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Nach den Mittheilungen des Kgl. Sächs. statistischen Büreaus
leben auf einem qkm nach der Zählung vom 1. Dezember 1885
in der
Amtshauptmannschaft Pirna 125,
„ Dippoldiswalde 79,
„ Freiberg. 1873,
„ Flöh 191,
„ Marienberg 146,
Chemnitz 335,
im Stadtbezirk Chemmitz 7215,
Amtshauptmannschaft Annabeeg 214,
„ Glauchau 408,
„ Zwickau 337,
„ Schwarzenberg 186,
Auerbach z
Auf dem Gebir 6 skamm, in der Meereshöhe von über 700 m,
ändern sich die Besiedelungsverhältnisse insofern vollständig, als von
den 1 420 qkm, welche die Erhebung von über 700 m einschließt,
der größte Theil bewaldet und nicht besiedelt ist.
Man kann im Ganzen nicht viel mehr als 300 qkm als wald-
frei bezeichnen, während etwa 11900 qkm ein nahezu geschlossenes
Waldgebiet bilden. Im Osten, bei Ebersdorf und Zinnwald, ist ein
waldfreies Gebiet von etwa 30 qkm; von da an westwärts sind die
waldfreien Terrains gewissermaßen inselförmig eingesprengt, und die
Bevölkerung meist sehr dicht zusammengedrängt. Bei Moldau und
Fleyh ist ein Raum von 16 qkm waldfrei, bei Seiffen und Katharina-
berg von 22 qkm, bei Kallich und Rübenau von 8, bei Reitzenhain
und Kühnhaide von 4, bei Satzung von 8, bei Jöhstadt und Grum-
bach von 15, bei Sebastiansberg und Sonneberg von 26, bei Preß-
nitz und Kupferberg von 34, bei Gottesgab, Ober= und Unterwiesen=
thal von 27, bei Brenstein und Weipert von 13, bei Platten,
Abertham und Bäringen von 22, bei Johanngeorgenstadt von 10,
bei Breitenbrunn und Rittersgrün von 11, bei Klingenthal und
Silberbach von 25, bei Hammerbrück und Muldenberg von 5 qkm,
ungercchnet eine Anzahll von kleineren, waldfreien und dicht besiedelten
Stellen
Vertheilt man die mit 102 000 Seelen zu beziffernden Bewohner
des Erzgebirgskammes auf die von denselben bewohnten 300 qkm,
so ist der akm durchschnittlich mit 340 Menschen besetzt.
Der böhmische Südostabhang des Gebirges ist schon wegen seines
Steilabfalles und wegen der geringen Ausdehnung seiner terrassen-
förmigen Absätze, endlich weil er in ausgedehntem Maße von Wald