen Gütern 
haften nur sehr unbedeutende Beschwerden, und ist am Kaufchilling #tel baar und ziel in verzinalschen 
halben Jahrszielern zu bezahlen. Zur Aufstreichs= Verhandlung ist Samstag der 23. Okt. d. J. anbe- 
raumt, wobei sich die Kauf-Liebhabere mit obrigkeitlichen Vermögens-Zeugnissen versehen, Vormittags 
um 0 Uhr im Haus des Ammanns Kreuzer zu Sigmarshofen bei Grünkraut einfinden können. Den r5. 
Sept. 1807. Q„ · ·CamerabBerwalnmgallda. . 
Berg. Der Bestand des herrschaftlichen Kiesweeg. Gelds von der Straße zwischen Berg und Stutt- 
gart gehet bis den 7. Nov. d. J. zu Ende. Es wird daher nach allerhöchstem Decret vom 3o. v. M. 
eine neue Verleihung auf r. Jahr vorgenommen werden, und wird denen Bestands-Llebhabern hiemit be- 
vant gemacht, daß sie mit neuerlich ausgestellten obrigkeitlichen Zeugnißen wegen ihres Prädicats und 
Vermdgens, besonders aber, daß sie die erforderliche Caution von looo fl. mit baar Geld oder Liegenschaft 
zu leisten im Stande seien, Freirag den 10. Okt. Vormittags 9. Uhr in der Beamtung Berg sich einfin- 
den mögen, wobei noch angefügt wird, daß ein Beständer eine zweistokigte Behausung nebst etwas an 
Grundsiüken zu genießen hat. Den 3. Okt. 18057. Beamtung Berg. 
aiterbach, Nagolder Oberamts. In der Nacht vom vo. auf den 20. diß, ist im hiesige r 
Feuecd ansgegangen, welches ein ziemlich starker Wind so schnell 2 eus, den daß iß Krim biesigen dt 
der grdsten Ansirengung und erst dann Einhalt gerhan werden kennts, als 67. Gebäude völlig eingeäschert, 
und J. mehr oder weniger beschädigt waren. Nicht genug, daß die Verunglükte dadurch schon in einen 
unersezlichen Schaden kommen, daß ihre Grbäude alle viel zu gerung, und sehr viele, mehr um die Helf- 
te zu niedrig assecurirt waren, verlohren sie noch an Früchten, Faltr und andern Mobiliar= Vermögen, 
nur so viel man der Zeit weiß, die betraͤchtliche Summe von 24,903 fl. 12 kr. Ein großer Theil von 
ihnen war schon vor dem unglüklichen Brand arm, welcher jezo seinen Mangel, den er an allem, an 
Saatfrüchten, Kleidung und Lebens Unterhalt für sich und die seinige sowohl, als für sein gerettetes 
Bieh leidet, um so weniger ohne fremde Unterstüzung abzuhelfen weiß. Wie das Feuer entstanden, war 
bis jezt nicht zu eruiren. Der Brandversicherungs-Auschlag beträgt 29,490 fl. 4% kr. Den 28. Sepk. 
807. DOberamt Nagold. 
Beilstein. Dem Lammwirth Johannes Schäfer, von Auenstein, disseitigen O cramts, ist seine 
Wirthschaft, bestehend in einer ## stokigten gut gebauten Behausung, worunter zwe gewolbte Keller be- 
findlich, einer Scheuren und einem Kuchengarten, zum Verkauf ausgesezt, und Montag der 26. Okt. 
hiezu anberaumt. Welches daher mit dem Anhang bekannt gemacht wird, daß allenfallsige Liebhaber 
die Gebäude täglich in Augenschein nehmen, auch mit dem Schultheissenamt einen dosnsigen Kauf ab- 
schliebßen, und sodann an obbemeldtem Tag Vormittag# # Uhr auf dem Rathhaus zu Auenstein der 
wirklichen Versteigerung anwohnen können. Wobei noch insbelondere zu bemerken ist, daß samtlich Schi- 
serische Gläubiger ihre Forderungen a# dato inner 4 Wochen bei dem Schultheißenamt in Auenstein ein- 
geben sollen, um dem Vermögenszustand auf den Grund sehen zu können. Den- 22. S'pt. 1807. 
eramt allda. 
# — 
  
  
In Nro. 79. S. A411. ist zu verbessern: 
Stakt: und der rote davon l. und der rote Theil davon 
Statt: in welchem Länge und Breite einen Schuh, nemlich einen Flächenschuh ausmacht, k. in 
welchem Länge und Breite jede einen Schuh ausmacht, die in Jahlen miteinander multi- 
Plicirt einen Flächenschuß geben.
	        
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