Metadata : Das Preußische Volk in Waffen und die neue Militär-Organisation.

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zur  Einsicht  da),  wie  dieselben  Leute  stimmten  und  stimmen,  gleich  darauf,
nachdem  sie  nicht  mehr  unmittelbar  in  den  Händen  dieser  Partei  waren.  —

„Gegen  Demokraten  helfen  nur  Soldaten“  Ja!  und  sie  helfen  treulich;
  aber  auch  gegen  die  Ideen  des  Fortschritts  einer  neuen  Zeit  Nein!
und  abermals  Nein!  eben  so  wenig,  als  die  aufgebotenen  Söldner  gegen
die  Reformation  etwas  ausrichteten.  Nicht  der  bescheidene,  sogar  anfangs
schüchterne  Luther  war  es,  welcher  die  Kirchenspaltung  herbeiführte;  es
war  der  Hochmuth  und  Dummstolz,  die  Starrköpfigkeit  und  Frivolität,  die
perfide  Herrschsucht  und  Habgier  seiner  Gegner.  —  Die  Leute,  welche
närrisch  genug  sind,  zu  glauben,  dadurch  daß  sie  die  Hand  vor  den  Angen
  halten,  das  Sonnenlicht  fortschaffen  zu  können,  würden  aus  der  Geschichte
  vieles  zu  lernen  vermögen,  wenn  sie  solches  nur  recht  lesen  wollten
und  die  Fähigkeit  dazu  besäßen.

Auf  der  andern  Seite  könnte  und  sollte  man  sich  aber  auch  endlich
über  die  Verwendung  des  Heeres  im  Innern  zu  politischen  Zwecken,
Staatsstreichen  2c.  beruhigen,  denn  sie  wird  nicht  mehr  nothwendig  erscheinen.
  Preußen  hat  an  seiner  einen  sogenannten  Revolution  mehr  als
genug.  Es  sieht  vertrauensvoll  zu  seinem  geliebten  Königshause  auf,  in
welchem  seit  Jahrhunderten  das  Wort  stets  ein  Fels  war,  an  welchem
perfide  Bestrebungen  scheiterten,  und  das  ja  mit  dem  Vaterlande  lebt  und
stirbt.  Das  preußische  Volk  hat  jetzt  seine  gesetzlichen  Organe,  um  sein
Wollen  und  Wünschen  auszusprechen  und  zugleich  Geduld  genug,  um
eine  gute  Weile  abzuwarten,  wann  die  ergötzlichen  Sprünge  und  Drehungen
gewisser  Leute  fie  selbst  so  müde  und  schwindelig  gemacht  haben,  daß  sie
endlich  sich  legen,  und  ihr  wirbelnder  Verstand  zuletzt  wieder  in  den
rechten  Schick  kommt.  Im  alten  Rom  dauerte  der  Kampf  im  Innern
um  Glleichberechtigung  der  Plebejer  und  Patricier  Jahrhunderte;  in
Preußen  wird  er  schneller  entschieden  sein,  denn  unsere  modernen  Patricier
  sind  denen  des  alten  Roms  so  ähnlich,  wie  etwa  unser  Herrenhaus
  dem  römischen  Senat  zur  Zeit  des  Kampfes.  —

Der  Kreuzzeitungspartei  ist  es  nicht  zu  verdenken,  wenn  sie  Heer
und  Polizei  stets  vermehrt  sehen  will;  für  Durchführung  ihrer  Zwecke
bedarf  sie  wirklich  solcher  Gewalten.  In  ihrer  Politik  liegt  es,  dazu
immer  neue  revolutionäre  Gespenster  vorzuführen,  obgleich  sie  recht  gut
weiß,  daß  gerade  im  preußischen  Volke  gesetzlicher  Sinn  und  Kraft  genug
vorhanden  sind,  um  solche  zu  verscheuchen,  wären  sie  noch  vorhanden,  und
daß  für  Preußen  diese  ewige  und  nachgerade  widerliche  und  langweilige
Demokratenfurcht  und  Demokratenjagd  nur  eine  Beschimpfung  ist,  die
von  ihm  immer  mehr  gefühlt  wird.  Freilich  der  guten  Partei  ist  schon