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S. 1.
In der am rechten Rheinufer von der Düsseldorf-Duisburger Chaussee,
der Schnellenburg gegenüber, bis zu der Anhbhe hinter dem Leuchlenberger
Hofe am Neuenhofe sich erstreckenden Niederung werden die Eigenthümer aller
cingedeichten und noch einzudeichenden Grundslücke, welche ohne Verwallung
bei einem Wasserstande von 27 Fuß am Dusseldorfer Pegel der Ueberschwemmung
unterliegen würden, zu einem Deichverbande vereinigt.
Der Verband hat seinen Gerichtsstand bei dem Friedensgerichte zu Ralingen,
beziehungsweise bei dem Landgerichte zu Düsseldorf. '
H.2.
Dem Deichverbande liegt es ob, wasserfreie tuͤchtige Deiche auf 26 Fuß
6 Zoll Hoͤhe am Duͤsseldorfer Pegel in denjenigen durch die Staatsverwaltungsbehoͤrden
festzustellenden Abmessungen anzulegen und zu unterhalten, welche
erforderlich sind, um die Grundstuͤcke der Niederung gegen Ueberschwemmung
durch den höchsten Wasserstand zu sichern. Dabei dient der Plan vom 22. März
1851., wovon das Duplikat im Archive der Regierung zu Dusseldorf niedergelegt
ist, zur Grundlage.
Wenn zur Erhaltung des Deiches eine Uferdeckung nöthig wird, so hat
der Deichverband dieselbe auszuführen, vorbehaltlich seiner Ansprüche an andere
Verpflichtete.
g. 3.
Der Verband ist gehalten, diejenigen Hauptgraͤben anzulegen und zu
unterhalten, welche erforderlich sind, um das den Grundstuͤcken der Niederung
schädliche Binnenwasser aufzunehmen und abzuleiten. Das Wasser der Hauptgräben
darf ohne widerrufliche Genehmigung des Deichhauptmanns von Privatpersonen
weder aufgestaut noch abgeleitet werden.
Dagegen hat jeder Grundbesitzer der Niederung das Recht, die Aufnahme
des Wassers, dessen er sich entledigen will, in die Hauptgräben zu
verlangen.
Die Zuleicung muß aber an den vom Deichhauptmann vorzuschreibenden
Punkten geschehen.
Die Anlage und Unterhaltung der Zuleitungsgräben bleibt Sache der
nach den allgemeinen Vorfluthsgesetzen hierbei Betheiligten.
— 4.
Der Verband hat in den Deichen die erforderlichen Auslaßschleusen
(Deichsiele) fuͤr die Hauptgraͤben anzulegen und zu unterhalten.
g. 5.
Die erforderlichen Mittel zu den Arbeiten, zur Besoldung der Deichbeamten
und zur Verzinsung und Tilgung der zum Besten des Verbandes etwa
kontrahirten Schulden haben die Deichgenossen nach dem von der Regierung
zu Düsseldorf auszufertigenden Deichkataster aufzubringen, und zwar der Nrl
na