Metadata : Rosenheimer Anzeiger. 61. Jahrngang (61)

dige  Grenzlontrolle  würde  auf  diese  Weise  viel
durchgreifender  als  bioher  geübt  werden  lönnen.
Es  muß  immer  wieder  daranf  hingewiesen  werden,
  daß  Deutschland  Krankheiten,  wie  den
Flecktyphus,  überhaupt  nicht  mehr  lannie,  daß
das  ebenfalie  jetzt  in  den  Gefangenenlagern  hier
und  da  auftauchende  Rücksallsieber  in  Deutschland
  keine  Stätte  mehr  hatte  und  dab  der  gefährlichste
  Feind  —  die  Cholera  —  sast  ausschließlich
  aus  dem  Oslen  zu  uns  gekommen  ill.
Die  grohe  Fitteranlage  im  Oilen  hat  uns  schon
jetzt  wertvolle  Dienste  geleistet  und  die  slrafse
Durchfüprung  der  getroffenen  Mahhnahinen  bietet
  die  G  ewähr,.  daß  auch  im  weiteren  Kriegsverlaus
  durch  sie  alle  gesundncitlichen  Gesahren,
die  unserem  Volle  aus  dem  Osten  drohen,  abgewendet
  werden.  Der  Dank  dafür  gebührt  in
erster  Linie  dem  Chef  unseres  Feldsanitätzwesens,
  Erzellenz  v.  Schiekuing,  der  seit  Jahren
unermüdlich  für  den  Ausbau  des  Militär-Sanitlälswesens
  und  insonderheit  der  bnaikuilchen  und
gegen  die  Seuchenausbreitung  gerichteten  Matznahmen
  eingetreten  ist,  und  der  in  diesen  Bestrebungen
  bei  den  obersten  Heeresbehörden  stets
großes  Verständnis  und  weitgehende  Förderung
  gefunden  hat.

Paul  Schweder,  Kriegsberichterstalter.

Kommangles.
Sitzung  des  Magistrats  Kollcsiums
.  Rosenheim.
Sertember  1915.

Das  Heimatrecht  erbalten  Weißgerber  Peter
Osterm  ayr  von  Kaufbenren.  Mecchaniker  Georg
Schindler  von  Kellmünz,  Schäffiermeister  Peter
Ninser  von  Stenhanolirchen  und  Slationsgebilfe
  rz.  X.  Schmid  von  Wasserburg.

Nach  Bekannigahe  der  Aitenlage.  knsbesondere
  der  Verankwortung  des  Sitadtgartenver
walters  Stange  und  der  autachllichen  Nerung
  des  Jorstamts  Rosenbhei##  lint  aejdct  der  Sladtmagistrat
  leinen  Anlas,  eine  Diez  irlinierung
des  Verwallers  Stange,  wie  seinertet  vom  Ge
meinresollegium  beaniragt,  #ns  Auge  zu  sasi  *

da  Abboizung  und  Aufforstung  der  in  Krage
lommenden  Strecke  der  Mangsallauen  zwisch.  n
Cisenbahu#rücke  und  äuserer  Nathaus  Sstraße  bei
Gelegenheit  der  Elalsaussteliung  1914  die  Genehmigung
  der  beiden  Kollegien  ge  funden  haben
  und  nach  Cutachten  des  ligl.  Korttamts  die
Arbeiten  sachgemäs,  und  sachmännisch  rich  tig  zur
Aussührung  geiengt  sind.

Dientmann  Spylrciter  Nichter  erhält  Geneh--migung
  zum  Kunsicehandel  mit  Obft  auf  den
Sirahen  der  Stadt.

Verebelichungs##cugnis  erhallen:  Sp.zi#larz:
Dr.  Edmund  Lang  von  “  mit  s  Maria
Elifale  eth  CGardsien  Wisly  auf  Gotland  in
Schweden  und  Pfleger  Alois  Lindner  von  Maxglan
  bei  Salzkurg  mit  der  Köchin  Anna  Häusler
  von  hier.

t
—“
Eünfprasentige  deitte  Krlegonleihe.

Nachdem  üuber  den  wirilchen  Zeich  huingspreis
der  Kriegsanleite  (96.75  oder  99  Proz.)  irrlümliche
  Aufsatfungen  entanden  und  über  die
Verrechnung  der  5  Proz.  Zinsen  auf  die  Anleihe
  vielsech  noch  U#  latheit  im  Publünm
herricht,  sei  hiewit  zu  dem  offihiellen“  Feichnungsschein
  sosgende  #  Erlänkerung  gegeben.  Der

Insanf  der  neuen  Anlei##  beg
Upril  1516,  der  ere  Zinscounen  in  also  am
Olloher  1810  sallig.  Ter  erie  Zinsiermin
wurde  deshalb  so  meit  hinaus  geshoben.  damit
vorher  unbedingt  die  cine  enorme  Arbeit  verursachende
  Aufertigung  und  Zuicilung  der  vie- 



 

 

 

 

len  Millionen  Stücke  sich  ermöglichen  läßt.  Weil
nun  der  Geichner  der  aufliegenden  Kriegoanleihe
  natürlich  auch  für  die  Zeit  vom  30.  Seplember
  1915  bezw.  vom  Jahlungolage  ab  bis
1.  April  1916  aus  dem  angelegten  Geld  den
Gprozentigen  Jinogenuß  haben  will  und  soll,
wird  ihm  für  diesen  -zwischenzeilraum  der  Jins
in  der“  Weise  vergütet,  daß  er  gleich  lei  der
czahlung  der  gezeichneten  Kriegsanleihe  von
dem  Kauspreis  in  Abzug  gebracht  wird.  Demnach
  hat  der  Zeichner  für  je  100  Marlk  Kriegsanleibe
  am  30.  Sepiember  1915  zu  zahlen:
99  Marl  abzüglic  5  r!2•½•  vir  s  filr  ein  halbes
—5  (vom  1.  Ollo  1915  bis  1.  April
1910)  inm  gleich  2.50  Mari,  also  96.50  Marl;
em  18.  Oliober  1915  99  Mari  abzüglich  223
Mark!  isl  gieich  96.75  Marl;  in  äynlicher  Wrise
wird  der  5pro#z.  Jins  auch  verrechnet  bei  jeuen
Zeichnern,  welche  nicht  den  ganzen  Jeichnuns-Prei?
  am  30.  September  oder  13.  Ollober
1915  bezahlen,  sondern  dle  Summe  an  den
ausgeschriebenen  Terminen  begleichen  wollen.
Der  Preis  ist  also  bei  allen  Zeichnungsstellen
einheitlich  90  Mark.  Der  hievon  gekürzte  Betrag
  siellt  nichte  anderes  als  die  5  Prozent
Jinsen  dar,  auf  welche  der  Zeichner  der  Kriegsauleite
  Z  für  die  Zeit  bis  1.  April  1916  Anspruch
hat.
Rosenheim,  10.  Seplember.

Auszeichnung  im  Felde.  Das  Eiserne
Kreuz  wurde  ##em  Feldwebellenlnant  Hermann

Stöger  des  Landsturm-Jus.-Bat.  Wasserburg
vrrlichen.
Beförderung.  Befördert  wurden  zu

Laurtleuten  die  Oberleutnanke  Matthäus
Schönb#erger  (Wasserburg,  der  Landwehr  1.
Aufgebots  des  Cisenbahn-Vataillons  und  Otto
Schnerg  (Wasserburg  der  ndwehr  Insanterie
  2.  Aufgebotes.

Die  schönen  Ersolge,  velche  im  Westen
jowori  als  auch  im  Osten  wieder  errungen  wrden,
  riesen  allgemein  grose  Arrude  hervor.  Der
Cmtüche  französiscte  Bericht,  der  am  Freitag
mitiag  belannt  wurde,  ließ  in  den  Argonnen
einen  schönen  Erfolg  unserer  tarseren  Trup—
pen  erwarten.  Der  Bericht  aus  unserem  Gro—
en  Hamsaguarlier,  der  diesmal  erst  gegen  6
Uhr  abends  eintraf,  brachte  die  Bestärigung.

Die  KAranzosen  haden  in  den  Argon:  nen  eine  ansehnliche
  Niederlage  erlitten.  Das  rief  allgemein
  freudige  Vegeinerung  hervor.  Größer
wurde  diese  Frende  noch,  als  wir  abends  gegen
8  Uür  den  Fall  der  molhynischen  Festung
Durno  be  lannt  geben  lomten.  Die  nächtliche
Stille  wurde  durch  Völlersch  üfse  unterbrochen,
n##lche  den  neuen  Wassenerjolg  unserer  Verbün-=deten
  weit  in  Berg  und  Tal  rerlündeten.  Für
riele  waren  die  Schülse  die  Veranlaisung  zur
Ansammlung  vor  unserer  Redaftion,  um  Näheres
  aus  den  Telegram  manschlägen  über  den
Sieg  zu  erfahren.  „Dubno  iit  gefallen“  verkündeten
  gar  riele  Stillmen  unserer  Ingend
in  den  Straßen.  Heil  und  Sieg  den  Tapseren
draufein  im  Felde,  uelche  die  schönen  Erfolge
dieser  Meldungen  für  uns  errungen  haben!

Näumuster#ng  der  Untauglichen.

Die  „M.  N.  N.“  berichten:  Wie  bereits  amtlich
  huuteteiit=  wird  durch  den  kürzlich  vom
Mcichstag  angenommenecn  Gesegentwurf  die  noch.
malige  Musterung  der  feüber  dauernd  ais  unlauglich
  b  undenen  Wehrpilichtigen  im  Kriege
mödlich.  ie  Nachmusterung  wird  sich  auf  alle
jene  fü  iterer  Untauglichen  ersirecken,  die  seinerzeit
  hei  der  Aufrufung  des  Landsturmes  das
I5.  Lere:  isjahr  noch  nicht  vollendet  hatten.  Alle
wüniciens#2zcrten  neiteren  Milteilungen  werden
in  den  im  Lauie  des  Monals  September  ersolgenden
  Veröffentlichun  hen  entbalten  sein.

Von  der  Berufsfortbildungs- 



—

 

d  cr  dben  S.5b.ispun  een  e,
des  i-s  on  Nautes  ftand
riia  ELEI

i  *Gang.  a#  li:

klar  genug,

 
  

 

.2.

  

ne
vielleicht,  weil  um  sein  is  suqcikllviiimsiisi-luis«.i.,ois

liche  Wanderer  seiner  Hilfe  bedürien  lönnte.

9  die  Gesaalt  ein  anderen  Liannes,
der  bis  jenzt  mit  dem  Polizisicn  Gexlaudert
und  ihn  dadurch  unauffällig  in  der  Näzec  des
Hauses  feitgehalien  hune,  gewahrte  Meunier.
Aber  cs  lag  ihm  wie  ein  leichter  Schleier  vor
den  Augen  und  der  aunn  hielt  sich  uberdics
zu  sehr  im  Schatten,  als  dahß  er  Pietro  Ravelli,
den  Helserehellser  der  Gräsin,  in  ihm  hätte  ersennen
  könner

„Zum  Penter  —  ich  glaube,  ich  bin  wirklich
  betrunken,“  dachte  er,  während  er  die
Straße  hinabging,  um  zum  nächsten  Droschken-Koudol
  atz  zu  gelangen.  #lber  es  mußhte  doch

wohlt  etwas  anberes  slein  oals  ein  Nausch,  oenn
plötzlich  wurde  der  leichte  Nebel,  der  seinen
Blick  verdunkelt  hatte,  zu  einer  undurchdring.
lichen  schwarzen  Wand.  Das  Blut  brauste  ihm
in  den  Ohren  wie  ein  Wassersall,  seine  Hünde
griffen  in  die,  leere  Lust,  wie  um  da  eine
zu  finden  —  und  mit  einem  schwachen
Aulslöshen  fiel  er  in  leiner  ganzen  Länge  bewusttlos
  zu  Boden  —  just  in  demselben  ugenblick,
  wo  der  Schutzmann,  der  seinen  Patrouillengang
  sortsetzte,  hinter  der  nächsten  Straßenecke
  verlchwunden  war.  —
mer  hatte  Hetly.  der  bei  ihrer
genauen  K##bus  der  französischen  S  rache
kein  Wort  von  der  Unterhallung  der  Gräfin
mit  Meunier  entgangen  war,  keine  Möglichkeit
gesunden,  ihren  gefährlichen  Lauscherposten  zu
verlassen.  Sie  Bosste,  daß  die  Grüfin  seht,  nach
der  Ensiernang  ibres  Gastes,  sich  au

   

 

 

—.  lss#
Speisez#m  ner  mrücrieten  würde,  aber  ste  sah
sia  ö  in  dieser  Erwartung  geläuscht.  Denn  Asta
Leoni  ging  stait  dessen  ruhelos  auf  und  nieder,
wie  menn  sie  noch  etwas  erwarte.  Ihr  Gesicht
war  verzerrt  von  einer  Grimasse  wilden  Zornes
und  von  Zeit  zu  Zeit,  ballten  sich  ihre  Fäuste,
wie  wenn  sie  im  Geifte  einen  Gegner  vor  sich
sähe,  een  sie  zerschmetlern  wollte.

eit,  die  vielleicht  nur  nach  Minuten
gähd  l  #5%  dem  harrenden  jungen  Mädchen
aber  wie  eine  Ewigkeit  vorkam,  war  vergangen,
  als  Sraußen  ein  Geräusch  wie  von
einem  langsaim  näher  lommenden  schweren
Tritt  vernehmlich  wurde.  Die  Gräsin  stürzte
mit  einem  leisen  Aufsschrel  zur  Tür,  Leu“
aber  nahm  mit  Entsetzen  wahr,  doß  durch
diese  Tür  ein  Mann  eintrat,  der  den  Körper
eines  Menschen  leuchend  aus  seinen  Armen
schleppte  —  eines  Menschen,  in  welchem  Heltn
auf  den  ersten  Blick  den  soeben  von  der  Grasin
bewirteten  Besucher  erlannte.  Atemlos  von  der
Anstrengung,  lie  er  ihn  auf  den  Teppich
niedergleiten.  Die  Gräfin  aber  fragte  in  höhlten

Erreg

9  arum  bringen  See  ihn  bierher?  —
Das  Betäubungomittel,  das  ich  ihm  in  den
Wein  gemischt,  wirkt  nicht  lange.  Und  wenn
er  wieder  zu  sich  kommt,  wird  er  einen  surcht.
baren  Lärm  machen.  Ich  glaubte,  daß  Sic  ihn
in  z  W  Motor  schaffen  und  beiseite  bringen
wü

ist  natürlich  auch  meine  Absicht,-'
erwibdt  der  andere.  „Aber  der  Kerl  war  mir
äu  schmer.  Ich  hälle  ihn  unmöglich  die  ganze
Strecke  tragen  können,  ohne  mich  auszuruhen.
Und  draußen  hätte  mich  dabei  der  Schutzmonn,
ven  #t  i,  lelber  hergelockt  habe,  doch  zu  sehr

 

schulc.  Wie  au  der  heellge!  K.  Realschule,  so
*8

 

muss  auch  an  der  Berussfortbildungsschule  dahier
  der  Beginn  des  neuen  Schuljahres  etwas
verschoben  werden.  Der  Tag  der  Einschreibun.
gen  und  des  Schuljahranfangs  wird  rechtzeitig
belanntgegeben  werden.

Aerein  „Maria  Stella“.  Der  Verein
  kath.  laufm.  Gehilsinnen  und  Beamtinnen
„Maria  Stella“  hat  nach  8  wöchentlichen  Verein#eserien
  wieder  seine  regelmäßige  Tättgkeit
auigenommen.  Am  Dienskag,  den  7.  September
  sand  die  erste  Monatsrersammlung  im
neuen  Veteinsfahr  stalt.  Einem  Lünftigen  Zusall
  war  es  zu  danken,  daf  der  Aerein  bei  dieser.
  Gelegenheit  seinen  Begründer,  Ö.  H.  Pro—
seiior  Dr.  Scharnagl  Freiseng  als  Ehrengan  in
seiner  Mitle  begtüsten  lonnte.  Vor  safl  3  Jahren
  hat  er  rin  winzig  Sameniörnlein  in  die
Weide  gelegt  imil  dem  Wunsche,  dah  cs  rase
und  gedeihe  zum  Segen  vieler;  ijeule  sjreute
sich  zu  fehen,  wie  das  junge  Pjlänziein  i
enlwickelt  hat  zu  einem,  wenn  auch  nicht  himmelragenden,
  so  doch  ganz  saattliben  Baum,
der  gute  und  edle  Früchte  reift.  H.  H.  Präses
Schönlinner  widmels  dem  Gast  recht  herilich:
Veprüsungsworke.  H.  H.  Prosf.  Scharnagl  hatle
die  GEüte,  den  elelrend  n  Teil  des  Abends
zu  übernehmen,  und  behandelle  in  einem  ausiriichen
  Vorlrag  das  zeilgemüse  Thema:
Weiches  ist  bie  Stellung  des  Par#sles  im  gegen-#ärtigen
  Wei:  enriege?  Den  lehrr.ichen  Ausjährungen
  wurde  glüeits  lebhaftes  Intereise  enigegengebracht.
  Der  wohlverdiente  Dank,  den
der  reichlich  Pefrendete  eitall  bekundelte  und
den  der  Präses  im  Namen  des  Vereins  übermilleile,
  sei  Fier  nochmals  dem  Redner  zum-Ausdruc
  gebracht.  Der  weilere  Verlauf  des
Alends  gall  der  Besprechung  der  Wünsche  und
Anträge  der  Dertinemitglieder.  Die  Pausen  waren,
  wie  gewöhnlich,  ausgefüllt.  durch  Liedervortcäge
  valerländischen  Charalters.  Ferner  erging
  an  die  Mülglieder  dringende  Einladung
zur  gahlreichen  Ve  steiligung  an  der  lirchicchen,
Feier  des  Erntedankf  ees  am  nächsten  Somlag.
  Die  nöchie  Nereine  versammlang  wird  am
criten  Dienslag  im  Ollober  algNehalten.

Der  hayerische  Schmiedebund  hätt
1n  in  diesem  Zakre  eine  auß#rordentliche  Bunrerianin
  und  den  10.  Barecr.  Schmiede-5
  Er  jindal  in  Eichitäti  jtais.  Aus  der
ugess  ronung  sei  folgende  Frage  hervorgcho#
len:  Welche  Mittel  und  Wege  sind  cinzuschla
gen,  um  den;  Sus-  und  Wagenichmiebhandu#
im  Krieden,  mie  im  Kriege  die  Heereslitierungen
zu  sichern"  Auch  über  die  Negelung  bher  Huibeschlagprciĩe
  wird  beraten.

Bermeist  wmicd  seit  dem  2.  Ser  tenber  die
Vauersfrau  Anna  Sxindler,  geboren  im  eirnar
  1353  in  Schönau,  BüA.  Aibling,  wohnhast
  in  Pfasse:  hosen  bei  Rosenlieim.  Sie  kat
sil)  an  diesem  Tage  von  Hause  entsernt,  ohne
*  ül:  er  ihren  Aerbleib  irgend  etix  as  belannt
Zuletzt  trug  sie  dunkelgrauen  Nod  und
elle  Schürze,  lederne  Schnürsichuhe,
Rostuch.  Sie  ist  mitlelgroß  und  stark,
Tai  löngliches  Uiciches  Gesikt  und  graumekiert:
Haarc.  achrienliche  Mitteilungen  wolle  man
der  Gendarmerie  machen.

Gefunden.  Anfangs  dieser  Woche  wmde
eine  fül#rne  Vrosche  gesunden;  abzuholen  im
mo  inralischen  Geschäitszimmer  Nr.  2.

FKarfiberichle.

München.  6.  Sept.  Auf  dem  Schlachtviehmarlt
  am  Mitturch  Latte  der  Großviehmartt
der  Zalil  nach  eine  wesentlich  beiiere  Zufuhr
ale  am  Miltuoch  der  vorigen  Woche,  i  insbesondere
  an  Kühen,  sou  ie  auch  Vullen.  Der  Haudel
  setzte  ziemlich  lebhaft  ein,  meil,  wie  mit  Recht
vorcn  brgesehen  worden  war,  sich  negen  der  bevorstehenden
  hohen  israelitischen  Feiertage  heute

 

 

 

—

  

 

—
„Uin  Schuvmann,  den  Sieẽ  hergelodt?  —
Ja,  zu  aschen  Zweck  denn?

,..  alle  Fälle  einen  Jeugen  dafür  zu
habten,  hab  Ensn  Ihr  Haus  heil  und  gesund
H#tai  en,  Sie  werden  mir  zugeben,  daß  diese-  



ti  s  dem  Munde  eines  Polizeiberhnten
  zie  elmständen  von  großer  Wichtigkeit
  sein  könnt

„Wahrhng.  ich  bewundere  Ihren  Scharfslinn.
  Aber  mich  dünkt,  wir  sollten  nun  keine
Zeit  mehr  verlieren.“

„Nur  noch  fünf  Minuten,  bis  ich  wieder
ein  wenig  zu  Atem  gekommen  bin.  Mein  herz
llopst  noch  immer  wie  ein  Schmiedehammer.
So  lange  wird  seine  Bewußtlosigkeit  schon  noch
verhalten.“

Die  Gräfin  beugte  sich  über  seinen  regungslosen
  Körper  und  es  wollte  Hetly  scheineh,  als
ob  sie  sich  an  seinen  Taschen  Zu  schaffen  mache.
Auch  der  andere  konzentrierte  seine  ganze  Aufmerksamkeit
  auf  den  Ohnmichtigen,  und  all
ihren  Mut  zusammenraffend,  nahm  Hetty  diesen
günsiügen  Augenblick  wahr,  um  hinter  dem  Vorhang
  hervorzuschlüpfen  und  durch  das  Nebengemach
  den  Ausgang  ins  Freie  zu  gewinnen.
So  wenig  sie  auch  noch  immer  den  Zusammenhang
  der  Ereignisse  begriff,  deren  Zeuge  sie  geworden
  war,  so  fest  war  doch  idre  Ueberzeugung,
daß  hier  ein  neues,  fürchterliches  Verbrechen
geplant  sei  und  daß  es  nur  durch  sie  verhinder!
werden  könnte.  Halb  instinktiv  lenkte  sie  ihre
Schritte  dahin,  wo  sle  vorhin  den  Motor  hatte
stehen  sehen,  denn  sie  hatte  ja  aus  dem  Munde
des  Fremden  gehört,  daß  der  Bewußtlose  mit
Oilse  dieses  Fahrzeuges  beseitigt  werden  sollte.
Und  wie  sie  vor  dem  Krastmagen  stand,  lam
ihr  ein  glücklicher  Gedanke.  Sie  erinnccte  sich
eines  kleinen  haarscharsen  Messers  aus  feinstem

 

 

schon  eine  größere  Anzahl  fremde  Händler  eingesunden
  hatien  und  erhebliche  Einkäufe  beläligten.
  Infolgedessen  konnten  die  letzten  Marlktpreise
  auch  heute  durchwegs  gehalten  werden.
Erst  später,  als  die  Kauflust  etu#as  abflaute,
hatte  sich  bei  leichteren  Qunlitäten  eine  teilweise
  schwach  nachgebende  Tendenz  bemerkbar
gemacht.  Einzelne  beste  Stücke,  insbesondere
Katnnen,  erzielten  auch  über  Rotiz,  in  der
Hauptsache  r*mßnpßb*l  der  Zeniner  Lebendgewmicht:

Ochsen  58  -  Bullen  45—6)  Mk.,  Kuhe
sow  ie  Paien  5  70  Mk.  und  Jungoieh
32  14  Mi.  Der  Kälbermarkt  hatte  für  den
Miltwochebedar  wie  er  zu  normalen  Zeiten
norhanden  ist,  besseres  Miklelangebot.  Auch
heute  w  ieder  setzte  der  Handel  ziemlich  lebhaft
ein,  so  das,  die  Preise  besonderel  izt  bessieren
OQualitäten  neuerlich  sleigende  Tendenz  zeigten.
este  Stücke  erzielten  auch  über  Moliz,  in  der
Haurtsache  gallen  lobende  Tiere  65  75  Marl
der  Zeniner.  Der  Schweinemarlkt  hatte  der  Jahl
nach  zwar  ctwas  größeres  Angebot  als  am
Mittu  och  der  vorigen  Woche,  an  und  für  sich
war  sedoch  dasselbe  für  einen  Wochen-Hauptmarlt
  im  Vergleich  zum  Bedarse  bei  normalen
Verhauumser  un  zn  die  Sälfte  geringer.  Dazu
lain  noch,  dah  20  v.  H.  des  Vorrases  von  der
toatru  für  Nauchfleisch  entnommen
murceen.  Insolge  neuerlich  schwach  steiger  ider
Tendenz  der  Preise,  besonders  in  besseren  Lualilülten,
  wickelien  sich  auch  heute  wieder  die  Ge

schäste  nur  schleppvend  ab.  In  der  Hauptsache
galten  lebende  Tiere  1(0.—126  Mk.,  geschlach.
teie  125  147  Mk.  Beste,  insbesondere  vol

dleischige  mitlelschmwere  Tiere  erzielten  lebend  bis
zu  130)  Mi.,  geschlachtete  bis  zu  1500  Ml.  der
Zentner.  Der  Schafmartt  hatte  schwaches  Mil
nel.  Angebot.  Die  Nachfrage  war  nur  aufange
und  dies  vorwiegend  bei  den  h##seren  Onu
täten  von  einigem  Belang.  Gleichwohl  lonnten
die  Preise  sast  durchwegs  gehalten  werden  und
gallen  geschlachtete  Tiere  66-  91)  Ml.  der
Jentner.  a

 

Für  das  Noe  1x  Iindern  weiler  bei  uns  eingegangen:


Marf  3067.606

Mark

Uebertrag:
Aus  der  Prival  Sammelbüchse
der  Fa.  Wols,  Junstr.  7,
Summa:
Weiteren  Gaben  en  jeben  wir  gerne  entg  egen.

2
3.

Für  die  Angchörigen-  en-Unterstühnng  sind  weibei
  unserer  Inseratenverwaltung  eingegangen:


Uebertrag:  Marl  38376.10
Personal  der  Betriebswerkstätte
„Nosen  heim  Mark  2—
„Für  erleillen  Unterricht“  Mari  560.-Summa:

  Ma'#0

Weiteren  Gaben  sehen  wir  gerne  entgegen.

Für  den  armen  Maler  aus  Semlin,  der  ber
der  Beschießung  der  Stadt  Hab  und  Gut  ver

loren  hat,  find  weiter  bei  uns  eingegangen:
Uebertrag:  Mark  57.—
M.  K.  Marl  3.  —
Th.  N.  Marl  1.—.
E—

Um  weitere  Gaben  wird  gebeten.

Für  den  Deutschen  Verein  für  Sanitätshunde
sind  ferner  bei  unserer  Inseratenverwaltung  eingegangen:


 

Uebertrag:  Mark  595.95

Lechner,  Agentur  Degerndorf,  Marl  9.40
Veterauen=  und  Kiegerverein

Rosenheim  Marl  10  10.

Ssn

Weiteren  Gaben  sehen  wir  gerne  entgegen.

„r  Das  lic  vorbin  als  eine  Verttöreinuns:
wfe  für  den  äußersten  Notsal  zu  siäh  gene  #
halte.  Und  ein  paar  Minuten  lang  machte  sie
t  mit  diesem  Messer  an  den  Himerräcern  des
Automobils  zu  schafsen.  Zweimal  gab  es  einen
dumpfen  Knall.  Dann  hatte  Hetty  nur  cben
noch  Zeit  genug,  sich  in  das  schüßende  Du  mlelder
  Gartenmauer  zu  flüchten,  denn  hinter  in
tönten  Schritte  aus,  dem  Innern  *
Gartens  kauchten  die  Gestalten  der  Gräsin  #n?
des  schwar  bien  Fremden  auf,  der  wi.  den  ..i

lLa  Vcaoipiikakiiochii.iiiitrliuuiis’n
Mannes  triiK

Er  brachte  den  Körper  im  Fond  des  Wagens
unter,  wechselle  mit  der  Gräsin  noch  ein  paar
neflüsterte  Worte,  die  Hetty  der  Cultfernung
wigen  nicht  berltee  chtounte,  und  stieg  dann
auf  en  Sitz  des  F

Die  Maschine  gare  ich  mit  schwachem  Geräusch

  in  Bewegung  und  der  Wagen  rückte
langsam  von  der  Stelle.  Aber  nach  einer  Entsernung
  von  wenig  Metern  schon  kam  er  wieder
um  Stehen,  und  mit  einem  wilden  Iluch  sprang
ber  Lenker  von  seinem  Sitz  h

Irgend  etwas  mußte  an  bemB  Gesé  hrt  nicht
in  Ordnung  sein,  und  mit  sest  auf  die  Brut
geprebten  Händen  schickte  Helly  rin  Danlueb't

zum  Himmel  empor,  der  ihr  tolltühnce  Unte  1
nehmen  allem  Anschein  nach  hatle  glücklich  1
lingen  kassen.  rl

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