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sätze für ihre Verwendung. Der Generalsynode, und in den Jahren, in welchen
sie sich nicht versammelt, dem Synodalvorstande ist die Jahresrechnung über
diese Fonds zur Prüfung und Ertheilung der Entlastung vorzulegen.
K. 12.
Von der Verwendung der unter der Verwaltung des Ministers der geistlichen
Angelegenheiten stehenden kirchlichen Fonds und der im Staatshaushalts-Etat
für kirchliche Zwecke bewilligten Mittel giebt der Evangelische Ober-Kirchenrath
auf Grund der Nachrichten, welche er darüber vom Minister der geistlichen
Angelegenheiten erhalten hat, der Generalsynode Kenntniß. Sobald solche Fonds
oder Mitel in die Verwaltung der Kirche übergehen, erweitert sich die synodale
Kenntnißnahme zur Kontrole 8 11.).
K. 13.
Anordnungen der Kirchenregierung wegen Einführung neuer, regelmäßig
wiederkehrender, sowie wegen Abschaffung bestehender landeskirchlicher Kollekten
bedürfen der Zustimmung der Generalsynode. «
§·14.
Die Bewilligung neuer Ausgaben für landeskirchliche Zwecke, soweit sie
vurch Umlagen auf die Kicchenkasfen oder Kirchengemeinden gedeckt werden sollen,
erfolgt im Wege der kirchlichen Gesetzgebung.
Der bewilligte durch Umlage aufzubringende Betrag wird über die Provinzen
der Landeskirche nach einem Maßstabe repartirt, welcher vorläufig durch
Königliche Verordnung aufgestellt, endgültig zwischen der Generalsynode und der
Kirchenregierung vereinbart wird.
Die auf die einzelnen Provinzen entfallenden Beträge werden nach den
in den §§. 72.) 73. der Kirchengemeinde-und Synodalordnung vom 10. September
1873. aufgestellten Normen, für die Provinzen Rheinland und Westphalen
nach Maßgabe des F. 135. der Kirchenordnung vom 5. März 1835. einer Unterrepartition
unterworfen und an die Konsistorialkassen und von diesen an den
Evangelischen Ober-Kirchenrath abgeführt.
KG. 15.
Auch die Einkünfte des Kirchenvermögens und der Pfarrpfründen können
durch ein Kirchengesetz zu Beiträgen für kirchliche Zwecke herangezogen werden.
Dies ist nur zulässig bei Kirchenkassen, sofern die etatsmäßige Solleinnahme
derselben die etatsmäßige Sollausgabe um mehr als ein Drittheil der letzteren,
und wenigstens um dreihundert Mark sährlih übersteigt, bei Pfarrpfründen, sofern
der jährliche Ertrag derselben ausschließlich des Wohnungswerths auf mehr
als sechstausend Mark sich beläuft. Diese Beiträge dürfen *z& Prozent des
jährlichen Ueberschusses der Solleinnahme der Kirchenkasse und des über die
umme von sechstausend Mark hinausgehenden Pfründenertrages nicht überreiten.
(r. 8308) An-