Volltext : Königlich Württembergisches Staats- und Regierungs-Blatt vom Jahr 1815. (10)

Nto.  13.  18153.  105
Königlich=  Württembergisches

Staats=  und  Negierungs-Blakt.

Dienstag,  14.  Merz.

 

 

Koͤnigl.  Berordnung,  die  Aufftellung  einer  allgemeinen  Landmiliz  betreffend.
Friderich,  von  Gottes  Gnaden,  Könkg  von  Württemberg  rc.  2c.  4c.

Liebe  Getreue!  Rachdem  Wir  durch  Unser  neuestes  Rekrutirungs=  Geses  vom  77.
Febr.  d.  J.  die  Dienst=  Verpflichtung  Unserer  Unrerthanen  in  Bezug  auf  die  active  Armee
festsesest,  und  in  Foige  des  eingetretenen  Friedeus,  Justands  Wir  Uns  bewogen  gefunden
  haben,  den  Bestand  der  leztern  auf  12/990  Mann  zu  bestimmen,  bei  der  stattgehablen
  Auflösung  der  errichtet  gewesenen  Land,  Regimenter  aber  die  Nothwendigkeit  eintrit,
u  Sthaltung  der  Ordnung  Wurde  und  Selbstständigkeit  des  Staats  eine  allgemeine
aono.  Miliz  aufzustellen,  so  verordnen  Wir  hierdurch,  wie  folgt:

1)  Es  soll  in  Unserem  Königreiche  die  Errichtung  einer  Land=  Miliz  von  64  Regimencern,
  jedes  1000  Mann  stark,  statt  finden.

)  Die  Land-Miliz  hat  die  Bestimmung,  innerhalb  der  Grenzen  des  Reiches  die  Sicherheit
  gegen  innere  und  eussere  Feinde  handzuhasben,  und  wird,  so  oft  es  die
Vertheidigung  des  Vaterlandes  fordert)  zu  den  Waffen  gerufen.

3)  In  jedem  der  64  Oberamts-Bezirke  des  Königreichs  wird  Ein  Regiment  gebilder,
und  solches  mit  dem  Nahmen  der  Oberamts,  Stadt  bezeichnet.  Dasselbe  theilt  sch
in  2  Bateillons)  nämlich  #  actives  Bataillon  und  :  Reserve.,  Bataillon.  Jedes
Bataillon  besteht  aus  560  Mann  vom  Feldwebel  abwärts,  und  wird  in  4  Compagnien
  eingetheilt.

40  Das  active  Bataillon  wird  aus  allen  Militairpflichtigen,  waffenfähigen  ledigen  Individuen
  in  dem  Alter  vom  vollendetun  ##ten  bis  zoten  Jahre  gebilder.  lUlebri,
gens  hat  die  Miliz=  Pflichtigkeit  auf  die  in  der  Constitution  des  Reichs  eingeräumte
Wanderungs-Erlaubniß  keinen  Einfluß.  Auch  finder  jene  unbeschadet  der  nur  bis
itum  zören  Lebensjahre  gehenden  Linien,  Dienst,  Pflichr  ihre  Anwendung-