Full text : Die Polizei-Gesetze und Verordnungen in den östlichen Provinzen der preußischen Monarchie. Band I. (1)

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dem  Geleise  bringen,  ähnlich  wie  jener  General  des  Straf—
bataillons,  der  seine  Leute  jeden  zweiten  Tag  fuchteln  ließ,
weil  sie  dann  an  den  freien  Tagen  so  vergnügt  waren.  Denn
wir  werden  zu  leicht  undankbar  für  alle  Seine  Wohltaten,
wenn  wir  nicht  an  die  Möglichkeit  des  Derlustes  erinnert
werden.

Last  scheut  man  sich,  einen  Gang  zum  Kbendmahl  zu
belauschen,  wie  er  ihn  der  Srau  schildert.  Aber  nun  er
allen  vorliegt,  ist  er  nicht  zu  umgehen.  Er  ist  im  höchsten
Grad  charakteristisch.  Bismarck  wünscht  ihr,  daß  ihr  „unser
Sauerchen  ebenso  in  die  Tiefen  des  herzens  gegriffen
habe  wie  mir  Knak;  ich  war  fast  hoffnungs=  und  hilflos,
als  es  soweit  kam,  und  wollte  die  Rirche  verlassen,  weil  ich
mich  der  Leier  nicht  wert  fand;  aber  im  letzten  Gebet  vorm
Kltar  gab  mir  Gott  doch  Erlaubnis  und  Beruf  dazu,  und
ich  war  recht  froh  hernach.“  Und  das  Resultat  ist,  daß  er
seinen  Kerger  über  Hans  von  Kleists  so  sehr  verschiedenes
Wesen  wenigstens  nicht  mehr  herausläßt.

So  geben  uns  die  Briefe  überreiche  Beweise  für  die
tiefen  Seelenkämpfe,  die  der  leidenschaftlich  Hoffende  und
Liebende  mit  seinem  alten  Adam  führt.  Denn  von  ihnen
gilt  wahrlich:  „So  sollen  ja  Briefe  sein,  wenn  sie  wahr  sind:
Hbdrücke  augenblicklicher  Stimmung,  wobei  freilich  die
tiefere  Grundmelodie  nicht  immer  deutlich  durch  die  Dariationen
  der  Oberfläche  klingt.“  Wie  demütig  mahnt  er
die  Braut:  „Sei  niemals  kleinmütig  gegen  mich,  und  erscheint
dir  etwas  in  dir  unverständig,  sündhaft,  niederdrückend,
so  bedenke,  daß  all  dergleichen  in  mir  tausendmal  mehr  vorhanden
  ist,  und  ich  davon  viel  zu  sehr  und  innig  durchdrungen