Full text : Rosenheimer Anzeiger. 64. Jahrngang (64)

 

 

und  Feiert.

 

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—t—..

Die  einheilliche  Linie.

»  Berlin,  26.  Juli.

Der  Reichstag  ist  nun  auf  mehrere  Monate
hinaus  vertagt.  Das  bedeutet  freilich  nicht,  daß
damit  die  Politik  ruhe.  Wir  haben  oielmehr  oft
genug  die  Erfahrung  gemacht,  daß  gerade  in  der
reichstagslosen  Zeit  inner-  und  außenpolitische
Entscheidungen  von  auhergewöhnlicher  Bedeulung
  und  Tragweite  getroffen  worden  sind.
Wem  nicht  alles  täuscht,  wird  auch  bis  zum  Wiedermsammentritt
  des  Parlaments  im  November
dieses  Jahres  eine  bedeutsame  Veränderung  unse
rer  politischen  Gesamtlage  und  wwar  im  Sinne
einer  Klärung,  m  verzeichnen  sein.

Unsere  Regierung  kamn  hinsichtlich  ihrer
Zusammensetzung  nach  dem  klugen,  geschickten
und  diplomatisch  glättenden  Eingreisen  des
Reichskanf#lers  anläßlich  der  kurz  vor  Toresschluß
#äh  auftauchenden  Unstimmigleiten  als  durchaus
gefestigt  angesehen  werden.  Das  klärkt  ihre  Stellung
  nach  innen  und  außen.  Jetzt  gilt  es,  den
nötigen  Rückhalt  im  Volke  selbst  zu  erhalten.
  Duzu  müssen  wir  eine  Linie  finden,  auf
welcher  wir  uns  alle  —  von  Außenseitern  abgesehen
  —  unbeschadet  unserer  sonstigen  politischen
Spezial.  Meinung  treffen  können.

Uns  dünkt,  es  sei  nicht  schwer,  eine  solche  einleitige
  Linie  zu  sehen  und  zu  verfolgen.  Nichts
anderes  steht  zur  Debatte,  als  ein  glückliches
Ende  des  Krieges  in  möglichster  Bälde  herbeizuführen.
  Bei  den  Ausmaßen,  die  das  große
Ringen  nun  einmal  genommen  hat.  sind  Zeitbegriffe
  freilich  schwierig  festzultellen.  Nur  um  das
eine  handelt  es  sich:  den  feindlichen
Kriegswillen  so  bald  als  möglich  zu
brechen.  Um  das  m  erreichen,  müssen  wir  nicht
nur  unser  außen.,  sondern  auch  unser  innenpolitisches
  Verhalten  entsprechend  einrichten.
Uunsere  Reichsleitung  hat  durch  den  Mund  des
Kantlers,  der  dabei  ohne  allen  Zweifel  im  Einvernehmen
  mit  allen  mahgebenden  Faktoren  sich
befand,  in  großen  Umrissen  ein  Programm  auft
nestellt,  an  welches  wir  uns  halten  können  und
sollen.  In  der  Außenpolitik  gilt  es  zmunächst
im  Osten  den  geschlossenen  Frieden  durch  geeignete
  Maßnahmen  zu  erhalten  und  vor  allem
die  Machenschaften  der  Entente,  welche  einen
neuen  Russenkrieg  organisieren  wollen,  zunichte
au  machen.  Im  Westen  müssen,  nicht  durch  unsere
Schuld,  die  Waffen  noch  die  Grundlage  für
diplomatische  Verhandlungen  immern.  Dort  ist
upch  ein  fanatischer  Kriegswille  m  brechen.  Tas
allein  ist  die  Richtschnur  unserer  gegenwärtigen
„Kampfhandlungen  auf  dem  vestlichen  Kriegsschauplätze
  und  nicht  etwa  die  Eroberung  von
Amiens,  Paris  oder  der  fram'ösischen  Kanalküste.
Erst  dann,  wenn  die  Feinde  anerkennen,  daß
sie  uns  mit  Waffengewalt  nicht  besiegen  können.
und  wenn  lie  aus  dieser  Anerkennung  die  notwendigen
  und  für  unsere  deutschen  Interessen
Unerläßlichen  Folgerungen  riehen.  wird  auch
im  Westen  zu  Verhandlungen  geschritten  werden
können.

Um  das  zu  Werke  zu  bringen,  bedarf  es  jedoch
einer  unerschütterlichen  siegessicheren  Haltung

  und  Stimmung  unseres  Volkes,  die
sich  auch  nach  außen  hin  überzeugend  kündet.  Es
ist  wahr,  der  vierjährige  Krieg  hat  unsere
Nerven  unerhört  in  Mitleidenschaft  gezogen.
Aber  ebenso  wahr  ist  es  daß  die  Feinde  nur
noch  auf  den  Nervenmsammenbruch  der  Deutschen
ihre  Hoffnungen  bauen.  Aus  jeder  kleinmütigen
oder  ärgerlichen  Aeußerung  schöpfen  sie  neuen
Mut  zu  eigenem  Ausharren.

!  Was  wir  unbedingt  erreichen  müssen,  ist  eine
de  schlossene,  jeinheitliche  Innensront,

  die  sich,  unbeirrt  durch  Sonderauffassungen
  in  bestimmten  politischen  Fragen,  ebenso
(ickhaltlols  hinter  unsere  Reichsleitung
  stellt,  wie  das  gegenüber  der  militärischen
  Führung  der  Fall  ##  Erst  dann  erhalten
die  Allionen  unsererk  volüst  n  Führer  den  ersorderlichen
  Nachdruck  t  darum  ein  dringende:
  Gebot  der  5  #ah  um  die  Regierung,
wie  um  die  Heerführung  3z#u  sammeln  um  eine
Phalanr  zu  schaffen,  deren  Gewicht  und  Gewalt
in  einstiger  großen  Stunde  das  durchzusetzen  vermag,
  was  wir  brauchen,  um  allen  Gliedern  unseres
  Volkes  Licht  und  Lust  zu  schaffen.

 

 

 

Rosenheimer  Anzeiger

 

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Schluß  der  Anzeigen-Annahme  12  Uhr  mitiags.

 

 

Rosenheimer  Tagblakt

Amtlliches  Publikalions-Organ
Sonntag,  28.  Juli  1918

Fochs  Offensive  eingeschlafen.

Ein  italienischer  Vorstoß  in  den  Sieben  Gemeinden  gescheitert.  —

Der  englische  Arbeiterführer  Henderson  für  F

Das  österreichische  Buhgetprovisorium  angenommen.

 

Die  Schlacht  im  Westen.
aensrsche

WTB.  Berlin,  26.  7.,  abends.
der  Schlachtfront  ein  ruhiger  Tag.

Ein  neuer  Umschwung  zu  Gunsten  der

Amtl.  An

%  Zürich,  26.  7.  Der  „Zürcher  Tagesanzeiger
  meldet  über  die  Kriegslage  an  der  Westfront,
  daß  sich  ein  neuer  Umschwung  vor-Fubereiten
  beginne  und  zwar  zu  Gunsten  der
Oeutschen.  Die  gesamte  Kampflage  deutle
noch  immer  auf  die  Bewegung  weiterer  Teile
der  Front  hin.  Der  „Matin“  meldet  von  der
Front:  Die  Deutschen  halten  den  Bogen  Soissons-Reims
  mit  unverminderter  Widerstandskraft.
  Der  Besitz  des  Bogens  ist  für  uns  eine
Hauptbedingung  für  den  Fortgang  der  strategischen
  Handlungen,  die  möglicherweise  in  den
nächsten  Monaten  andauern  werden.  An  allen
Fronten  mächst  die  Angriffstätigkeit  des  Feinv.



Aufgelöste  ugische  und  franvöllsche
visionen.

*  Berlin,  240.  7.  Die  ungeheuren  Verluste,
die  die  Entente  seit  dem  21.  März  im  Westen
erlitt,  haben  dazu  geführt,  daß  in  den  letzten
Monaten  mehrere  englische  und  französische  Divisionen
  infolge  Mannschaftsmangele  aufge-15#
  wurden.

Französischer  Bericht  vom  25.  Juli
abends:  An  der  Ourcafront  spielten  sich
Kämpfe  mit  demselben  Erfolg  wie  an  den  vorhergehenden
  Tagen  ab.  Nördlich  des  Flusses  besetzten
  wir  Oulchy-la  VBille.  Südlich  erzielten  die
französisch  amerikanischen  Truppen  einen  Fortschritt,
  der  an  einigen  Stellen  drei  Kilometer
erreichte  trotz  des  sehr  lebhaften  Widerstandes
besonders  in  der  Gegend  von  Dormans.  Südöstlich
  Armentieres  nahmen  wir  die  Höhe  141
und  überschritten  den  Bach  Monteuil.  Weiter
südlich  nahmen  wir  das  Dorf  Coincy  und  den
größten  Teil  des  Waldes  von  Tournelle.  Wir
drangen  weit  in  dem  Wald  von  La  Fere,  bis
zur  Höhe  der  allgemeinen  Linie  Bouvardes-le
Charmel  vor.  Wir  rückten  auch  unter  guten  Bedingungen
  im  Walde  von  Ris  und  nördlich  Dormans
  weiter  vor.  Südwestlich  Reims  gelang
es  dem  Feinde  infolge  heftiger  Angriffe  gegen
Ansere  Stellungen  wischen  Brigny  und  St.
Euphraise  auf  der  Höhe  240  Fuß  z  fassen.
Unsere  Truppen  gewannen  diese  Höhe  deinghe
gänzlich  wieder  und  machten  etwa  100  Ge

fangene.
·

Zwei  außerordentliche  Sitzungen  des

riegsrates  in  Paris.

*  Gernf,  26.  7.  Nach  Pariser  Meldungen
haben  am  Montag  und  Dienstag  in  Paris  wei
außerordeutliche  Sitzungen  des
Kriegsrates  stattgefunden,  an  denen  auch
der  italienische  Oberbefehlshaber  General  Diaz
leilgenommen  habe.  Berichte  über  die  Beschlüsse
liegen  nicht  vor.  Zweifellos  scheint  es  jedoch,
daß  die  Fortsetzung  der  Offensive  an  den  Ententefronten
  Gegenstand  der  wichtigen  Beratungen
  gewesen  ist.

Die  Lase  in  Östeu.

Die  Frage  der  finnisch.  PMoierung
form  noch  ungelö

Berlin,  26.  7.  Die  finnische  Gesandtschaft
erklärt,  daß  die  Schilderung  einer  russischen  Zeitung
  über  die  Königskrone  Finnlands  von  Anfang
  bis  Ende  eine  vollkkommen  phantastische  Erfindung
  ist  und  nicht  ein  einniges  der  Wahrheit
entsprechendes  Wort  enthält.

 

l

 

Dleckeiqalsseluunhlaud.

Die  Gegenrevolution.
rKiew,  25.  7.  Die  Zeitung  Rußkij  Golos
meldet,  daß  die  Bolschewiki  Stawropol  geräumt
haben,  welches  von  der  Freiwilligenarmce  besetzt
wurde.

Die  Intervention  Japans  in
Sibirien.
*  Genf,  26.  7.  Nach  einer  Tokioter  Erchange-Depesche
  wird  sich  Japans  sibirische  Intervention
  darauf  beschränken,  den  Tschecho-Slowaken
  die  Möglichkeit  der  Behauptung  ihrer
Stellungen  zu  verschaffen  und  nach  Umständen
ihr  weiteres  Vordringen  zu  erleichtern.  Damit
ist  die  Nachricht  von  einer  eigenen  japanischen
Frpedition  entkräftet.
Ermordete  deutsche
Fliegeroffieriere.
Berlin,  25.  7.  Die  beiden  deutschen  Fliegeroffiziere
  Li.  Hellesen  und  Ut.  Burchardt
sind  am  21.  Mai  1918  von  einem  Flug  über  die
seindlichen  Stellungen  nicht  zurückgekehrt.  Nach
glaubwürdigen  Aussagen  deutscher  Kolonisten
sind  die  beiden,  Offiriere  lebend  in  die  Gefangenschaft
  der  Bolschewiki  geraten  und  von
diesen  nach  bestialischer  Marterung  (wie
Ohrenabschneiden.  Armeausrenken  und  Eingraben
  bis  Brusthöhe)  schließlich  erschossen  worden.
Die  deutsche  Regierung  hat  bei  der  russischen  gegen
  diesen  empörenden  Vorgang  nachdrücklichsten
Protest  eingelegt  und  #engiie  Bestrafung  gefordert.


Der  amll.  ölterreichische  Berichl.

WirB.  Wien,  26.  7.  (Antlich.)  Bei  Canove
in  den  Sieben  Gemeinden  scheiterte  ein  feindlicher
  Vorstoß.  Sonft  keine  besonderen  Ereignisse.

Albanien:  Zwischen  Kuci  und  dem  Meere
sind  wir  an  mehreren  Stellen  bis  an  den  Semeni
  gelangt.  Unser  Vordringen  löst  heftige
Vorstöße  des  Feindes  aus.

Der  Chef  des  Generalstabt.

–w

Der  Krieg  zur  Lee.

Namen  für  die  deutschen  U.  Kreuzer.

*  Berlin,  26.  7.  Die  U#-Bootkreuzer  sollen
  die  Namen  besonders  verdienter  U.Bootführer
  erhalten.  Der  erste  U.  Bootkreurer  wird  den
Namen  „  Weddigen“  führ  führen.

*½

Algemeines  vem  Kries.

Feindliche  Fliegerangriffe.
Karlsruhe,  26.  7.  Vergangene  Nacht
murden  Offenburg  und  dessen  Umgebung  wiederum
  von  feindlichen  Fliegern  mit  Bomben  beworfen.
  Dem  Angrifff  ist  eine  Person  zum  Opfer
gefallen,  außerdem  wurden  vier  Personen  schwer
und  zwei  leicht  verletzt;  auch  einiger  Sach=  und
Gebäudeschaden  ist  entstanden.  In  der  Umgebung
gerict  ein  Gehöft  in  Brand.  Auch  Gernsbach
im  Murgtal  war  in  der  vergangenen  Nacht  das
Jiel  feindlicher  Flieger;  die  abgeworfenen  Bomben
  richteten  jedoch  keinen  nennenswerten  Schaden

  an.
Auslane.

Das  österreichische  Budgetpr
  rovisorium  angenommen.
*  Wien,  27.  7.  Nach  einer  Rede  des  neuen
österr.  Ministerpräsidenten  Hussarek  im  Abgeordnetenhause,
  in  der  er  programmatische  Erklärungen
  abgab,  nahm  das  Haus  nach  längerer
  Debatte  in  namentlicher  Abstimmung  mit

 

 

 

 

Prot.i  Pantaleon  64.  Jahrgang.
215  gegen  196  Stimmen  ein  sechsmonatiggges
  Budgetprovisorium  an.  sowie  in
achrr  Abstimmung  den  Sechs-Milliarven

Kredit.

Die  Mehrheit,  die  für  die  Vorlage  stimmte.
sechte  sich  aus  den  christlich-sozialen  und  den
deutsch-nationalen  Parteien,  den  Deutsch=  Na-Dikalen
  und  Rumänien,  dem  Polenklub  sowie
Teilen  der  Italiener  zusammen.

Nach  Beendigung  der  Beratung  trat
Haus  seine  Sommerferien  an.

Jei#usche  Lundschn.

Lehrergesetz  und  Beamtenversiche
rungsgesetz.

München,  26.  7.  Heute  Mittag  hat  unler
dem  Vorsitze  des  Königs  eine  Staatsratss#hung
stattgefunden.  die  von  besonderer  Bedentung
war,  weil  in  ihr  die  Verabschiedung  zweier  ebenfo
einschneidender  wie  wichtiger  Gesetzentmurfe  er
folgte,  nämlich  die  Verabschiedung  des
Lehrergesetzes  und  des  Beamtenver=[scherungogesetzes.


S#erischer  Landias.

Die  Veranlagung  der  bundesstaatlichen
  Einkommensteuern.

München,  26.  7.  Zu  den  Meldungen  über
eine  geplante  Vereinbeitlichung  der  Veranlagung
der  Einkommensteuer  in  den  deutschen  Bundes
staaten  erllärte  heute  in  der  Reichsratskammer
Der  bayerische  Finanzminister,  daß  ernste  Anträge
in  dieser  Richtung  bisher  nicht  vorliegen.  Auch
bestehe  kein  dringendes  Bedürfnis;  dagegen  stehe
auch  hier  die  Gefährdung  der  steuerlichen  Selb
srändigleit  der  Bundesnaaten  im  Sinterg:  unde.

Sei-  und  hersendlaschichen.
#München.  den  27.  Jull.
Eine  Spende  des  Königspaarce.
Das  Koönigspaar  hat  aus  Anlaßdes  Opfertages
den  Betrag  von  10  000  Mark  fur  die  Stadt
München  und  500  Mark  fur  Leutsteiten  ge
spendet.

Hunchener  Nenuisteilen.

Tot  aufgesunden.  Der  seit  2.  Juli  vermißte
  77  jährige  Prioatier  Michnel  Humpiner
von  Munchen  wurde  am  Donnerstag  Abend  bei
Herrschnig  in  einem  Kartoffelacker  lot  auigesun
den.  Die  Untersuchung  ergab  als  Todesursache
Gehirnschlag.

3#weriche  Nachnichte-Feuergefecht

  mit  Deserteuren.  Von
der  Gendarmerie  Eschlkam  und  der  Grenzschun“
mannschaft  Furth  i.  W.  wurden  die  beiden  Deserteure
  Johamn  Geiger  und  dessen  Sohn  verhaftet.
  Da  beide  mit  Revoltern  bewassuct  waren,
  entspann  sich  ein  Kampf,  in  dessen  Veriauf
Johann  Geiger  einen  Schuß  in  den  Oberschenkel
erhielt.  Der  Sohn  wurde  geschlossen  nach  GErasenwöhr
  abgeführt.  der  Vater  miltels  zanilätswagens
  in  das  Reservelazarett  Cham  verbracht.


Revolverschießerei.  Drei  Siebmachr
gericten  in  Lachen  bei  Neustadt  a.  ÖOdl.  in
Streit.  Im  Verlaufe  des  Wortwechsels  zog
plötzlich  der  eine  seinen  Revolver  und  schoß
auf  die  beiden  anderen.  Einer  erhielt  einen
Armschuß,  der  andere  dagegen  einen  Kopf.  und
Lungenschuß,  sodaß  er  in  das  Neustadter  Krankenhaus
  verbracht  werden  muhßte.  Der  Täe#r#
wurde  verhaftet.

Raudüberfall.  Zu  dem  Arbeiter  Sin
benrauch  in  Schweinfurt  kam  ein  unbekannier
Mamn  und  veranlaßte  ihn,  mit  ihm  aufs  Feld
bei  Bergrheinfeld  zu  gehen,  um  dort  ein  versiecktes,
  schwarz  geschlachtetes  Schwein  zu  bolen.
Dort  angekommen  gad  der  Fremde  mehrere
Schüsse  auf  Stubenrauch  ad.  sodaß  er  bewußt.
los  zusammenbrach  und  erst  am  andern  Morgen
  gefunden  wurde.  Der  Täter,  der  bieher
nicht  ermittelt  werden  konntc,  ranbte  Stubenrauch
  80  Mark.

 

 

das